Pointer verrät dir Tipps, mit denen dein erster Camping-Urlaub zum Erfolg wird (Foto: Solis Images/Shutterstock.com) Pointer verrät dir Tipps, mit denen dein erster Camping-Urlaub zum Erfolg wird (Foto: Solis Images/Shutterstock.com)
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So wird der erste Camping-Urlaub ein Erfolg

Entschleunigung, Nähe zur Natur und Ruhe auf der einen, keine Elektrizität und Enge auf der anderen Seite. Du willst dieses Jahr zum ersten Mal einen Camping-Urlaub machen, aber machst dir Sorgen, dass das nichts für dich ist? Pointer hat sechs Tipps für dich, mit denen deine Reise ein voller Erfolg wird. Wer weiß, vielleicht schlummert in dir ein echter Camping-Fan!

1. Wetter überprüfen

Das A und O vor jeder Art von Reise ist der Blick auf die Wettervorhersage. Beim Campen verbringst du den Großteil deiner Zeit im Freien, wodurch das Wetter eine noch größere Rolle spielt. Du solltest es im Zusammenhang mit deiner Art zu wohnen betrachten. Wenn du zelten möchtest, aber sieben Tage Regen und Wind angesagt sind, ist es gegebenenfalls besser, dein Reiseziel nach Möglichkeit noch zu ändern. Fährst du mit einem Wohnwagen, Wohnmobil oder Campervan, kann Regen sehr gemütlich sein. In diesem Fall solltest du Dinge einpacken, mit denen man sich drinnen beschäftigen kann, wie Spiele, Bücher, Zeichenutensilien oder heruntergeladene Filme und Serien.
 


2. Equipment testen

Um Fiaskos vor Ort zu umgehen, teste dein Camping-Equipment bevor es los geht. Vielleicht hast du dir das alte Zelt aus dem Keller deiner Eltern ausgeliehen. Auch wenn es nervig ist, lohnt es sich, dieses einmal im Garten aufzubauen. So weißt du, ob alle Heringe vorhanden und alle Planen heil sind. Außerdem kannst du dir dabei grob merken, wie das Zelt aufgebaut wird und verkürzt dadurch die Aufbauzeit an deinem Zielort. Auch neue Utensilien, wie Campingkocher solltest du vor der Abreise ausprobieren, um sicher zu gehen, dass du weißt, wie sie funktionieren, und dass du alles dabei hast, was du für die Benutzung brauchst.
 


3. Apps für Stellplätze benutzen

Du hast Lust aufs Campen, bist aber in Zeiten von Corona kein Fan von Menschenmassen und deshalb abgeschreckt von großen Campingplätzen, auf denen Wohnwagen und Zelte dicht nebeneinander stehen? Du würdest dich mit deinem Campervan lieber in die einsame Natur stellen? Schwierig, denn Wildcampen ist in den meisten Fällen verboten. Trotzdem musst du nicht auf einen vollen Campingplatz ziehen. Denn an vielen Orten gibt es Stellplätze für Campervans, Wohnmobile und -wagen. Diese sind oft kostenlos und meistens recht klein - die Anzahl deiner Nachbarn ist also begrenzt. Finden kannst du solche Orte über Apps wie "Park4Night". Mit der GPS-Funktion deines Handys zeigen sie dir Stellplätze an sowie die Bewertungen anderer Camper. Du kannst dabei Spezifikationen, zum Beispiel den Zugang zu Trinkwasser, Toiletten oder die Nähe zu einem Badegewässer, angeben. Da es sich bei vielen dieser Orte um Schotterplätze handelt, sind sie für Zelte allerdings nicht geeignet. Informiere dich am besten im Voraus darüber, ob es an deinem Ziel genug solcher Stellplätze gibt. Außerdem solltest du bedenken, dass es keinen umfassenden Service mit Duschen, Einkaufsmöglichkeiten und Entertainment gibt wie auf Campingplätzen.
 


4. Minimalistisch packen

Wie viel du einpackst, wenn du in ein Hotel fährst, ist relativ egal. Nach der Ankunft kannst du deine Klamotten in den Schrank hängen und deine Waschprodukte im Badezimmer aufstellen. Eine andere Sache ist es, wenn du für eine gewisse Zeit aus deiner Reisetasche leben musst, die neben dir im Zelt oder im Campervan unter dem Bett Platz finden muss. Du wirst dich im Nachhinein ärgern, wenn du jeden Tag Sachen durchwühlen musst, die du gar nicht benutzt, um die wichtigsten Dinge zu finden. Packe deine Klamotten nach Wettervorhersage und stecke dir lieber zusätzlich ein Stück Kernseife in die Tasche, mit der du im Fall der Fälle deine Kleidung waschen kannst. Auch auf Wertgegenstände solltest du so weit wie möglich verzichten, besonders wenn du nur mit einem Zelt unterwegs bist.
 


5. Vorschriften beachten

In Zeiten der Corona-Pandemie ist es besonders wichtig, dass du dich über die Zustände und Vorschriften informierst, die in der Region herrschen, in die du reisen willst. Mache dich mit den geltenden Maßnahmen vertraut und bereite dich gegebenenfalls darauf vor, in dem du zum Beispiel ausreichend Mund-Nasen-Masken einpackst. Wenn du mit Wohnmobil, Van oder Auto reist, musst du dich ebenfalls über die Vorschriften für Fahrzeuge und Straßen schlau machen. Eventuell brauchst du eine Umweltplakette, die in die Windschutzscheibe geklebt wird. Wenn eine Maut für die Benutzung der Autobahn gezahlt werden muss, lohnt es sich vielleicht, eine Route zu planen, die über Landstraßen führt.
 


6. Auf neue Erfahrungen einlassen

Wenn du noch nie campen warst, ist es ganz normal, dass der Gedanke daran, nicht durchgehend Zugang zu einer privaten Toilette und fließendem Wasser zu haben, beunruhigend ist. Zugegeben, Campen ist wohl eine der am wenigsten luxuriösen Arten zu verreisen. Du solltest deinen Urlaub in keinem Fall mit einem Aufenthalt im Hotel vergleichen. Dafür bietet dir Campen aber eine andere Art von Erholung, da du unabhängig und frei bist. Wenn du ohne überzogene Erwartungen an deinen ersten Camping-Urlaub heran gehst, wird dich die Nähe zur Natur und die Selbstbestimmtheit, dorthin zu fahren, wo du willst, und potenziell jeden Tag an einem anderen Ort schlafen zu können, überzeugen.
 

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Die Autorin: Hanna Kunst
Die Autorin: Hanna Kunst

Die Autorin: Hanna Kunst

Sonnenliebhaberin, Lockenkopf, Enthusiastin – Hanna wuchs am Rand von Hamburg auf und schätzt das Landleben ebenso wie den Trubel der Hansestadt. Seit 2020 studiert sie Kulturwissenschaften in Lüneburg und findet dabei Medientechnik und Stadtplanung besonders spannend. In ihrer Freizeit hört sie gern Livemusik, probiert neue Rezepte aus, macht Yoga und fotografiert analog. Für Pointer schreibt Hanna über Lifestyle-Themen und führt als Reporterin Interviews.