Black Lives Matter

So gehst du mit Rassismus auf der Familienfeier um

published: 13.07.2020

Rassistische Kommentare auf Familienfeiern solltest du nicht einfach stehen lassen (Foto: Monkey Business Images/Shutterstock.com) Rassistische Kommentare auf Familienfeiern solltest du nicht einfach stehen lassen (Foto: Monkey Business Images/Shutterstock.com)

Auf der Familienfeier gibt die Tante mal wieder einen rassistischen Witz zum Besten? Egal ob du davon direkt betroffen bist oder nicht - du solltest solche diskriminierenden Kommentare nicht einfach stehen lassen. Pointer hat fünf Tipps für dich, wie du mit einer solchen Situation umgehst, ohne die Beleidigungen - wie sonst oft - höflich zu überhören.

1. Auf das Verhalten aufmerksam machen

In vielen Fällen wissen die Menschen, die rassistische Bemerkungen machen, dass ihre Aussagen rassistisch sind. Dennoch ist es etwas anderes, wenn sie explizit darauf aufmerksam gemacht werden. Weise deswegen deine Verwandten auf ihr Verhalten hin, ohne sie direkt an den Pranger zu stellen. Vielleicht lässt du eine kurze Bemerkung fallen, die deutlich macht, dass rassistische Witze, über die viele lachen, andere Menschen verletzen. Vielleicht haben sich einige deiner Verwandten ja noch nie wirklich Gedanken darüber gemacht, weil sie nicht von Rassismus betroffen sind. Indem du sie darauf aufmerksam machst, bringst du sie eventuell dazu, ihr Verhalten und ihre Gewohnheiten zu hinterfragen und kritisch zu betrachten.
 

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2. Keine Angst, deine Meinung zu sagen

Es ist verständlich, wenn du dich bei Familienfeiern eher zurückhältst und anderen die Bühne überlässt. Sobald es aber zu rassistischen Bemerkungen kommt, solltest du keine Angst haben, deine Meinung zu sagen. Diejenigen, die solche Kommentare fallen lassen, bekommen vermutlich viel zu selten Gegenwind, was das Thema Rassismus betrifft. Zeige ihnen an deinem Beispiel, dass die meisten nicht wie sie denken und viele sich oft nur nicht trauen, etwas dagegen zu sagen. Damit nimmst du diesen Personen ganz schnell den Wind aus den Segeln, bevor sie sich in Rage reden können. Letztendlich vertrittst du ja nur deine eigene Meinung und willst niemandem verbieten, anderer Meinung zu sein - egal wie abwegig du diese Ansichten auch findest.
 

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There is so much going on in the world today and I want to do my part. I vote, I'm socially aware and active, but I'm excited about an opportunity to care for others. I want to pamper women across the nation. I'm looking for 3 black women in every state to send a pampering package to! Can you help me? I want to color this map in pink - all women deserve to feel good in the skin they are in. A portion of all proceeds resulting from this effort will be donated to #blacklivesmatters initiatives. I believe everyone should be treated equally and #blacklivesmatter. Help me bring a smile to someone's face with a pampering package and support women across the country.

— rjanetos June 23, 2020

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3. Diskussionen zulassen

Sobald du deinen Verwandten deine Meinung zu dem Thema Rassismus offenbart hast, steckst du vermutlich schon in einer lebhaften Diskussion. Statt dich leise zu entfernen, um Stress zu vermeiden, lasse die Diskussion zu. Auch wenn es oft schwer ist, mit Personen zu diskutieren, die rassistische Ansichten vertreten oder Rassismus in irgendeiner Form relativieren wollen, hast du die besten Argumente auf deiner Seite. Bleib einfach ruhig, höre zu und konfrontiere deine Verwandten auf eine sachliche Art und Weise mit deinen Ansichten. Du wirst sehen, wie schnell ihnen die Argumente ausgehen und sie zurückrudern werden. Du hast dich schließlich ausreichend mit dem Thema Rassismus auseinandergesetzt und dir eine fundierte Meinung gebildet.
 

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4. Informationen anbieten

Wahrscheinlich willst du deinen Verwandten keine bösen Absichten unterstellen. Doch obwohl viele Menschen ihre Äußerungen nicht böse meinen, ist und bleibt es Rassismus, den sie damit verbreiten. Biete ihnen deswegen die Möglichkeit, sich über das Thema zu informieren. Natürlich hätten sie diese Chance bereits selber nutzen können, aber für viele Menschen ist dieses Thema so weit entfernt, dass sie sich kaum Gedanken darüber machen. Wenn du sie darauf aufmerksam gemacht hast, schlage ihnen doch ein paar Bücher, Internetseiten oder Filme vor, mit denen sie sich über Rassismus informieren können. Vielleicht veränderst du mit deinen Empfehlungen nachhaltig ihre Einstellung und trägst dadurch ein wenig zur Lösung des Problems bei.
 

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Lange saß ich da und habe über den passenden Einstieg für diese Rezension nachgedacht. Mir ist bewusst, dass ich in einer privilegierten Situation bin, indem ich nie stark diskriminiert wurde. Für mich war es immer selbstverständlich, Freund*innen aus unterschiedlichen Kulturen zu haben, gerade als ich in London zur Schule gegangen bin, war das nicht ungewöhnlich: Meine beste Freundin war halb-Ägypterin, halb Portugiesin, andere Freundinnen kamen aus Indien, eine weitere aus Malaysia, zwei aus Südkorea. Ich selbst bin halb-deutsch, halb-polnisch und habe es immer als große Bereicherung erlebt, von verschiedenen Kulturen umgeben zu sein. In meinem engen Umkreis bin ich mit Rassismus nie direkt in Berührung gekommen, zumindest nicht bewusst. In „Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen“ erzählt Alice Hasters, die als afroamerikanisch-deutsche Frau in Deutschland auf täglicher Basis mit Rassismus konfrontiert wird, aus ihrem Leben. Rassistische Bemerkungen sind manchmal offensichtlich, manchmal verstecken sie sich jedoch in vermeintlich „harmlosen“ Situationen, Fragen oder Bemerkungen. Alice Hasters schildert in diesem Buch viele ihrer eigenen Wahrnehmungen und Erfahrungen, doch dabei spricht aus vielem eine Allgemeingültigkeit. Einiges belegt sie mit historischen Ereignissen und Studien, reflektiert diese und zieht daraus ein eigenes Fazit. Mich hat dieses Buch in erster Linie ein ganzes Stück sensibilisiert und darauf aufmerksam gemacht, wie eine Person mit einem anderen kulturellen Hintergrund als ich, die Welt wahrnimmt. Man merkt, dass sie genau weiß, worüber sie schreibt, indem sie sich mit dem Thema Rassismus fundiert auseinandersetzt. „Was weiße Menschen nicht über Rassimus hören wollen“ ist definitiv eine bereichernde Lektüre, die ich jedem ans Herz legen möchte! #buchundwort #welovebooks #ilovereading #instabooks #booksofinstagram #wasweissemenschennichtüberrassismushörenwollenaberwissensollten #hanserblau #literatur #buecherwurm #buecherliebe #buecher #booksbooksbooks #bookstoread #buchblog #empfehlung #bookstagram #bookish #lesen #lesestoff

— buchwort October 26, 2019

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5. Such dir Unterstützung

Du musst nicht alleine mit einigen deiner Verwandten diskutieren. Fordere andere Familienmitglieder dazu auf, dir beizustehen. Vermutlich vertreten die wenigsten rassistische Ansichten, trauen sich nur nicht, ihre Meinung zu äußern oder haben keine Lust auf die Diskussion. Mach ihnen deutlich, dass es wichtig ist, sich aktiv gegen Rassismus zu positionieren, um etwas zu bewirken. Auf diese Weise machst du vielen Menschen Mut, auch in ihrem Alltag rassistische Kommentare nicht einfach so stehen zu lassen. Gleichzeitig zeigst du den anderen, dass sie mit ihren rassistischen Ansichten in der Minderheit sind und sie diese nicht ungehindert ohne Widerspruch verbreiten können.
 

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Die Autorin: Hannah Reuter

Die Autorin: Hannah Reuter

Hobbyköchin, Schoko-Junkie, Ordnungsfreak: In Hannover geboren und aufgewachsen, unternahm Hannah nach dem Abi eine Interrailreise quer durch Europa. Anschließend zog sie der Traum vom Journalismus in die Medienstadt Hamburg, wo sie seit 2018 Politikwissenschaft studiert. Sie liebt es zu reisen, erkundet momentan aber vor allem ihre Wahlheimat. Für Pointer schreibt Hannah über Themen rund ums Studium und den Uni-Alltag.

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