Steuererklärung

Mit diesen Steuertipps für Studierende sparst du viel Geld

published: 30.06.2020

Auch für Studierende kann es sich lohnen, eine Steuererklärung abzugeben (Foto: fizkes/Shutterstock.com) Auch für Studierende kann es sich lohnen, eine Steuererklärung abzugeben (Foto: fizkes/Shutterstock.com)

Im Studium ist es nicht notwendig, eine Steuererklärung abzugeben? In vielen Fällen ist eine Steuererklärung zwar nicht verpflichtend, aber Geld bekommst du dann garantiert auch nicht zurück. Selbst wenn du nur einen Minijob hast und vielleicht gar keine Steuern zahlst, kann sich eine Steuererklärung lohnen. Pointer kennt sechs Steuertipps für Studierende, mit denen du eine Menge Geld sparen kannst.

1. Erst- oder Zweitausbildung?

Bevor du dich mit Steuertricks für Studierende beschäftigst, solltest du erstmal überlegen, ob es sich bei deinem aktuellen Studium um eine Erst- oder Zweitausbildung handelt. Diese Unterscheidung ist wichtig dafür, wie und in welcher Höhe du Kosten von der Steuer absetzen kannst. Eine Erstausbildung ist etwa ein Bachelorstudium, das du direkt nach dem Abitur oder der Fachhochschulreife beginnst und zuvor keine Ausbildung gemacht hast. Als Zweitausbildung gilt dein Studium, wenn du davor bereits eine Ausbildung absolviert hast. Dazu zählen auch das Masterstudium nach einem Bachelor oder ein Zweitstudium.

Wenn du zurzeit deine Erstausbildung absolvierst, bist du steuerlich benachteiligt, weil du im Rahmen deines Studiums anfallende Kosten nur als Sonderausgaben bis zu 6.000 Euro geltend machen kannst. Der Nachteil an dieser Regelung ist, dass die Sonderkosten nur in dem Jahr berücksichtigt werden, in dem sie angefallen sind. Da viele Studierende kein oder nur ein geringes Einkommen haben, sind die Sonderausgaben oft wirkungslos. Befindest du dich allerdings in der Zweitausbildung, kannst du Ausgaben als Werbungskosten geltend machen. Dazu zählen etwa die Studiengebühren, Materialkosten, Bewerbungskosten und viele andere Ausgaben, die du im Rahmen deines Studiums tätigst. Bei den Werbungskosten werden dir pauschal 1.000 Euro angerechnet. Wenn du höhere Ausgaben hattest, kannst du das mithilfe von Belegen nachweisen.
 

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2. Belege sammeln

Die Steuerregelungen sind oft ziemlich schwer zu durchblicken. Aber bevor du durch Unordnung viel Geld verschenkst, sortiere deine Unterlagen regelmäßig. Behalte vorsichtshalber alle Belege, die Ausgaben für dein Studium nachweisen. Besonders wenn du dich in der Zweitausbildung befindest und Werbungskosten geltend machen kannst, lohnt sich der Aufwand. Denn im Gegensatz zu den Sonderausgaben in der Erstausbildung können Werbungskosten auch noch in den ersten Jahren nach dem Studium genutzt werden. So erreichst du in der ersten Zeit der Berufstätigkeit eine Steuerminderung.

3. Rückerstattung trotz fehlenden Einkommens

Auch wenn du während deines Zweitstudiums kein Einkommen hast und damit gar keine Steuern zahlst, kannst du die anfallenden Kosten geltend machen. Wenn deine Ausgaben durch dein Studium höher sind als deine Einnahmen, wird das steuerlich als Verlust betrachtet. Diesen Verlust kannst du in deiner Steuererklärung angeben und damit einen Verlustvortrag oder auch eine Verlustfeststellung machen. Während deines Studiums sammelst du nun diese Verluste, damit sie bei deinem Berufseinstieg mit deinem festen Gehalt verrechnet werden können. Auf diese Weise erhältst du die Erstattung der Kosten aus deinem Studium erst, wenn du bereits ein Einkommen hast, auf das diese Beträge angerechnet werden können.
 

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4. Steuervorteile im dualen Studium

Eine besondere Art der Erstausbildung ist das duale Studium mit gleichzeitiger Ausbildung. Da du dabei ein Einkommen hast, das in den meisten Fällen über dem jährlichen Freibetrag liegt, zahlst du auch Steuern. Im Gegensatz zur regulären Erstausbildung kannst du viele Ausgaben im Zusammenhang mit deinem dualen Studium als Werbungskosten absetzen. Dazu zählen beispielsweise Fahrten zum Unternehmen und zur Hochschule sowie die Studiengebühren, falls das Unternehmen diese nicht für dich übernimmt. Diese Vorteile können auch Studierende mit Dienstverhältnissen, zum Beispiel in der Bundeswehr, nutzen.

5. Doppelte Haushaltsführung

Ein weiterer Steuertrick für Studierende ist die doppelte Haushaltsführung. Wenn du an deinem Studienort mit einer Zweitwohnung angemeldet bist, in deiner Heimat aber zusätzlich eine weitere Wohnung unterhältst, kannst du die gesamten Mietkosten für die Zweitwohnung von der Steuer absetzen. Für diese Möglichkeit müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. Du musst die Zweitwohnung, dazu zählen auch WG-Zimmer, zum Zwecke deines Studiums beziehen. Außerdem muss die Uni von deiner Zweitwohnung aus schneller zu erreichen sein als von deinem Hauptwohnsitz. Der Erstwohnsitz muss dein Lebensmittelpunkt sein, was zum Beispiel der Fall ist, wenn deine Familie und deine Freunde dort leben. Zuletzt musst du nachweisen, dass du dich an den Kosten für den Erstwohnsitz finanziell beteiligst. Diese Beteiligung muss die Grenze von zehn Prozent der monatlichen Kosten überschreiten. Du kannst also zum Beispiel als Erstwohnsitz ein Zimmer im Haus oder in der Wohnung deiner Eltern angeben, musst dich dann aber finanziell an ihren Kosten beteiligen, damit du einen steuerlichen Vorteil hast. Zusätzlich zu den Mietkosten für deine Zweitwohnung kannst du auch Fahrten zum Heimatort, Umzugskosten und Ausgaben für Möbel steuerlich geltend machen.
 

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6. Steuer-Apps nutzen

Wenn für dich die Welt der Steuern ein einziges undurchschaubares Durcheinander ist, solltest du dir Hilfe holen, statt auf dein Geld zu verzichten. Dafür brauchst du keinen teuren Steuerberater oder einen Lohnsteuerhilfeverein, sondern kannst deine Einkommenssteuererklärung auch mit der Unterstützung von Apps und anderen Programmen erstellen. Lass dich nicht von den komplizierten Formulierungen und vielen Zahlen verunsichern. Es wäre doch wirklich schade, wenn du das Geld, das eigentlich dir zusteht, nicht wiederbekommst, weil dich der Aufwand abschreckt. Mit Apps wie "Steuerbot" oder dem Programm "Steuersparerklärung" von Steuerhelden kannst du auch ohne Vorwissen deine Steuererklärung abgeben und dir dein Geld zurückholen.
 

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— steuerbot May 23, 2019

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Die Autorin: Hannah Reuter

Die Autorin: Hannah Reuter

Hobbyköchin, Schoko-Junkie, Ordnungsfreak: In Hannover geboren und aufgewachsen, unternahm Hannah nach dem Abi eine Interrailreise quer durch Europa. Anschließend zog sie der Traum vom Journalismus in die Medienstadt Hamburg, wo sie seit 2018 Politikwissenschaft studiert. Sie liebt es zu reisen, erkundet momentan aber vor allem ihre Wahlheimat. Für Pointer schreibt Hannah über Themen rund ums Studium und den Uni-Alltag.

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