Wenn es dir leicht fällt, ein Gespräch anzufangen, lernst du schnell neue Leute kennen. Pointer hat Tipps für lockeren Small Talk (Foto: GaudiLab/Shutterstock.com) Wenn es dir leicht fällt, ein Gespräch anzufangen, lernst du schnell neue Leute kennen. Pointer hat Tipps für lockeren Small Talk (Foto: GaudiLab/Shutterstock.com)
Kommunikation

Small Talk: Diese 7 Tipps helfen dir, das Eis zu brechen

Egal ob im neuen Studiengang, beim Praktikum oder auf Partys - ständig lernst du neue Leute kennen. Vielleicht ist dein neuer bester Freund oder deine neue beste Freundin darunter? Vielleicht willst du auch nur ein paar langweilige Minuten mit einem lockeren Gespräch überbrücken. Wie dem auch sei: Wenn du dich mit Fremden oder neuen Bekannten unterhalten willst, kommt das Gespräch manchmal nicht so richtig in Gang, weil du die Interessen deines Gesprächpartners noch gar nicht kennst. "Woher kennst du den Gastgeber?" oder "Bist du heute Mittag beim Gewitter auch so nass geworden?" sind nicht unbedingt die interessantesten Themen für das erste Gespräch. Damit das Eis zwischen euch bricht, hat Pointer Tipps für unterhaltsamen Small Talk für dich.

1. Die richtige Körpersprache

Wenn du mit verschränkten Armen und grimmigem Gesicht in der Ecke stehst, möchte sich wahrscheinlich niemand gerne mit dir unterhalten. Auch dein Handy solltest du mal für ein paar Minuten in der Hosentasche lassen. Signalisiere stattdessen durch deine Körpersprache Aufgeschlossenheit und Interesse. Halte zum Beispiel Blickkontakt zu deinem Gesprächspartner und setze ein freundliches Lächeln auf. Durch diese kleinen Veränderungen gehst du direkt positiv in ein Gespräch und gibst deinem Gegenüber ein gutes Gefühl.
 


2. Den Anfang wagen

Damit überhaupt ein Gespräch zustande kommen kann, muss einer von euch den Anfang machen. Früher oder später haltet ihr die Stille sowieso nicht mehr aus. Starte deswegen einfach direkt ein Gespräch. Das erspart dir unangenehmes Schweigen. Stelle am besten eine Frage an dein Gegenüber. So bindest du ihn oder sie ins Gespräch ein und kannst auf jeden Fall eine Antwort erwarten. Der Gesprächseinstieg muss dabei nicht wahnsinnig kreativ oder außergewöhnlich sein. Wenn du eine Person noch gar nicht kennst, könntest du sie zum Beispiel erstmal fragen, was sie studiert oder als was sie arbeitet. Danach fallen dir bestimmt einige interessante Fragen zu den Antworten ein. So baut sich schnell ein zwangloses Gespräch auf.

3. Passende Themen finden

Sollten sich aus den Antworten deines Gegenübers keine Small-Talk-Themen ergeben, brauchst du schnell passende Alternativen. Neben Fragen zum Studium oder der Arbeit eignen sich auch Themen wie Essen oder Reisen. Du könntest etwa erwähnen, wie lecker du den Nudelsalat auf der Party findest oder was für eine gute Idee die Popcorn-Maschine war. Auch der Ort eures Treffens ist ein gutes Thema für ein Gespräch. Egal ob die baufällige Uni, ein kleines Café oder die geräumige Wohnung des Gastgebers - irgendetwas fällt dir dazu auf jeden Fall ein. Vermeide hingegen kontroverse oder negative Themen wie Krankheiten, Religion oder Politik. Darüber könnt ihr euch austauschen, wenn ihr über den ersten Small Talk hinweg seid.
 


4. Gemeinsamkeiten suchen

Wenn ihr erstmal ein passendes Thema gefunden habt, solltest du im Gespräch nach Gemeinsamkeiten suchen. Kommt ihr vielleicht beide aus der selben Stadt? Habt ihr schon mal am selben Ort Urlaub gemacht? Jede kleine Gemeinsamkeit bringt euch näher zusammen und liefert vor allem neuen Gesprächsstoff. Diese Zufälle kannst du im Laufe des Gesprächs wieder aufgreifen und dadurch die Verbindung zu deinem Gesprächspartner stärken.

5. Interesse am Gesprächspartner zeigen

Niemand mag Menschen, die nur über sich selbst reden. Achte deswegen beim Small Talk darauf, ausreichend Interesse für dein Gegenüber zu zeigen. Stelle viele Fragen und gehe auf seine Antworten ein, lass aber nicht den Eindruck eines Interviews oder Verhörs entstehen. Vermeide auf jeden Fall lange Monologe. Ein Gespräch lebt vom gegenseitigen Austausch. Wenn nur einer richtig zu Wort kommt, ist das Interesse beim anderen schnell verschwunden. Nimm dich deswegen lieber etwas zurück und kitzele aus deinem Gesprächspartner einige interessante Informationen heraus. Das ist der sicherste Weg, ein Gespräch am Laufen zu halten - fast jeder redet gerne über sich selbst.
 


6. Offene Fragen stellen

Die Stimmung hier ist echt super, oder? Findest du die Klausurenphase auch so anstrengend? Mit geschlossenen Fragen, auf die dein Gegenüber kurz und knapp mit ja oder nein antworten kann, baust du kein interessantes Gespräch auf. Stelle stattdessen lieber offene Fragen, auf die dein Gesprächspartner richtig eingehen kann. Beispielsweise: Wie gefällt dir die Party? Welche Klausur fandest du bis jetzt am schwierigsten? Die Antworten zu diesen Fragen fallen vermutlich ausführlicher aus und bieten dir Anknüpfungspunkte für das weitere Gespräch.

7. Pausen aushalten

Du brauchst nicht direkt in Panik zu verfallen, wenn im Gespräch mal die eine oder andere Pause entsteht. Die Stille auszuhalten, ist zwar schwieriger, als es klingt, aber du kannst die Zeit nutzen, um dir neue Themen zu überlegen. Rekapituliere das bisherige Gespräch kurz und überleg dir, worauf du noch eingehen könntest. Welche Interessen hat dein Gegenüber geäußert und welche Gemeinsamkeiten sind dir aufgefallen? Darauf kannst du zum Beispiel eingehen, um die Pause zu beenden. Das kommt bestimmt besser an, als wenn du panisch das Wetter erwähnst, um das peinliche Schweigen zu brechen. Wenn aber die ganze Zeit über kein richtiges Gespräch entsteht und dein Gegenüber kein Interesse zeigt, kannst du dich selbstverständlich auch freundlich entschuldigen und dich auf die Suche nach einem neuen Gesprächspartner machen.
 

Small TalkEisbrecherunangenehmkennenlernenGespräch beginnengeeignete ThemenThema wechselnunverfängliche Gespräche

Die Autorin: Hannah Reuter
Die Autorin: Hannah Reuter

Die Autorin: Hannah Reuter

Hobbyköchin, Schoko-Junkie, Ordnungsfreak: In Hannover geboren und aufgewachsen, unternahm Hannah nach dem Abi eine Interrailreise quer durch Europa. Anschließend zog sie der Traum vom Journalismus in die Medienstadt Hamburg, wo sie seit 2018 Politikwissenschaft studiert. Sie liebt es zu reisen, erkundet momentan aber vor allem ihre Wahlheimat. Für Pointer schreibt Hannah über Themen rund ums Studium und den Uni-Alltag.