Soft Skills heben dich von anderen Bewerbern ab und überzeugen die Personaler von dir (Foto: Jirsak/shutterstock.com) Soft Skills heben dich von anderen Bewerbern ab und überzeugen die Personaler von dir (Foto: Jirsak/shutterstock.com)
Bewerbung

So formulierst du Soft Skills

Neben deinen fachlichen Qualifikationen sind für eine Bewerbung auch deine sozialen, persönlichen und methodischen Kompetenzen relevant - die sogenannten Soft Skills. Unter diesen Begriff fallen Eigenschaften wie Kommunikationsfähigkeit, Belastbarkeit und Selbstmanagement. Damit du die Personaler mit deinen Soft Skills überzeugst, solltest du diese Qualitäten richtig formulieren. Pointer zeigt dir, wie du Soft Skills geschickt in dein Bewerbungsschreiben einbaust.

1. Relevanz prüfen

Bevor du willkürlich irgendwelche Eigenschaften benennst, von denen du glaubst, dass sie beim Personaler gut ankommen, solltest du überlegen, welche Soft Skills für die Stelle wirklich wichtig sind. Schau dir die Stellenausschreibung genau an. Dort findest du bereits eine Beschreibung der Fähigkeiten, die für eine Bewerbung notwendig sind. Falls nicht auch bereits Soft Skills angegeben sind, überlegst du dir am besten, welche Kompetenzen in diesem Job wichtig sein könnten. Arbeitest du dort häufig im Team oder bist du oft auf dich alleine gestellt? Verlangt die Stelle ein hohes Maß an Flexibilität oder ist eher dein Organisationstalent gefragt? So prüfst du, mit welchen Soft Skills du bei der Bewerbung punkten kannst.
 


2. Tatsächliche Stärken hervorheben

Wenn du eine Liste mit allen für die Stelle relevanten Soft Skills erstellt hast, gleichst du die Punkte mit deinen eigenen Stärken ab. Welche dieser Fähigkeiten besitzt du wirklich und was trifft eigentlich nicht auf dich zu? Konzentriere dich auf deine tatsächlichen Stärken und versuche nicht, dich zu verstellen. Du musst schließlich damit rechnen, im Vorstellungsgespräch danach gefragt zu werden. Gleiche die Liste mit den relevanten Soft Skills mit deinen Stärken ab und nimm nur die Überschneidungen in dein Bewerbungsschreiben auf. So kannst du voll und ganz hinter deinen beschriebenen Soft Skills stehen und musst keine Angst haben, als Hochstapler entlarvt zu werden.

3. Berufliche Erfahrung als Beleg

Vergiss auf keinen Fall deine angeführten Soft Skills im Bewerbungsschreiben passend zu belegen. Eine bloße Aufzählung der Fähigkeiten reicht nicht, das könnte schließlich jeder behaupten. Am besten eignen sich berufliche Erfahrungen als Beweis. Wenn du bereits ein Gruppenprojekt erfolgreich abgeschlossen hast, dient dies als Beleg für deine Teamfähigkeit. Eingebrachte Vorschläge und die passende Umsetzung zeugen von Eigeninitiative und Leistungsbereitschaft. So kannst du in deiner Bewerbung mit Erfolgen aus früheren Jobs und Praktika richtig punkten - egal ob es um Arbeiten unter Zeitdruck, Flexibilität oder Zuverlässigkeit geht.
 


4. Ehrenämter anführen

Falls du noch nicht so viel Berufserfahrung hast oder diese Fähigkeiten ergänzen möchtest, eignen sich Ehrenämter sehr gut als Beleg. Sei es die Konfliktlösungskompetenz als Mediator, die Empathie im Umgang mit hilfsbedürftigen Menschen oder das Engagement für eine gesellschaftliche Aktion mit Mehrwert im Allgemeinen - die Ausübung eines Ehrenamtes bringt bei einer Bewerbung Vorteile mit sich. Du kannst deine Soft Skills überzeugend belegen und weckst mit außergewöhnlichem Einsatz das Interesse der Personaler.

5. Mit Hobbys punkten

Wenn du noch ganz am Anfang deiner Karriere stehst und dich auf einen Praktikumsplatz bewirbst, kannst du auch deine Hobbys als Beleg anführen. Betreibst du beispielsweise seit Jahren einen Teamsport und übernimmst vielleicht sogar als Kapitän Verantwortung, beweist das Teamfähigkeit, Führungskompetenz und Verantwortungsbewusstsein. Auch Ehrgeiz und Leidenschaft kannst du sehr gut mit deinen Hobbys begründen. Achte jedoch darauf, dass die Verbindungen nicht aus der Luft gegriffen sind und zur ausgeschriebenen Stelle passen.
 


6. Persönlichkeit zeigen

Vergiss beim Formulieren deiner Soft Skills nie, dass du mit diesen Fähigkeiten deine Persönlichkeit zeigen sollst. All das, was der Personaler nicht aus den fachlichen Qualifikationen herauslesen kann, sollte deswegen in diesem Abschnitt des Bewerbungsschreibens auftauchen. Die Verantwortlichen müssen durch deine Beschreibungen das Gefühl bekommen, dich kennenzulernen. Deswegen macht es überhaupt keinen Sinn, dich schon in der Bewerbung anders darzustellen, als du eigentlich bist. Spätestens beim Vorstellungsgespräch wird der Personaler merken, dass du einige Kompetenzen hinzugedichtet hast. Bleib deswegen bei der Wahrheit und versuche in den wenigen Zeilen, deinen Charakter so treffend wie möglich darzustellen.

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Die Autorin: Hannah Reuter
Die Autorin: Hannah Reuter

Die Autorin: Hannah Reuter

Hobbyköchin, Schoko-Junkie, Ordnungsfreak: In Hannover geboren und aufgewachsen, unternahm Hannah nach dem Abi eine Interrailreise quer durch Europa. Anschließend zog sie der Traum vom Journalismus in die Medienstadt Hamburg, wo sie seit 2018 Politikwissenschaft studiert. Sie liebt es zu reisen, erkundet momentan aber vor allem ihre Wahlheimat. Für Pointer schreibt Hannah über Themen rund ums Studium und den Uni-Alltag.