Die Nebenjobs vieler Studentinnen und Studenten fallen in der Corona-Krise weg. Pointer weiß, wo es jetzt Stellen-Angebote gibt (Foto: George Rudy/Shutterstock.com) Die Nebenjobs vieler Studentinnen und Studenten fallen in der Corona-Krise weg. Pointer weiß, wo es jetzt Stellen-Angebote gibt (Foto: George Rudy/Shutterstock.com)
Corona-Krise

Hier finden Studenten jetzt Nebenjobs

Universitäten verschieben den Semesterbeginn, Konzerte sind abgesagt, die Fußball-Bundesliga spielt nicht und Restaurants servieren kein Essen mehr. Das Coronavirus schränkt das öffentliche Leben stark ein. Für Studierende hat das neben den verlängerten Semesterferien noch andere Folgen: Viele von ihnen arbeiten als Aushilfen, in Nebenjobs oder als Werkstudenten in den Freizeiteinrichtungen, die jetzt ihren Betrieb einstellen mussten. Diese Einnahmen fallen weg. Andererseits führt das Virus in manchen Bereichen zu einem erhöhten Bedarf an Arbeitskräften. Pointer verrät dir, wo du in dieser Zeit einen Studentenjob finden kannst.
 


Die klassischen Studentenjobs wie Kellnern und Jobben in der Promotion auf Messen oder im Sicherheitsdienst bei Veranstaltungen fallen aus. Es lohnt sich zu überlegen, welche Bereiche des öffentlichen Lebens nch wie zuvor funktionieren müssen. Dort sind Studentinnen und Studenten jetzt besonders gefragt.

Supermärkte haben momentan mehr Stress als vor dem Ausbruch des Coronavirus. Wegen der Hamsterkäufe besorgter Bürger kommt es oft zu Lücken in den früher immer gut gefüllten Regalen. Viele Festangestellte fallen aus, weil sie krank sind oder sich um ihre Kinder kümmern müssen, die nicht mehr in die Kita oder die Schule gehen können. Um mitzuhalten, suchen viele Supermarkt-Filialen deshalb nach Aushilfen. Studitemps, ein Portal zur Vermittlung von Studentenjobs, verzeichnete einen 2,28 prozentigen Anstieg der Angebote für Kassenkräfte. Eine vergleichsweise geringe Zahl, die sich in dem großen Ansturm auf die Stellen begründet. Die Frage nach Warenverräumern, die die Regale nachfüllen und auch bei den Lieferungen helfen, stieg dagegen um 118,6 Prozent. Supermärkte sind also eine gute Adresse, wenn du gerade einen Nebenjob suchst.
 


Ein noch deutlich größerer Bedarf besteht an Lieferfahrern. Da die Menschen zuhause bleiben, bestellen sie einen größeren Teil ihrer Käufe online. Zudem verleitet die Langeweile in der Isolation einige dazu, im Internet zu shoppen. Es fallen also mehr Pakete an, und die Lieferdienste von Lebensmitteln und Getränken werden vermehrt genutzt. Studitemps verzeichnet in der Nachfrage der Lieferfahrer einen Anstiegt von 761,87 Prozent. Viele Lieferdienste haben den Kundenkontakt bereits komplett eingestellt. Sie stellen die Waren vor der Tür ab, und bezahlt werden kann nur noch online. Die Postboten unterschreiben bei der Zustellung eines Paketes selber, damit keine Erreger über den Stift übertragen werden können. Wenn du einen Führerschein oder in manchen Fällen ein Fahrrad hast, ist der Job als Lieferfahrer oder Lieferfahrerin jetzt eine gute Möglichkeit für dich.
 


Die weltweite Ausbreitung des Coronavirus hat zur Folge, dass viele Länder ihre Grenzen schließen. Normalerweise reisen jedes Frühjahr Tausende Erntehelfer aus anderen europäischen Ländern nach Deutschland, um die Landwirte in der Erntesaison zu unterstützen und etwa bei der Spargelernte Geld zu verdienen. Die ausländischen Erntehelfer fallen nun aus, wodurch der Bedarf an jungen, fitten Leuten hier sehr hoch ist. Schließlich muss das Gemüse vom Feld! Vielleicht hast du die Möglichkeit, für die Zeit der Corona-Krise bei deinen Eltern auf dem Land unterzukommen und bei den lokalen Bauern auf den Feldern zu helfen. Die Arbeit ist zwar körperlich anstrengend, aber du bist an der frischen Luft und verdienst recht gut. Wenn das nichts für dich ist, höre dich um, ob vielleicht Verkäufer für Spargel und Obst gesucht werden. Die Saison beginnt bald, und dann brauchen Landwirte oft Unterstützung an ihren Markt-Ständen.
 


Auch Jobs im Call-Center und Kundenservice sind jetzt im Angebot. In Zeiten von Corona ist es also durchaus möglich, einen Job zu finden. Allerdings steht den zahlreichen Angeboten eine ebenfalls große menge an Studierenden gegenüber, die ihren Job durch die Corona-Pandemie verloren haben. Der Ansturm auf die Stellen ist groß und es bleibt schwer, eine Anstellung zu finden. Zu empfehlen ist es, neben den Ausschreibungen im Internet auch direkt in deiner Umgebung zu fragen. Vielleicht braucht die örtliche Apotheke dringend Unterstützung, hat aber noch keine Anzeige geschaltet.

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Die Autorin: Hanna Kunst
Die Autorin: Hanna Kunst

Die Autorin: Hanna Kunst

Sonnenliebhaberin, Lockenkopf, Enthusiastin – Hanna wuchs am Rand von Hamburg auf und schätzt das Landleben ebenso wie den Trubel der Hansestadt. Seit 2020 studiert sie Kulturwissenschaften in Lüneburg und findet dabei Medientechnik und Stadtplanung besonders spannend. In ihrer Freizeit hört sie gern Livemusik, probiert neue Rezepte aus, macht Yoga und fotografiert analog. Für Pointer schreibt Hanna über Lifestyle-Themen und führt als Reporterin Interviews.