Zoom, Microsoft Teams, Jitsi & Co.

Online-Vorlesungen: Was sind die Vor- und Nachteile der Plattformen?

published: 30.04.2020

Viele Studenten müssen sich gerade mit unterschiedlichen Plattformen wie Jitsi, Zoom und Co. auseinandersetzen (Foto: Rido/Shutterstock.com) Viele Studenten müssen sich gerade mit unterschiedlichen Plattformen wie Jitsi, Zoom und Co. auseinandersetzen (Foto: Rido/Shutterstock.com)

Je nach Hochschule, Fachrichtung und Studiengang variieren die Plattformen, die für die Online-Lehre verwendet werden. Eine Videokonferenz auf Zoom, ein Livechat auf Microsoft Teams oder eine Online-Vorlesung auf Adobe Connect - die verschiedenen Plattformen bieten unterschiedliche Vor- und Nachteile für digitale Veranstaltungen in diesem besonderen Sommersemester. Pointer stellt dir fünf Plattformen vor.

1. "Zoom"

Die Online-Plattform "Zoom" kennst du vielleicht schon von beruflichen Meetings. Die App ist besonders für Videokonferenzen beliebt. Daher eignet sich "Zoom" auch für Seminare, bei denen die Mitarbeit der Studenten gefordert ist. Es können alle Teilnehmer der Konferenz und nicht nur der Dozent angezeigt werden. Die Kamera und das Mikrofon lassen sich wie bei anderen Plattformen problemlos ausschalten, wenn nur der Vortrag des Lehrenden im Vordergrund steht. Die Server der Plattform gelten als besonders zuverlässig, was störungsfreie Online-Seminare verspricht. Ein weiterer Vorteil von "Zoom" ist die einfache Benutzung. Die Studenten müssen sich nirgendwo registrieren, sondern geben einfach eine Meeting-ID und ein Passwort ein. Der Dozent muss zuvor nur einen Raum für seinen Kurs eingerichtet habe. Damit sich nicht alle gegenseitig ins Wort fallen, gibt es bei "Zoom" die Funktion einer Meldung. So kann der Dozent wie gewohnt die Studenten drannehmen. Die Teilnehmerzahl der Online-Veranstaltungen ist bei "Zoom" variabel und reicht bis zu 300 Teilnehmern bei Videkonferenzen. Ein Nachteil der beliebten Plattform stellen Einschränkungen im Datenschutz dar, was Kritiker vehement anmerken. Grundsätzlich gilt "Zoom" aber weithin als ausreichend sicher. "Zoom" wird bereits von vielen Unis verwendet.
 

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2. "Microsoft Teams"

Auch die Plattform "Microsoft Teams" benutzen einige Unis für die Online-Lehre. Diese Plattform bietet den Vorteil, dass Hochschulen in vielen Fällen bereits die Lizenzen für die Office-Programme von Microsoft besitzen und diese Plattform jetzt nur noch für die Studierenden freischalten müssen. In der Regel ist dann nur noch eine Anmeldung mit deiner Uni-Mail-Adresse notwendig, und schon kann die Online-Vorlesung starten. Wegen der Verbindung zu den Office-Programmen ist der Austausch von Dokumenten und anderen Dateien über "Microsoft Teams" besonders einfach. Neben Video- und Telefonkonferenzen können die Dozenten auch Gruppenchats für ihre Seminare nutzen. Diese können gespeichert und anschließend allen Studenten zur Verfügung gestellt werden. Es ist außerdem möglich, Dokumente gleichzeitig mit mehreren Personen zu bearbeiten, was besonders für Gruppenarbeiten einen entscheidenden Vorteil bietet. Bei "Microsoft Teams" können die Lehrenden auch Materialien zur Verfügung stellen und haben damit so gut wie alle Belange eines Kurses auf einer Plattform zusammengefasst. Die Plattform ist jedoch stark auf Interaktion ausgerichtet, weshalb sie nicht primär auf Online-Vorlesungen, sondern Seminare und Kleingruppen konzentriert ist. Auch hier gibt es in Bezug auf den Datenschutz Unklarheiten.
 

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3. "Jitsi"

Die Videokonferenz-Plattform "jitsi" ist in Zeiten von Corona und Home-Office immer beliebter geworden. Auch in der Online-Lehre wird sie vermehrt eingesetzt. Man schreibt ihr einen besserer Datenschutz als vielen ihrer Konkurrenten. Das macht sie für viele Hochschulen besonders passend für die digitalen Angebote. Es ist keine Anmeldung notwendig und du musst auch keine App herunterladen. Die Dozenten stellen einfach den Link zu einem Meeting zur Verfügung, und die Studenten können dann an der Sitzung teilnehmen. Wie bei den anderen Plattformen besteht die Möglichkeit, die Vorlesungsfolien auf dem Bildschirm der Teilnehmer anzuzeigen, sodass du sowohl die Präsentation als auch das Bild deiner Professorin oder deines Dozenten sehen kannst. Zusätzlich sind ein Livechat und die Aufzeichnung der Vorlesung vorgesehen. Allerdings ist "Jitsi" bislang nicht auf Videokonferenzen mit sehr vielen Teilnehmern ausgelegt. Daher ist die Plattform eher für Gruppenarbeiten oder Vorlesungen ohne Beteiligung der Studenten geeignet.
 

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4. "Adobe Connect"

Im Vergleich zu den anderen Plattformen liegen die Hürden für die Benutzung von "Adobe Connect" etwas höher. Du benötigst eine App, die du vor der Online-Vorlesung auf jeden Fall installieren musst. Anschließend kannst du jedoch ohne weitere Registrierung durch einen Einladungslink des Dozenten am Meeting teilnehmen. Die Plattform bietet alle gängigen Funktionen wie das Teilen von Dokumenten, die Bildschirm-Freigabe und die Aufzeichnung der Lehrveranstaltung. "Adobe Connect" ist ein Konferenzsystem des Deutschen Forschungsnetzwerks (DFN) und wird an vielen Universitäten verwendet. Allerdings ist es seit Beginn des Sommersemesters immer wieder zur Überlastung der Plattform gekommen. Zu Zeiten, an denen besonders viele Vorlesungen stattfinden, gab es häufig Probleme mit der Zuverlässigkeit. Daher ist "Adobe Connect" trotz ihren vielfältigen Funktionen momentan nur bedingt zu empfehlen.
 

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5. "OpenOLAT"

Die Lernplattform "OpenOLAT" wird bereits an vielen Unis regulär genutzt, um den Studierenden Materialien zur Verfügung zu stellen, Gruppenarbeiten zu organisieren und die Kommunikation zwischen Studenten und Lehrenden zu erleichtern. Die Plattform bietet den Vorteil, dass sowohl die Dozenten als auch die Studenten Zugriff auf den Kursraum haben. Alle können Dokumente hochladen und austauschen. Es gibt zwar keine Möglichkeit, Video- oder Telefonkonferenzen durchzuführen, aber die Teilnehmer können sich in einem Forum austauschen. Auch die Diskussion von konkreten Dateien ist bei "OpenOLAT" möglich. Die Plattform bietet eine sichere Möglichkeit, im digitalen Unialltag Informationen auszutauschen. Wenn deine Uni dieses Portal nutzt, musst du dich lediglich mit deiner Uni-Mail-Adresse anmelden. Du benötigst keine spezielle App. Wenn du "OpenOLAT" bislang in deinem Unialltag noch nicht genutzt hast, stellt das Portal in Zeiten von Corona eine praktische Ergänzung zu Videokonferenz-Plattformen dar.


 
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Die Autorin: Hannah Reuter

Die Autorin: Hannah Reuter

Hobbyköchin, Schoko-Junkie, Ordnungsfreak: In Hannover geboren und aufgewachsen, unternahm Hannah nach dem Abi eine Interrailreise quer durch Europa. Anschließend zog sie der Traum vom Journalismus in die Medienstadt Hamburg, wo sie seit 2018 Politikwissenschaft studiert. Sie liebt es zu reisen, erkundet momentan aber vor allem ihre Wahlheimat. Für Pointer schreibt Hannah über Themen rund ums Studium und den Uni-Alltag.

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