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Bayern Ministerpräsident Markus Söder hat Ausgangsbeschränkungen für das Bundesland bekannt gegeben (Foto: Thomas Stolte/Public Address) Bayern Ministerpräsident Markus Söder hat Ausgangsbeschränkungen für das Bundesland bekannt gegeben (Foto: Thomas Stolte/Public Address)
Corona-Pandemie

Bayern verhängt Ausgangs­beschränkungen

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat wegen des Coronavirus Ausgangsbeschränkungen für Bayern verkündet. Sie gelten ab Freitagnacht, 20. März, um 0:00 Uhr für zunächst zwei Wochen. Das hat die Regierung des Freistaats einstimmig beschlossen. "Wir fahren das öffentliche Leben nahezu vollständig herunter", sagte Söder auf einer Pressekonferenz am Freitagmittag in München. Bis auf Liefer- und Mitnahmedienste würden Gaststätten und Frisörbetriebe sowie Bau- und Gartenmärkte des Bundeslandes geschlossen. Für Gruppenbildungen im Freien drohten hohe Bußgelder. Es sei jedoch weiterhin erlaubt, zur Arbeit zu gehen, insofern dies notwendig sei. Auch dürfe man sich weiter an der frischen Luft bewegen und spazieren gehen oder joggen. Allerdings solle man dies allein tun oder mit Mitgliedern des eigenen Haushalts. Besuche im Krankenhaus seien nur noch im Falle einer Geburt erlaubt oder um sich von Sterbenden zu verabschieden.
 


Die neuen Maßnahmen seien nötig, weil die Zahl der Infizierten in Bayern von Donnerstag zu Freitag um 35 Prozent angestiegen sei. Die Zahl der Toten sei von 10 auf 15 um 50 Prozent gestiegen. Weiter sagte der CSU-Politiker, die Appelle der vergangenen Tage hätten nicht ausreichend gewirkt. Einige Menschen hätten den Ernst der Lage noch nicht erkannt. Es gebe nach wie vor viele Gruppenbildungen. Dies sei nicht mehr zu akzeptieren. "Unser oberstes Gebot ist, die Menschen zu schützen", sagte Söder, "teilweise auch vor sich selbst."
 

[PA]

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