Nachhaltigkeit

Minimalismus für Anfänger: So wirst du deinen Ballast los

published: 26.01.2020

Wie viel Kram brauchst du wirklich? Pointer stellt dir den Trend Minimalismus vor (Foto: Photographee.eu/Shutterstock.com) Wie viel Kram brauchst du wirklich? Pointer stellt dir den Trend Minimalismus vor (Foto: Photographee.eu/Shutterstock.com)

Eine minimalistische Lebensweise soll zu einem glücklichen und unbeschwerten Leben beitragen. Aber wie genau funktioniert Minimalismus? Keine Sorge: Du musst nicht alles, was du besitzt, wegschmeißen. Bei Pointer erfährst du, worauf es bei dem Lifestyle-Trend wirklich ankommt und worauf du achten musst, wenn du minimalistischer leben möchtest.

1. Gründlich aussortieren

Es ist klar, dass du viele Sachen brauchst, um den Studentenalltag zu meistern. Aber schau dich mal genau in deiner Wohnung um: Du findest garantiert eine Menge Dinge, die du schon lange nicht mehr benutzt hast und die nur Platz wegnehmen. Wenn du all diese Dinge aussortierst, hast du nicht nur viel mehr Platz zu Verfügung, sondern findest zudem die wirklich wichtigen Sachen schneller wieder. Nimm dir ausreichend Zeit und geh gründlich vor. Du legst damit den Grundstein für alle weiteren Schritte auf dem Weg zu einer minimalistischen Lebensweise. Nach dem Ausmisten wirst du dich wie befreit fühlen. Die aussortierten Dinge musst du nicht alle wegschmeißen, sondern kannst sie verschenken oder spenden. Nur weil diese Sachen für dich Ballast sind, heißt das nicht, dass niemand sonst sich darüber freut.
 

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— tinyandvegan May 15, 2019

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2. Deko reduzieren

Schau dich mal in deinem Zimmer um. Du hast über die Jahre bestimmt eine Menge Dekoartikel angesammelt. Von allen Seiten bekommst du Teelichte und Kunstblumen geschenkt, denen du pflichtbewusst einen Platz in deiner Wohnung einräumst. Wenn du schon am Ausmisten bist, kannst du auch deine Dekoartikel durchschauen. Im Vergleich zu Kleidung und anderen liebgewonnenen Dingen wird es kein Problem sein, dich von ein paar Staubfängern zu trennen. Frage dich bei jedem Teil, ob es das Zimmer gemütlicher macht oder ob es nur wertvollen Platz wegnimmt. Beschränke dich beim Behalten, wenn es geht, auf ein paar wenige Dekoartikel. Ein guter Ersatz sind zum Beispiel Bilder. An der Wand aufgehängt, stören sie niemanden und erinnern dich an schöne Momente mit deinen Liebsten. Natürlich solltest du es auch damit nicht übertreiben. Spätestens wenn man die Farbe der Wand nur noch erahnen kann, wirken auch die Bilder nicht mehr gemütlich, sondern erdrückend.
 

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January 14, 2020

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3. Konsumverhalten überdenken

Die wenigsten Menschen kaufen Kleidung und andere Dinge, weil sie diese tatsächlich brauchen. Trends, Rabatte und Sonderangebote locken die Kunden in die Läden. Oft kaufst du Produkte nur, weil sie günstig sind. Die vermeintlichen Schnäppchen liegen anschließend bei dir im Schrank rum und geben dir ein schlechtes Gefühl. Denke deswegen genau nach, bevor du die dritte neue Hose in einem Monat kaufst. Frage dich: Brauche ich sie wirklich? Habe ich schon ähnliche Teile zuhause? Ist in meiner Wohnung noch Platz dafür? Diese Fragen solltest du dir jedes Mal stellen, wenn du kurz vor einem Spontankauf stehst. Ein bedachter Konsum ist nicht nur für deinen viel zu vollen Kleiderschrank gut, sondern auch für dein Konto und die Umwelt.
 

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4. Langlebige Dinge kaufen

Egal ob bei Kleidung, Möbeln oder Küchengeräten - für die Kunden kann es gar nicht günstig genug sein. Der Nachteil dabei ist häufig, dass der niedrige Preis durch schlechte Qualität zustande kommt. Dadurch gehen Produkte schneller kaputt und müssen ersetzt werden. Versuche deswegen schon beim Kauf auf Qualität zu achten. Statt Schnäppchen hinterherzujagen, investiere lieber in wenige, dafür langlebige Produkte. Diese sehen nicht nur hochwertiger aus, meist hast du auch deutlich länger etwas davon. Qualität ist wichtiger als Quantität. So bekommst du auch wieder ein Gefühl dafür, wie viel Arbeit in manchen Produkten steckt und wie wenig diese sonst gewürdigt wird. Vielleicht fällt es dir mit diesem Tipp gar nicht mehr so schwer, minimalistischer zu leben. So viele Dinge kannst du dir jetzt nämlich gar nicht mehr leisten.
 

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5. Eine Challenge daraus machen

Wenn es dir schwerfällt, viele deiner Besitztümer auf einmal auszusortieren, setz dir feste Ziele. In Etappen ist es einfacher, dich von deinen Sachen zu trennen. Wie wäre es damit, dass du dich einen Monat lang jeden Tag von zehn Dingen trennst? Das hört sich erstmal viel an, aber du hast mehr Kleinigkeiten zuhause als du denkst. Dabei kannst du zum Beispiel mit einer festen Struktur vorgehen. Heute ist dein Schreibtisch dran. Allein da wirst du garantiert mehr als zehn Dinge finden, die du nicht mehr brauchst. Danach kommen die Küchenschubladen. So arbeitest du dich langsam durch deine Wohnung. Du kannst die Challenge so lange weiter betreiben, bis du nur noch Dinge besitzt, die du wirklich brauchst und benutzt. Je mehr Sachen du weggegeben hast, desto einfacher wird es dir fallen, dich auch von anderen Dingen zu trennen.
 

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6. Handy ausmisten

Nicht nur deine Wohnung platzt aus allen Nähten. Auch dein Handy solltest du dringend sortieren und ausmisten. Apps, die du schon seit Monaten nicht mehr benutzt hast, unwichtige Dokumente und Chatverläufe von vor drei Jahren brauchst du garantiert nicht mehr. Trau dich, unnötige Dateien zu löschen, anstatt sie in einen anderen Ordner zu verschieben. Du bist schließlich jeden Tag an deinem Smartphone. Wenn selbst im digitalen Raum alles vollgestopft ist, kannst du nie richtig abschalten. Den gewonnenen Speicherplatz solltest du nicht gleich wieder ausnutzen. Ein aufgeräumtes Handy tut mindestens genauso gut wie eine aufgeräumte Wohnung. Das Gleiche gilt übrigens für Laptops und Tablets. Besonders wenn du die Geräte für dein Studium benutzt, sammeln sich in jedem Semester Unmengen von Unterlagen an, die anschließend niemanden mehr interessieren. Weg damit!
 

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7. Ordnung halten

Klingt banal, ist aber enorm wichtig auf dem Weg zu einer minimalistischen Lebensweise. Wenn du Ordnung hältst, hast du immer einen Überblick darüber, was du besitzt. Das bewahrt dich zum einen davor, Sachen zu kaufen, die du genau so oder so ähnlich schon zuhause hast. Auf der anderen Seite siehst du auf diese Weise ganz genau, wie viel Zeug du bereits angesammelt hast. In der ganzen Wohnung verstreut, fallen die Dimensionen nicht auf. Da kann es leicht passieren, dass du etwas nicht mehr findest und direkt nachkaufst. Wenn du aber zum Beispiel alle deine weißen T-Shirts an einem Ort siehst, wird dir das Ausmaß deines Konsums direkt bewusst. Während du ausmistest, kannst du direkt deine Sachen in der Wohnung gründlich sortieren und eine feste Ordnung aufbauen.


 
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Die Autorin: Hannah Reuter

Die Autorin: Hannah Reuter

Hobbyköchin, Schoko-Junkie, Ordnungsfreak: In Hannover geboren und aufgewachsen, unternahm Hannah nach dem Abi eine Interrailreise quer durch Europa. Anschließend zog sie der Traum vom Journalismus in die Medienstadt Hamburg, wo sie seit 2018 Politikwissenschaft studiert. Sie liebt es zu reisen, erkundet momentan aber vor allem ihre Wahlheimat. Für Pointer schreibt Hannah über Themen rund ums Studium und den Uni-Alltag.

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