Die Bayerischen Alpen gehören in der Coronakrise zu den bevorzugten Urlaubsregionen der Deutschen (Foto: Juergen_Wallstabe/Shutterstock.com) Die Bayerischen Alpen gehören in der Coronakrise zu den bevorzugten Urlaubsregionen der Deutschen (Foto: Juergen_Wallstabe/Shutterstock.com)
Studie

So ändert Corona das Urlaubs­verhalten in Deutschland

Am liebsten in Deutschland und am liebsten draußen - so lassen sich die Urlaubsvorlieben der Deutschen in Zeiten von Corona zusammenfassen. Dies hat eine repräsentative Studie des Centrums für marktorientierte Tourismusforschung der Universität Passau ergeben. Trotz der Pandemie hält über die Hälfte der deutschen Reisenden an ihren Urlaubsplänen fest.
 


Nordsee bis Bayerischer Wald

Schon 2019 galt die Bundesrepublik laut der Reiseanalyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.V. (FUR) als das wichtigste Reiseland der Deutschen. Gut ein Viertel der Befragten gab damals an, den Urlaub im eigenen Land zu verbringen. Die Corona-Krise hat diesen Trend verstärkt: Laut CenTouris-Studie möchten nun mehr als 50 Prozent der Reisenden ihren diesjährigen Urlaub im Heimatland verbringen. Die diesjährigen Lieblingsziele: im Norden Deutschlands die Nord- und Ostsee, in Süddeutschland die Bayerischen Alpen. Zudem sind der Bayerische Wald und der Schwarzwald sehr beliebt. Auch im Hinblick auf die Art des Urlaubs zeichnet die bundesweite Erhebung ein deutliches Bild: Mindestens vier von fünf Deutschen setzen in diesem Sommer verstärkt auf Aktivitäten in der freien Natur, um Abstandsregeln und weitere Hygienemaßnahmen einfacher umsetzen zu können.
 


"Die Menschen sind vorsichtig geworden"

"Auslandsreisen, die mit dem Auto erreichbar sind, kommen für die Deutschen durchaus weiterhin in Frage", sagt Institutsleiter Dr. Stefan Mang laut Pressemitteilung der Universität Passau. So seien insbesondere europäische Länder für deutsche Touristen weiterhin attraktiv. Ganz oben auf der Liste: die Niederlande, Österreich und Kroatien. Schweden bleibe hingegen für mehr als 90 Prozent der Befragten trotz offener Grenzen ein "No-go". "Dies ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auf den Sonderweg Schwedens im Umgang mit der Pandemie zurückzuführen", so Mang. Entscheidend für die Wahl des Reiseziels seien somit nicht allein die Einreisebestimmungen: "Die Menschen sind insgesamt vorsichtig geworden."
 


Ferienwohnungen beliebt wie nie

Ein weiteres zentrales Ergebnisse der Studie ist die zunehmende Beliebtheit von Ferienwohnungen. In der Wahl der Reiseunterkunft zeigt sich eine deutliche Veränderung der Präferenzen: Ferienhäuser und Ferienwohnungen werden jetzt von 43 Prozent bevorzugt, im Hotel übernachten wollen 32 Prozent. Zuvor war das Verhältnis fast genau umgekehrt. Auch Campingplätze mit Wohnmobilen oder Zelten verbuchten einen Zugewinn, ebenso private Übernachtungen bei Freunden oder Bekannten. Stabil blieb die Nachfrage nach Pensionen, Appartementhäuser hingegen verloren an Zuspruch.

[PA]

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