Studie

Halten sich Studenten an die Corona-Regeln?

published: 28.04.2020

Vieles ist jetzt verboten. Wie gut halten sich Studierende an die Verhaltensvorschriften in Zeiten von Corona? (Alexander Shelegov/Shutterstock.com) Vieles ist jetzt verboten. Wie gut halten sich Studierende an die Verhaltensvorschriften in Zeiten von Corona? (Alexander Shelegov/Shutterstock.com)

Studierende halten sich in der Corona-Krise zum großen Teil an die angeordneten Kontaktsperren. Zu über 80 Prozent meiden sie Menschenansammlungen. Dabei halten sich Studentinnen deutlich strikter an Kontaktbeschränkungen als Studenten. So lauten einige der Ergebnisse einer neuen Studie, die Studitemps, ein Personaldienstleister für Studenten, zusammen mit der Maastricht University erarbeitet hat. Im Rahmen der Untersuchung "Verhaltensänderungen von Studierenden durch Covid-19” wurden vom 16. März bis zum 12. April insgesamt rund 15.500 Studierende aus ganz Deutschland befragt.

 (Grafik: Studitemps GmbH/Maastricht University)(Grafik: Studitemps GmbH/Maastricht University)


Es zeigen sich deutliche Unterschiede in den Bundesländern. In Bayern und Schleswig-Holstein halten sich mehr Studierende an das Kontaktverbot als in anderen Ländern. Überraschenderweise halten sich ausgerechnet die Studierenden in Nordrhein-Westfalen mit dem Covid-19-Hotspot Heinsberg und der Metropolregion Rhein-Ruhr, wo viele Studenten im dicht besiedelten urbanen Raum wohnen, in letzter Zeit weniger an die Beschränkungen. Zeitlich ist generell ein leichter Abwärtstrend dahingehend zu beobachten, dass weniger Studenten die Verhaltensregeln strikt befolgen. So fiel der Anteil derer, die größere Gruppen meiden, in der letzten Befragungswoche um 12 Prozent; 4 Prozent weniger als zuvor verzichteten auf Treffen mit Freunden und Familie. Doch auch diesem Zeitpunkt beherzigen nach wie vor 82,6 Prozent die Vorgaben. Das Bild der Coronapartys-feiernden Studierenden, die rücksichtslos das Virus verbreiten, entspricht also in der Regel nicht der Realität.

Hamsterkäufe waren unter Studenten eher selten. Nur etwa 20 Prozent beteiligten sich am Run auf Nudeln, Mehl, Toilettenpapier & Co. Finanzeinbußen verzeichnen ungefähr die Hälfte der Befragten. Etwa 70 Prozent nutzen die öffentlichen Verkehrsmittel seltener oder gar nicht mehr. Offenbar weichen die Studierenden vermehrt auf das Fahrrad aus. Im öffentlichen Raum fühlen sich nur ca. 35 Prozent der Studentinnen und Studenten unsicher. Zu den erwarteten Auswirkungen auf ihr Studium befragt, so befürchten sie erschwerte Prüfungsvorbereitungen, eine Verlängerung der Gesamtstudienzeit sowie Prüfungsausfälle. Beim Thema Auslandssemester bleiben sie optimistisch. Nur rund 15 Prozent derer, die einen Aufenthalt geplant haben, erwarten eine Absage oder Verschiebung. Ein weiteres Ergebnis der Studie: Seit dem 23. März verfolgen deutlich weniger Studierende die Nachrichtenlage.
 

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