Umfrage

Was vermissen die Berliner in der Corona-Pandemie?

published: 08.09.2020

Forscherinnen und Forscher der Humboldt-Universität Berlin führen derzeit eine Umfrage zum städtischen Leben während der Corona-Pandemie durch (Foto: Humboldt-Universität zu Berlin, Hauptgebäude, Unter den Linden 6 von Heike Zappe  lizensiert durch CC BY-SA 3.0) Forscherinnen und Forscher der Humboldt-Universität Berlin führen derzeit eine Umfrage zum städtischen Leben während der Corona-Pandemie durch (Foto: Humboldt-Universität zu Berlin, Hauptgebäude, Unter den Linden 6 von Heike Zappe lizensiert durch CC BY-SA 3.0)

Forscher der Humboldt-Universität (HU) Berlin führen derzeit eine Umfrage zum Thema "Städtisches Leben während Corona" durch. Nun haben sie erste Zwischenergebnisse der noch bis Ende September laufenden Umfrage veröffentlicht. Demnach haben die Berlinerinnen und Berliner in der Phase des Lockdowns im Frühjahr am stärksten ihre Sportvereine vermisst. Gerade im Vergleich zu Fitness-Studios, die relativ schnell wieder öffnen konnten, seien die Vereine noch stärker Orte des Austauschs und der Begegnung. Die Öffnung von Einkaufszentren war dagegen kaum interessant.

Die Fußballfans des 1. FC Union Berlin vermissten den Stadionbesuch an ihrer geliebten Alten Försterei den Zwischenergebnissen zufolge deutlich stärker als ihre blau-weißen Lokalrivalen von der Hertha. Nachteulen vermissten Clubs und Diskotheken. Talja Blokland, Leiterin des Georg-Simmel-Zentrums für Metropolenforschung an der HU verwies bei der Einordnung der Ergebnisse laut einer Pressemitteilung der HU auf die große Bedeutung sozialer Kontakte: "Wir brauchen diese Orte für unser Leben, und die Stadt braucht sie für ihren Zusammenhalt. Es wäre völlig falsch, Sportvereine, Fußballstadien oder Tanzclubs für Orte überflüssigen Vergnügens zu halten."
 

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Bisher haben rund 2.000 Menschen an der Umfrage teilgenommen. Noch bis zum 30. September können volljährige Bürgerinnen und Bürger Berlins sowie Menschen, die im Umland leben, sich ihnen anschließen. Die Umfrage erweitert das Forschungsprojekt "Die Welt in meiner Straße", welches bis Dezember 2021 durchgeführt wird. Es untersucht die Bedeutung nachbarschaftlicher Ressourcen und Netzwerken mit Hilfe verschiedener Bevölkerungsumfragen, teilnehmenden Beobachtungen und qualitativen Interviews.

Der Autor: Hauke Koop

Der Autor: Hauke Koop

In Lüneburg geboren und aufgewachsen, zog es Hauke für die Ausbildung nach Hamburg. Im Anschluss begann er in der Hansestadt ein Studium der Politikwissenschaft. Der Cineast und Serienjunkie fährt gerne lange Strecken mit dem Fahrrad und findet Radrennen auch im Fernsehen spannend. Für Pointer schreibt er unter anderem über Filme, Musik und aktuelle (Uni-) Themen.

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