Vorurteile

Studenten haben in den Semesterferien nichts zu tun?

published: 19.08.2020

In der vorlesungsfreien Zeit haben die wenigsten Studenten Zeit zum Faulenzen (Foto: fizkes/Shutterstock.com) In der vorlesungsfreien Zeit haben die wenigsten Studenten Zeit zum Faulenzen (Foto: fizkes/Shutterstock.com)

Studenten haben mit vielen Vorurteilen zu kämpfen. Sie sind angeblich faul, immer nur am Feiern und haben viel zu lange Ferien. Den Menschen, die so etwas glauben, ist nicht bewusst, dass die Semesterferien oft sogar noch stressiger sind als die Vorlesungszeit ist. Ferien verbinden die meisten mit Entspannung. In der vorlesungsfreien Zeit können sich viele Studenten so etwas aber gar nicht erlauben. Es stehen Klausuren und Hausaufgaben an, und die Pflichtpraktika müssen auch irgendwann absolviert werden. Damit du dir Vorurteile gegenüber Studis in den Semesterferien nicht länger widerstandslos anhören musst, hat Pointer ein paar Argumente für dich, mit denen du die Neider überzeugst.

1. Klausurenphase

Bei vielen Studiengängen startet die Klausurenphase erst richtig, wenn die Semesterferien begonnen haben. Wenn alle die Struktur deines Studiums kennen würden, wäre dieser Zeitplan selbsterklärend. Eine Klausur kann erst geschrieben werden, wenn die dazugehörige Vorlesung beendet ist. Die verschiedenen Klausurtermine müssen koordiniert und auf die vorlesungsfreie Zeit aufgeteilt werden. Das bedeutet für die Studierenden, dass sie sich parallel auf mehrere Prüfungen gleichzeitig vorbereiten müssen. Das nimmt einen großen Teil der freien Zeit in den Semesterferien in Anspruch. Wenn du dann noch eine Klausur nicht beim ersten Versuch bestehst, bist du schnell die gesamten "Ferien" damit beschäftigt, für den Zweitversuch zu lernen.
 

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2. Hausarbeiten

In vielen Seminaren müssen Studenten Hausarbeiten schreiben. Der Umfang variiert je nach Studiengang und Semester, kann aber gerne mal 30 Seiten umfassen. Das ist während des Semesters selten zu schaffen. Also wird auch dieser Teil des Studiums in die vorlesungsfreie Zeit gelegt. Denn neben dem Zeitaufwand für Vor- und Nachbereitung der Veranstaltungen schaffst du wohl kaum noch mehrere Hausarbeiten. Auch hierfür unterschätzen Nicht-Studenten häufig den Aufwand. Die 30 Seiten kannst du schließlich nicht frei herunterschreiben. Dazu gehören vorher die Recherche, die Literatursuche, die Strukturierung und dann erst kommt das Schreiben selbst. Das geht nicht immer leicht von der Hand und nimmt viele Tage, meistens sogar Wochen in Anspruch.
 

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— stevenstech_ January 5, 2020

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3. Praktika

Bei fast jedem Studiengang sind Praktika ein Pflichtbestandteil. Mindestens ein Praktikum müssen die meisten Studenten früher oder später absolvieren. Bloß wann bleibt noch Zeit für ein Vollzeitpraktikum? In den Semesterferien natürlich! Wenn du dir nicht ein ganzes Urlaubssemester nehmen willst, hast du wohl keine andere Wahl, als dein Praktikum in deiner "freien" Zeit zu machen. Ein Praktikum bedeutet in der Regel eine ganz normale 40-Stunden-Woche. Während aber die meisten deiner Verwandten nach ihrem Arbeitstag nach Hause kommen und Feierabend haben, musst du dich noch an deine Hausarbeit setzen. Dafür bleiben bei einem Vollzeitpraktikum nur die Abende und Wochenenden übrig. Wenn sich wieder alle über deine grenzenlose Freizeit beschweren, kannst du diesen kleinen Unterschied ja mal ansprechen. Auf das Praktikum folgt außerdem meist ein Praktikumsbericht, für den ebenfalls nur in den Semesterferien Zeit ist.
 

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4. Ferienjob

Wenn du nicht sowieso schon einen zeitaufwändigen Nebenjob hast, wirst du dir spätestens für die Semesterferien einen suchen. Das Studium muss schließlich finanziert werden. Ferienjobs sind häufig zeitlich beschränkt. Gerade deshalb versuchen Studierende in dieser Zeit so viel zu arbeiten und damit so viel Geld zu verdienen wie möglich. In der Vorlesungszeit lässt das Arbeitspensum in vielen Studiengängen Nebenjobs nämlich gar nicht oder nur sehr eingeschränkt zu. Genau wie beim Pflichtpraktikum musst du dich beim Jobben "nebenbei" noch um Dinge kümmern, die dein Studium betreffen. Die Hausarbeiten schreiben sich schließlich nicht von allein.

5. Bewerbungen schreiben

Im besten Fall hast du in den Semesterferien endlich Zeit, dich um wichtige Dinge zu kümmern, die sonst zu kurz kommen. Für die eben genannten Praktika und Nebenjobs musst du schließlich Bewerbungen schreiben. Dazu gehören Bewerbungsgespräche und in vielen Fällen Assessment Center. Diese Termine kannst du besser einplanen, wenn du nicht an Vorlesungstermine gebunden bist. Es kann auch nicht schaden, schon mal nach deinen zukünftigen Jobchancen zu gucken und die Stellenanzeigen im Blick zu behalten. Je weiter dein Studium fortgeschritten ist, desto wichtiger ist es, dich über Perspektiven zu informieren. Den Grundstein für deine Karriere legst du oft während der "freien" Zeit und nicht im Hörsaal.
 

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— andotherlawstories January 7, 2020

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6. Das nachholen, für das vorher keine Zeit war

Vor den Semesterferien steht häufig die Klausurvorbereitung im Vordergrund. Da passiert es schnell, dass andere wichtige Aufgaben verschoben werden. Diese Dinge musst du jetzt in der vorlesungsfreien Zeit erledigen. Abgabetermine sind schließlich einzuhalten, egal ob jetzt Ferien sind oder nicht. Zu den Hausarbeiten kommen oft Essays und andere Studienleistungen aus deinen Kursen dazu. Auch wenn diese meist unbenotet sind, müssen die Aufgaben erledigt werden. Sonst bestehst du den Kurs nicht und darfst ihn im nächsten Jahr noch einmal belegen. Zudem müssen deine Unterlagen nach der chaotischen Klausurenphase wahrscheinlich dringend sortiert werden, damit du für das nächste Semester einen Überblick hast.

7. Vorbereitung auf das neue Semester

Die vorlesungsfreie Zeit ist noch gar nicht vorbei, da musst du dich schon auf das nächste Semester vorbereiten. Eine sehr wichtige Aufgabe ist die Kurswahl. Dafür musst du dich mit den zur Wahl stehenden Kursen beschäftigen und deinen Stundenplan zeitlich organisieren. Sobald die Kurse feststehen, beginnt die Vorbereitung. Viele Dozenten legen Wert darauf, dass sich die Studenten schon vor Beginn des Kurses in das Thema einlesen. Dafür solltest du einige Stunden einplanen. Du willst schließlich nicht unvorbereitet und mit einem schlechtem Gefühl ins neue Semester starten.


 
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Die Autorin: Hannah Reuter

Die Autorin: Hannah Reuter

Hobbyköchin, Schoko-Junkie, Ordnungsfreak: In Hannover geboren und aufgewachsen, unternahm Hannah nach dem Abi eine Interrailreise quer durch Europa. Anschließend zog sie der Traum vom Journalismus in die Medienstadt Hamburg, wo sie seit 2018 Politikwissenschaft studiert. Sie liebt es zu reisen, erkundet momentan aber vor allem ihre Wahlheimat. Für Pointer schreibt Hannah über Themen rund ums Studium und den Uni-Alltag.

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