Erwachsenwerden

7 Dinge, die du nicht in der Schule gelernt hast

published: 10.01.2021

In der Schule bringen dir die Lehrer weder bei, wie man einen BAföG-Antrag ausfüllt, noch wie man eine Steuererklärung macht oder einen Haushalt führt. Pointer weiß Rat (Foto: Marcos Mesa Sam Wordley/Shutterstock.com) In der Schule bringen dir die Lehrer weder bei, wie man einen BAföG-Antrag ausfüllt, noch wie man eine Steuererklärung macht oder einen Haushalt führt. Pointer weiß Rat (Foto: Marcos Mesa Sam Wordley/Shutterstock.com)

Erst in der Zeit nach dem Schulabschluss merken viele junge Menschen, dass sie in der Schule nicht alles gelernt haben, was sie nun im Alltag dringend brauchen. Das beginnt mit dem komplizierten BAföG-Antrag und hört bei der Steuererklärung auf. Bei Pointer erfährst du, bei welchen Themen deine Schulbildung an ihre Grenzen stößt und wie du diese Lücken am besten schließt.

1. Wohnungssuche

Weg von den Eltern in eine eigene Wohnung oder eine WG - das wünschen sich viele angehende Studierende und Auszubildende. Aber wie findest du am besten eine passende Wohnung bzw. ein Zimmer? Besonders in beliebten Studentenstädten sind bezahlbare Wohnungen hart umkämpft. Wenn du dort keine Ahnung hast, was du bei der Wohnungssuche beachten musst, hast du so gut wie keine Chance. In der Schule hast du schließlich nicht gelernt, welche Dokumente du dem Vermieter vorlegen musst, wie du dich am besten in einer WG bewirbst und welche Kosten mit einer eigenen Wohnung auf dich zukommen. Auch viele Eltern haben keine Ahnung vom aktuellen Wohnungsmarkt, schon gar nicht in einer fremden Stadt. Informiere dich deswegen zuvor im Internet und suche alle wichtigen Dokumente zusammen. Frage auch ältere Freunde und Bekannte nach ihren Erfahrungen und Einschätzungen. Dann hilft nur noch üben. Besuche so viele Besichtigungen, wie du kannst. So bekommst ein Gefühl dafür, worauf Vermieter achten und womit du punkten kannst, um eine Zusage zu bekommen.
 

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2. BAföG-Antrag

Die Finanzierung des Studiums ist für viele angehende Studierende ein wichtiges Thema. Wenn die Eltern dich nicht ausreichend unterstützen können, musst du so schnell wie möglich BAföG beantragen. Diese Förderung für Studierende ist häufig aber nicht ganz einfach zu durchschauen. Wenn du mit den Anträgen überfordert bist, hol dir Hilfe. Schließlich hast du in der Schule nie gelernt, wie du einen BAföG-Antrag stellst. Das Studierendenwerk deiner Uni kann dich bei den Formalitäten unterstützen. Vielleicht kennst du ja auch einige Kommilitonen, die bereits erfolgreich die Unterstützung beantragt haben. Auch im Internet findest du Hilfe: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat hier häufige Fragen und die Antworten dazu zusammengestellt. Damit kannst du vielleicht zumindest die ersten Unsicherheiten aus der Welt schaffen.




3. Selbstorganisation

In der Schule hast du meist einen festen Klassenlehrer, einen fertigen Stundenplan und vorgegebene Prüfungen. Diese Struktur fällt vollkommen weg, wenn du an einer Universität studierst. Dort musst du dir deinen Stundenplan selber zusammenstellen und deine Prüfungen bestmöglich auf die Semester aufteilen. Niemand nimmt Rücksicht auf dich, wenn du Vorlesungen verpasst hast oder macht dich auf versäumte Studienleistungen aufmerksam. Im Studium ist Selbstorganisation angesagt. Das fällt vielen neuen Studierenden schwer, weil sie sich in der Schulzeit nur um wenige Dinge eigenständige kümmern mussten. Nach einigen Semestern hast du dich jedoch daran gewöhnt und kannst mit den Freiheiten an der Uni besser umgehen. Wenn du weißt, dass diese Art des Lernens gar nicht zu dir passt, schreib dich lieber an einer Fachhochschule ein. Dort gibt es engere Vorgaben, und du hast meist ein persönlicheres Verhältnis zu deinen Dozenten.
 

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4. Versicherungen

Wer hätte gedacht, dass du dich irgendwann selbstständig um deine Versicherungen kümmern musst? Genau, das funktioniert nämlich nicht automatisch. Wenn du dich an einer Hochschule einschreibst, musst du beispielsweise einen Nachweis deiner Kranken- und Pflegeversicherung vorlegen. Bis du dein 25. Lebensjahr vollendet hast, kannst du aber über einen Elternteil gesetzlich familienversichert sein. Das bedeutet, dass du selbst dann keine Beiträge zahlst und dich nicht weiter um die Krankenversicherung kümmern musst. Anders sieht es bei einer Haftpflicht- oder Hausratversicherung aus, wenn du eine eigene Wohnung hast. Hier solltest du dich informieren und dir Gedanken machen, denn ein Abschluss ist oft sinnvoll. Vielleicht willst du auch schon mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung für die Zukunft vorsorgen. Bei dieser Art der Versicherung gilt nämlich: Je jünger du bist, desto niedriger ist der monatliche Beitrag. Informiere dich jedoch ausführlich darüber, welche Versicherungen für dich notwendig sind. Sprich dich dabei am besten mit deinen Eltern ab und kontaktiere anschließend verschiedene Versicherungen, um die Angebote zu vergleichen.




5. Haushaltsführung

Dein Studium hat gerade begonnen und jetzt musst du nebenbei auch dein Leben in der WG oder der eigenen Wohnung organisieren. Haushaltsführung ist leider, mit wenigen Ausnahmen, ebenfalls kein Fach in der Schule. Du musst jetzt deine Einnahmen und Ausgaben im Blick haben, deine Wohnung einigermaßen sauber und ordentlich halten, am besten noch regelmäßig einkaufen und kochen und auf alle kleinen und großen Katastrophen in den eigenen vier Wänden reagieren. Was machst du, wenn die Waschmaschine den Geist aufgibt, das Wasser in der Dusche nicht mehr richtig abfließt oder plötzlich der Strom ausfällt? Die meisten Studierenden rufen in solchen Situationen erstmal bei Mama und Papa an oder befragen Google nach der richtigen Vorgehensweise. Eine kurze Einheit zur Haushaltsführung in der Schule wäre trotzdem hilfreich gewesen.
 

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6. Steuererklärung

Viele Studierende beschäftigen sich überhaupt nicht mit dem Thema Steuererklärung. Im Studium lohnt sich das ja sowieso nicht, oder? Doch auch für Studierende kann eine Steuererklärung sinnvoll sein und dir eine nette Summe Geld bringen. Vorausgesetzt, dass du überhaupt Einkommenssteuer gezahlt hast. Ist das der Fall, kannst du Utensilien für dein Studium wie etwa ein Laptop, Tablet oder Fachbücher von der Steuer absetzen. Wie das funktioniert, hast du allerdings vermutlich nie gelernt. Zum Glück gibt es Programme und Ratgeber, die dir bei diesem, zugegeben für einen Laien eher komplizierten Prozess, behilflich sind. Doch es lohnt sich: Es wird kaum einen Moment geben, in dem du dich erwachsener fühlst, als wenn du mit deiner Steuererklärung eine Rückzahlung erreichst.

7. Altersvorsorge

Nichts wirkt für Studierende weiter entfernt als die Rente. Du hast noch nicht mal angefangen zu arbeiten und sollst dir schon über den Ruhestand Gedanken machen? Wenn du noch am Anfang deines ersten Studiums stehst, spielt die Altersvorsorge für dich vermutlich keine große Rolle. Bist du aber schon etwas älter und hast vielleicht schon ein Studium hinter dir oder einfach etwas später mit dem Studieren angefangen, rückt die Frage immer näher. Je früher du dir über die Altersvorsorge und deine Möglichkeiten Gedanken machst, desto entspannter verbringst du den Rest deines Arbeitslebens. Zum Beispiel könntest du damit anfangen, bei deinem Minijob in die Rentenversicherung einzuzahlen, statt dich von der Rentenversicherungspflicht befreien zu lassen. Auch diese Jahre werden dir später als Arbeitsjahre angerechnet. Ein kurzer Anruf bei der Rentenversicherung kann auf jeden Fall nicht schaden.
 

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Die Autorin: Hannah Reuter

Die Autorin: Hannah Reuter

Hobbyköchin, Schoko-Junkie, Ordnungsfreak: In Hannover geboren und aufgewachsen, unternahm Hannah nach dem Abi eine Interrailreise quer durch Europa. Anschließend zog sie der Traum vom Journalismus in die Medienstadt Hamburg, wo sie seit 2018 Politikwissenschaft studiert. Sie liebt es zu reisen, erkundet momentan aber vor allem ihre Wahlheimat. Für Pointer schreibt Hannah über Themen rund ums Studium und den Uni-Alltag.

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