To-do-Listen und ein Wochenplan helfen dir beim produktiven Studieren im Home-Office (Foto: Jacob Lund/Shutterstock.com) To-do-Listen und ein Wochenplan helfen dir beim produktiven Studieren im Home-Office (Foto: Jacob Lund/Shutterstock.com)
"Digitales Semester"

So steigerst du deine Produktivität beim Studieren im Home-Office

Als Student produktiv im Home-Office zu arbeiten, ist bei dem herrschenden Durcheinander der Online-Lehre nicht so einfach. Vielen Studenten fällt es schwer, sich ihre Zeit passend einzuteilen und alle Aufgaben unterzukriegen. Wenn du im Home-Office ziel- und planlos bist, verhelfen dir diese sieben Tipps zu mehr Produktivität.

1. Wochenplan erstellen

So wie sonst ein normaler Stundenplan dabei hilft, deine Tage zu organisieren, kannst du jetzt in der Corona-Zeit deinen eigenen Wochenplan erstellen. Das klingt einfach, ist angesichts des Chaos der Online-Lehre aber manchmal ganz schön schwierig. Am besten trägst du zuerst deine festen Termine ein, die du nicht flexibel verschieben kannst - zum Beispiel Online-Vorlesungen oder vereinbarte Videokonferenzen. Beachte dabei auch Veranstaltungen, die vielleicht nur im zweiwöchigen Rhythmus stattfinden. Jetzt solltest du dir einen Überblick über deine Aufgaben verschaffen, die du diese Woche erledigen musst. Je nachdem, wie viel Zeit du für die jeweilige Aufgabe brauchst, trägst du sie in die Lücken in deinem Wochenplan ein. Am Ende hast du einen genauen Ablaufplan für deine Woche, an dem du dich orientieren solltest.
 


2. To-do-Listen

Zusätzlich zu deinem ausführlichen Wochenplan helfen dir To-do-Listen dabei, deine Ziele zu strukturieren. Am besten fertigst du für jeden Tag eine neue Aufstellung an, damit du deine Aufgaben nicht aus den Augen verlierst. Wenn du Probleme damit hast, deine Zeit effektiv einzuteilen, kannst du die jeweilige To-do-Liste so kleinschrittig wie möglich in deinen Wochenplan integrieren. Das motiviert dich nicht nur dazu, produktiv zu sein, sondern erleichtert dir zudem die Organisation deines Alltags im Home-Office.
 


3. Timer stellen

Besonders wenn du dazu neigst, dir bei manchen Aufgaben zu viel Zeit zu lassen und ständig herumtrödelst, hilft dir ein Timer bei der Steigerung deiner Produktivität. Mit Zeitdruck lässt es sich oft besser arbeiten, Ablenkungen blendet man dann aus. Gib dir zum Beispiel für die Bearbeitung einer Aufgabe 25 Minuten Zeit und stelle dafür den Timer. Danach nimmst du dir fünf Minuten Pause. Diese Methode wird auch "Pomodoro-Technik" genannt. Du wirst sehen, dass du viel fokussierter bist und versuchst, die Zeit nicht zu überschreiten. Wenn du am Ende doch ein paar Minuten länger brauchst, ist das nicht so schlimm. Die Hauptsache bei dieser Methode ist, dass du den simulierten Zeitdruck ernst nimmst und dich bemühst, den Timer zu unterbieten.
 


4. Ziele visualisieren

Niemand wird dazu gezwungen zu studieren. Was ist also das Ziel, das du mit deinem Studium verfolgst? Wenn du dich in einer langweiligen Online-Vorlesung mal wieder mit dem Sinn deines Studiums auseinandersetzt, solltest du dir diese Frage stellen. Wenn du dir deine übergeordneten Ziele, wie etwa einen bestimmter Berufswunsch, immer wieder vor Augen führst, steigerst du auch deine Produktivität. Es wird dir leichter fallen, konzentriert zu arbeiten, wenn du die Aufgaben als Teil eines großen Ganzen siehst. Jede erledigte Aufgabe und bestandene Klausur bringt dich deinem Ziel ein Stück näher. Falls du dein Ziel aus den Augen verlierst, kann es helfen, es zu visualisieren. Häng dir zum Beispiel ein kleines Plakat über deinen Schreibtisch voll mit Bildern, Zitaten und Vorzügen deines Traumberufs. Es gibt kaum eine bessere Motivation im Home-Office.
 


5. Abwechslung trotz Home-Office

Fällt es dir von Tag zu Tag schwerer, dich morgens an deinen Schreibtisch zu setzen? Wenn schon der Gedanke an dein Home-Office vollständigen Motivationsverlust auslöst, brauchst du Abwechslung. Probiere doch mal eine neue Umgebung zum Arbeiten aus, wenn du die Chance dazu hast. Bei schönem Wetter verlegst du dein Home-Office einfach auf den Balkon. Der frische Wind bringt auch deine Motivation zurück. In einer neuen Atmosphäre, die keine negativen Assoziationen weckt, bist du wahrscheinlich produktiver als am Schreibtisch. Es kann auch helfen, deinen Arbeitsplatz neu zu gestalten und gemütlicher zu machen. Wenn du dich nämlich in deiner Arbeitsumgebung wohlfühlst, steigert das auch deine Produktivität.
 


6. Prokrastination verhindern

Du schiebst einige Aufgaben so lange vor dir her, dass sie dich irgendwann ernsthaft belasten? Besonders im Home-Office fehlen Dozenten und Kommilitonen, die dich an bestimmte Aufgaben immer wieder erinnern, sodass du quasi gezwungen bist, sie zeitnah zu erledigen. Aufschieberitis hat es im Home-Office also leichter. Um Prokrastination im Studium zu Hause zu verhindern, solltest du dir überlegen, warum du bestimmte Aufgaben so weit aufschiebst. To-dos, die auf den ersten Blick extrem zeitaufwändig wirken oder keinen Spaß versprechen, fallen besonders oft der Prokrastination zum Opfer. Schau dir die Aufgaben genau an, bevor du sie wieder aufschiebst. Wenn du eine riesige Aufgabe in viele kleine zerlegst, verliert sie schnell ihren Schrecken. Mach dir einen Plan, wann du welche Teilaufgabe erledigst. So kannst du praktisch dabei zuschauen, wie der Berg an Aufgaben immer kleiner wird, und bleibst motiviert.
 


7. Multitasking vermeiden

Du versuchst, so viele Aufgaben gleichzeitig zu erledigen, dass du am Ende des Tages keine einzige komplett geschafft hast? Das trägt nicht zur Motivation bei. Damit du auch im Home-Office regelmäßig Erfolgserlebnisse hast, solltest du eine Aufgabe nach der anderen erledigen. Sortiere deine To-dos nach ihrer Dringlichkeit und Wichtigkeit. Jetzt machst du dich zuerst an die Aufgabe, die ganz oben steht. So kannst du deine To-do-Liste viel schneller abarbeiten. Es ist außerdem einfacher, sich nur auf eine Sache zu konzentrieren. Schwebt dir eine besonders wichtige Aufgabe, auf die du so gar keine Lust hast, die ganze Zeit im Kopf herum? Dann solltest du sie als erste erledigen. Dann bist du eine Ablenkung los und musst dir nicht mehr darüber den Kopf zerbrechen.

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Die Autorin: Hannah Reuter
Die Autorin: Hannah Reuter

Die Autorin: Hannah Reuter

Hobbyköchin, Schoko-Junkie, Ordnungsfreak: In Hannover geboren und aufgewachsen, unternahm Hannah nach dem Abi eine Interrailreise quer durch Europa. Anschließend zog sie der Traum vom Journalismus in die Medienstadt Hamburg, wo sie seit 2018 Politikwissenschaft studiert. Sie liebt es zu reisen, erkundet momentan aber vor allem ihre Wahlheimat. Für Pointer schreibt Hannah über Themen rund ums Studium und den Uni-Alltag.