In diesem Reise-Tipp findest du alles, was du vor deinem Urlaub an der französischen Atlantikküste wissen musst (Foto: CARSIL/Shutterstock.com) In diesem Reise-Tipp findest du alles, was du vor deinem Urlaub an der französischen Atlantikküste wissen musst (Foto: CARSIL/Shutterstock.com)
Reise-Tipp

Urlaub an der französischen Atlantikküste

Du sehnst dich nach prallem Sonnenschein, rauschendem Meer, langen Strandspaziergängen, Sonnenuntergängen über dem Wasser? Du liebst es, durch kleine Städte zu bummeln? Dann ist die Zeit reif für einen Sommerurlaub nach deinem Geschmack: Im Südwesten Frankreichs, zwischen der Loire und den Pyrenäen, liegt ein Gebiet, dass bei Urlaubern als die französische Atlantikküste bekannt ist. In den Sommermonaten erreichen die Temperaturen hier im Durchschnitt von 24 bis 26 Grad im Schatten. Genug, damit Sonnenliebhaber auf ihre Kosten kommen, aber nicht so extrem heiß, dass keine Energie mehr für Unternehmungen bleibt. In diesem Reise-Tipp erfährst du alles, was du wissen musst, um zu entscheiden, ob die französische Atlantikküste der Urlaubsort für dich ist.
 


Anreisen und Wohnen

Wer an die französische Atlantikküste reisen will, hat die Wahl. Flughäfen gibt es in den Städten Biarritz und Bordeaux. Allerdings kann der Flugverkehr wegen der Corona-Pandemie eingeschränkt sein. Informiere dich vorab zudem ausführlich über mögliche Reisehinweise des Auswärtigen Amtes und die Coronabestimmungen vor Ort. Du benötigt als jemand, der aus Deutschland einreist, voraussichtlich z.B. einen negativen PCR-Test oder Antigentest bzw. einen Nachweis über eine vollständige Impfung mit einem Impfstoff, der von der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA zugelassen ist, oder einen höchstens sechs Monate alte Nachweis der Genesung von einer COVID-19-Infektion. Da sich die Pandemie-Lage jederzeit ändern und neue Regionen als Risikogebiete eingestuft werden können, informiere dich rechtzeitig vor der Fahrt.

Die Anreise per Zug ist mit einem Umstieg in Paris möglich. Von dort fährt ein Schnellzug in nur zwei Stunden nach Bordeaux. Mit Abstand am beliebtesten und Corona-sicher ist die Anreise mit dem eigenen Auto. Dies bietet sich auch deshalb besonders an, da das Urlaubsgebiet sich über eine gewisse Länge erstreckt und es mehrere interessante Städte und Sehenswürdigkeiten gibt. Mit dem Auto ist man mobil und kann täglich entscheiden, wo es hingehen soll. Die französische Atlantikküste eignet sich auch für einen Roadtrip, bei dem man alle paar Tage ein Stück weiter fährt.

Für eine solche Art von Reise ist Campen die ideale Unterkunfts-Lösung. Campingplätze oder Stellplätze für Wohnmobile und Campervans gibt es in Südwestfrankreich an jeder Ecke. Sie liegen oft dicht am Strand und zwischen schattenspendenden Pinienbäumen. In der Hochsaison kann es ziemlich voll werden. Wenn du also einen bestimmten Campingplatz im Auge hast, lohnt es sich, im Voraus zu buchen. Ansonsten liegen diese auch nie weit auseinander. Wenn der eine also belegt sein sollte, hast du es nicht weit bis zur nächsten Chance. Sollte campen nichts für dich sein, gibt es in den Städten und kleinen Strandorten auch Hotels, Hostels und Ferienwohnungen. Über die gängigen Portale solltest du schnell fündig werden.
 


Natur

Wusstest du, dass in Frankreich auf einen Quadratkilometer nur etwa halb so viele Menschen kommen wie in Deutschland? Auch wenn die Badeorte meist voll mit Urlaubern sind, wird dir schnell auffallen, dass es dazwischen weite Strecken unberührter Natur gibt. Pinienwälder dominieren die Küsten, in denen es morgens recht lange kühl und schattig bleibt. Abends lädt das Zirpen der Grillen zum Verweilen ein. Dann gibt es da noch die langen, feinen Sandstrände, die zu jeder Tageszeit wunderschön sind. Gesäumt werden sie von hohen Sanddünen, von deren Scheitel sich tolle Sonnenuntergänge über dem Ozean beobachten lassen. Das Wasser ist hell und bricht in schaumigen Wellen. Hier solltest du vorsichtig sein, wenn du keine Erfahrungen mit dem Schwimmen in welligem Wasser hast. An manchen Orten fällt der Strand recht schnell ab. Erwischt dich eine Welle falsch, könntest du gegen den Sand gespült werden.
 


Sehenswürdigkeiten

Neben den schönen Stränden gehören auch einige Städte zu den großen Attraktionen der französischen Atlantikküste. Bordeaux liegt etwas weiter im Inland, ist einen Tagesausflug aber auf jeden Fall wert. Die große Altstadt gehört zum UNESCO-Welterbe und eignet sich perfekt dazu, durch die schönen Gassen zu schlendern. Um die Stadt herum liegt das berühmteste Weinanbaugebiet der Welt mit einigen prominenten Weingütern. Ziemlich weit im Süden der Küste findest du Biarritz, einen der beliebtesten Badeorte der Region. Die historischen Bauwerke, Surfshops und kleinen Bars werden dich sofort in ihren Bann ziehen.

In Arcachon ist die Dune du Pilat gelegen. Sie ist mit einer Höhe von bis zu 110 Metern und einer Länge von etwa 2,7 Kilometern die größte Wanderdüne Europas. Der Sonnenuntergang sieht von ihrer Spitze aus atemberaubend aus. Beim Aufstieg fühlt man sich fast ein bisschen wie in der Wüste. Der Regional- und Naturpark Marais Poitevin ist ein halbtrockenes Sumpfgebiet, das oft als die schönste von Menschen geschaffene Landschaft beschrieben wird. Eine Bootstour auf einem der vielen Kanäle ist eine tolle Abwechslung zum Sonnenbad am Strand.
 


Wassersport

Die französische Atlantikküste bietet sehr gute Bedingungen für Wassersport. Sie ist einer der beliebtesten Orte in Europa, um surfen zu gehen. Wenn du den beeindruckenden Trend-Sport ausprobieren willst, bist du hier genau richtig. Biarritz, Hendaye, Lacanau und Anglet können als Hotspots der Surfkultur beschrieben werden. Hier häufen sich die Surfschulen und -camps, welche Kurse von unterschiedlichen Längen für Anfänger und Fortgeschrittene anbieten. Das entspannte, genießerische Lebensgefühl der Surfer bekommst du am besten in einem Surfcamp mit, in dem du auch wohnst. Hier surfst du meist mehrmals täglich unter der Aleitung von erfahrenen Trainern. Wer schon surfen kann und nicht an nur einem Strand bleiben will, kann sich fast überall tageweise ein Board mieten. Auch Kitesurfen, Stand-up-Paddling und Bootfahren ist an der Küste möglich.
 


Kulinarisches

Gutes Essen darf im Urlaub nicht fehlen. Egal ob du im Wohnmobil selber kochst oder es dir lieber in schicken Restaurants gut gehen lässt, einige französische Leckereien solltest du dir nicht entgehen lassen. Morgens kannst du Baguette, Pain au chocolat und Croissants genießen. Traditionell gehören dazu Marmelade und ein Milchkaffee. Baguette gibt es auch abends, dann gerne mit Käse in jeder denkbaren Ausführung. Dazu passt ein Glas Wein aus der Region. An der Atlantikküste gibt es Muschelzucht; Meeresfrüchte gehören also zur französischen Küche. Falls Fisch nichts für dich ist, probiere als Hauptspeise traditionellen Flammkuchen oder Quiche und zum Nachtisch Crème brûlée oder Eclairs.
 

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Die Autorin: Hanna Kunst
Die Autorin: Hanna Kunst

Die Autorin: Hanna Kunst

Sonnenliebhaberin, Lockenkopf, Enthusiastin – Hanna wuchs am Rand von Hamburg auf und schätzt das Landleben ebenso wie den Trubel der Hansestadt. Seit 2020 studiert sie Kulturwissenschaften in Lüneburg und findet dabei Medientechnik und Stadtplanung besonders spannend. In ihrer Freizeit hört sie gern Livemusik, probiert neue Rezepte aus, macht Yoga und fotografiert analog. Für Pointer schreibt Hanna über Lifestyle-Themen und führt als Reporterin Interviews.