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Mit diesen Techniken gelingt dir die kreative Ideenfindung (Foto: sutadimages/Shutterstock.com) Mit diesen Techniken gelingt dir die kreative Ideenfindung (Foto: sutadimages/Shutterstock.com)
Ideenfindung

Kreativitäts­techniken: So entwickelst du gute Ideen

Auf Knopfdruck kreativ sein - kann das funktionieren? Egal ob es um Hausarbeitsthemen, das Lösen von Problemen oder die momentane Umsetzung des digitalen Studiums geht - im Studentenalltag ist oft Kreativität gefordert. Wenn dir im entscheidenden Moment eine gute Idee fehlt, kann das zum Problem werden. Pointer stellt dir deswegen Techniken vor, mit denen du einfacher gute Ideen entwickeln kannst. Das muss in Corona-Zeiten schließlich auch funktionieren, ohne ein kreatives Team an deiner Seite zu haben.

1. "Clustering"

Du hast bestimmt in der Uni schon mit Mindmaps gearbeitet, um dir einen Überblick über ein Thema zu verschaffen. Die Kreativitätsmethode "Clustering" funktioniert ganz ähnlich und soll möglichst viele Aspekte eines Themas visualisieren. Wenn du zum Beispiel ein Thema für deine nächste Hausarbeit suchst, schreibst du das Oberthema des Kurses auf ein großes Blatt Papier. Jetzt schreibst du alle Unterthemen, die dir zu diesem Begriff einfallen, auf das Blatt und verbindest die Stichpunkte mit deinem Oberthema. Dabei fallen dir bestimmt auch schon Verbindungen zwischen deinen Stichpunkten auf. Daraus können sich wertvolle Ideen ergeben, mit denen du Schritt für Schritt das passende Thema für deine anstehende Hausarbeit findest. Beachte dabei, dass du dich bei dieser Methode kurz fassen musst. Innerhalb deines Clusters ist kein Platz für lange Ausführungen. Konzentriere dich stattdessen auf einzelne Schlagwörter und die jeweiligen Verbindungen zwischen diesen Assoziationen. Bei der Methode ist es wichtig, dass du dich wirklich auf den kreativen Prozess einlässt und dir genug Zeit dafür nimmst. Wenn dir die Ideen ausgehen, schau dir dein Cluster nochmal aufmerksam an und knüpfe vielleicht wieder am ursprünglichen Hauptbegriff an.
 


2. Kreative Momente nutzen

Du kommst einfach nicht in die kreative Stimmung, obwohl du dringend eine gute Idee brauchst? In diesem Fall können dir vorherige kreative Momente helfen. Für diese Methode brauchst du einen Moment in der Vergangenheit, in dem du besonders kreativ warst. Jetzt versuchst du, dich so intensiv wie möglich an diesen Moment zu erinnern. Damit die Wahrnehmung möglichst realistisch ist, musst du in die Erinnerung eintauchen und dich, so gut es geht, in die Situation zurückversetzen. Um diese Erinnerung in Zukunft schnell abrufen zu können, wenn du eine Blockade hast, können auch bestimmte Gesten helfen. Während du einen kreativen Moment in deinen Gedanken rekonstruierst, könntest du zum Beispiel zwei Finger fest aufeinander drücken, schnipsen oder an dein Ohrläppchen fassen. Dann hast du diese Geste mit der Erinnerung an Kreativität verknüpft und kannst sie nutzen, um dich in eine kreative Stimmung zu versetzen.
 


3. Neue Impulse vs. Rituale

Im immer gleichen Alltagstrott ist es unmöglich, kreativ zu sein? Viele Menschen sind der Meinung, dass Gewohnheiten und Rituale kreative Prozesse stören und neue Ideen verhindern. Das kann in manchen Situation auch der Fall sein. Wenn du blind den alltäglichen Abläufen folgst und gar nicht mehr darüber nachdenken musst, was als nächstes passiert, ist das nicht besonders herausfordernd für dein Gehirn. Dann können neue Impulse wichtig sein, um deine Kreativität zu aktivieren. Manchmal hilft es schon, intensiv über ein Thema nachzudenken und dich nur darauf zu konzentrieren. Ohne Ablenkungen entwickelst du meist vielfältigere Ideen. Anderen Menschen hingegen helfen Rituale sogar dabei, kreativ zu sein. Bestimmte Handlungsweisen, die dich bislang immer in eine kreative Stimmung versetzt haben, können auch in Form einer wiederkehrenden Routine praktisch sein. Vielleicht hilft dir eine Musikrichtung oder ein Ort dabei, gute Ideen zu entwickeln. In diesem Fall sind Rituale nicht einengend, sondern sinnvoll.
 


4. "Walt-Disney-Methode"

Kommst du bei einem Problem oder einer Idee nicht weiter? Dann kann es helfen, dich entsprechend der sogenannten "Walt-Disney-Methode" dem Problem aus verschiedenen Perspektiven zu nähern. Bei dieser Methode stehen drei Charaktere im Vordergrund: Der Träumer, der Realist und der Kritiker. Da du kein Team an deiner Seite hast, versetzt du dich einfach selber nacheinander in diese drei Positionen. In der Rolle des Träumers kannst du deinen Ideen einfach freien Lauf lassen. Ob sie überhaupt umsetzbar sind, spielt keine Rolle. Egal wie verrückt die Ideen sind - dem Träumer sind keine Grenzen gesetzt. Mit der konkreten Umsetzung der Ideen beschäftigt sich erst der Realist. Zuletzt überprüft der Kritiker die Ideen und deren Umsetzung und geht auf eventuelle Risiken und Probleme ein. Benannt ist die Strategie nach dem Disney-Begründer Walt Disney, dem nachgesagt wird, diese drei Charaktere in seinem Wesen vereint zu haben. Die Methode hilft dir dabei, deine vagen Ideen zu konkretisieren und sie bis hin zur tatsächlichen Umsetzung zu durchdenken.
 


5. Ideentagebuch

Damit deine Ideen nach einer kreativen Phase nicht verloren gehen, ist es praktisch, ein Ideentagebuch zu führen. Das hat nicht nur den Vorteil, dass du keine gute Idee mehr vergisst, sondern entlastet auch deinen Kopf. Wenn du eine Idee erstmal aufgeschrieben hast, brauchst du dich nicht mehr bemühen, sie im Kopf zu behalten. Im Tagebuch hältst du ungefiltert alle Ideen fest, die dir zu bestimmten Themen einfallen. Damit die Eingebungen nicht nur Buchseiten füllen, solltest du deine Einfälle in regelmäßigen Abständen sichten und überarbeiten. Vielleicht schaffst du es, alle zwei Wochen ein oder zwei Ideen herauszusuchen und dich mit der konkreten Umsetzung zu beschäftigen. Wenn du deine Ideen immer wieder vor Augen hast, fördert das zudem deine allgemeine Kreativität und bringt dich wiederum auf ganz neue Ideen. Entwickele immer mal wieder einige Einfälle weiter, damit dein Ideentagebuch nicht zu voll wird und du nicht den Überblick verlierst.
 

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Die Autorin: Hannah Reuter
Die Autorin: Hannah Reuter

Die Autorin: Hannah Reuter

Hobbyköchin, Schoko-Junkie, Ordnungsfreak: In Hannover geboren und aufgewachsen, unternahm Hannah nach dem Abi eine Interrailreise quer durch Europa. Anschließend zog sie der Traum vom Journalismus in die Medienstadt Hamburg, wo sie seit 2018 Politikwissenschaft studiert. Sie liebt es zu reisen, erkundet momentan aber vor allem ihre Wahlheimat. Für Pointer schreibt Hannah über Themen rund ums Studium und den Uni-Alltag.