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Den richtigen Laptop fürs Studium finden

published: 20.11.2020

Ein Studium ohne passenden Laptop ist heute undenkbar. Pointer hat Tipps für dich (Foto:  Brooke Cagle auf Unsplash) Ein Studium ohne passenden Laptop ist heute undenkbar. Pointer hat Tipps für dich (Foto: Brooke Cagle auf Unsplash)

Schon lange vor Zoom-Vorlesungen und Pandemie-Semestern war ein Studium ohne eigenen Computer kaum denkbar. Hausarbeiten und Aufsätze schreibt man auf Computern, der Kontakt zu deinen Dozierenden verläuft häufig über E-Mail, und während langweiliger Vorlesungen verschafft ein Laptop Abwechslung. Ein Studium ohne eigenen Computer ist zwar theoretisch möglich, aber ungleich komplizierter. Die öffentlich zugänglichen Computerarbeitsplätze an der Uni beziehungsweise in der Bib sind ohnehin häufig belegt. Worauf musst du achten, wenn du dir einen Computer für dein Studium kaufen willst? Pointer verrät es dir.
 

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Kaufe Budget-schonend

Studierende haben traditionell leere Konten. Allzu teuer darf der eigene Computer daher in der Regel nicht sein. Dennoch soll das knappe Budget das bestmögliche Gerät ermöglichen. Zwei Wege, das Preis-Leistungsverhältnis zu maximieren, sind Rabattaktion und Gebrauchtkäufe. Viele Hersteller bieten Studentinnen und Studenten vergünstigte Geräte an. So kannst du bares Geld sparen, bzw. bekommst mehr für dein Geld als ohne deinen Studierendenausweis. Auch am "Back Friday" am 27. November, kann man oft besonders gute Schnäppchen machen. Dafür solltest du dann aber schon genau wissen, was du willst. Häufig kannst du zudem gebraucht noch relativ junge Computer für einen Bruchteil ihres ursprünglichen Preises kaufen. Bei Computern, die gut verarbeitet und mit hochwertigen Komponenten ausgestattet sind, ist das nicht selten eine gute Lösung.

Kenne deine Bedürfnisse

Der Computer, der wirklich in allem gut ist, wird wahrscheinlich zu teuer sein. Den benötigen aber auch die wenigsten. Was du genau brauchst, hängt auch von deinem Studiengang ab. Design-Studis haben oftmals andere Anforderungen als Kulturwissenschaftlerinnen. Aufgrund der offensichtlichen Vorteile für Studierende konzentriert sich dieser Leitfaden auf Laptops. Desktop-PCs haben häufig mehr Rechenleistung, kommen aber nicht einfach mit in Seminare, Vorlesungen und die Bibliothek. Zudem kannst du im Sommer mit der stationären Variante auch nicht so einfach im Park oder auf dem Balkon arbeiten. Doch auch bei den Laptops ist die Bandbreite riesig. Faktoren, die du berücksichtigen solltest, sind das Gewicht, die Verarbeitung und deine Anforderungen. Zuerst musst du aber die Systemfrage beantworten.




Windows, Mac oder gar Linux?

Windows ist das weltweit am weitesten verbreitete Betriebssystem. Es ist nicht allzu lange her, da stellte sich die Systemfrage praktisch nicht. Doch Daten von Statista zufolge ist der Marktanteil von Microsofts OS in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen. Anfang 2009 lag er noch bei über 95 Prozent, während Apples Mac OS noch bei unter fünf Prozent lag. Im Jahr 2020 liegt Windows noch bei 77 bis 78 Prozent, und Mac OS hat 17 bis 18 Prozent erreicht. Einer der Gründe dürfte in der Verbreitung des iPhones liegen. Apple richtet die eigenen Geräte so ein, dass sie besonders gut miteinander harmonieren. Der steigende Marktanteil sorgt für ein größeres Softwareangebot, macht den Mac allerdings auch anfälliger für Schad-Software. Das Problem gibt es aber auch bei Windows. Das Software-Angebot ist für Windows-Computer noch deutlich größer als für den Mac. Das bekannteste Literaturverwaltungsprogramm Citavi beispielsweise gibt es nur für Windows. Allerdings sind für den Mac Alternativen verfügbar. Auch Linux kann eine Option sein, jedoch richten sich die verschiedenen Linuxsysteme eher an versiertere Nutzerinnen und Nutzer. Der Marktanteil ist zwar auch gestiegen und hat die Ein-Prozent-Marke überschritten, bleibt aber bisher unter zwei Prozent.

Gewichtsprobleme

Corona wird nicht ewig dauern - und dann können die Tage auf dem Campus wieder lang werden. Gerade, wenn du viele Raumwechsel hast und du deine Tasche weite Wege über den Campus tragen musst, ist es angenehm, nur geringes Gewicht herumschleppen zu müssen. Laptop-Gewichte unterscheiden sich stark. Leichte und schlanke Laptops, die "Ultrabooks", wiegen weniger als 1,5 Kilogramm. Sie benötigen durch die Auswahl der verbauten Komponenten keine starke Kühlung und können so Gewicht und Volumen sparen. Das macht sich beim Transport bemerkbar und ist angenehm rückenschonend. Mit dem verrufenen "Schlepptop" haben diese Geräte nichts zu tun. Allerdings kosten sie mehr als Computer mit vergleichbarer Leistung, und das Mehr an Tragekomfort ist mit einem Weniger an Funktionsumfang verbunden. DVD-Laufwerke oder Touchdisplays suchst du hier vergebens. Während das zweite ein cooles Feature sein kann, nimmt die Bedeutung physische Datenträger in Zeiten von Streaming und Downloads jedoch ab und das Fehlen eines Laufwerks ist meist durchaus verkraftbar.

Kraft und Ausdauer

Deutliche Unterschiede finden sich auch bei der Standhaftigkeit der schlanken Leichtgewichte. Im Unialltag muss der Computer auch mal einige Zeit ohne Steckdosenzugang auskommen. Der Akku sollte also mehrere Stunden halten. Ein kleiner Akku mit langer Laufzeit ist teuer und damit ein Kostenfaktor. Allzu sehr solltest du hier nicht sparen. Die meisten Studis können eher Abstriche machen, wenn es um die anderen Komponenten geht, denn die Hauptaufgaben des Laptops sind in den meisten Studiengängen die Internetrecherche und das Schreiben. Dafür benötigst du kein High-End-Luxusgerät. Die spezifischen Anforderungen des eigenen Studiengangs musst du hier selbstverständlich beachten.
 

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Tablets

Wenn du ohnehin einen Computer zu Hause hast, kann vielleicht auch ein gutes Tablet eine mobile Option für dich sein. Sie sind vielseitig einsetzbar und ebenfalls sehr leicht und kompakt. Mit passenden Tastaturen kannst du dir auch entspannt die nötigen Notizen machen. Die Surface-Reihe von Microsoft vereint Laptop und Tablet in einem. Es gibt auch Studis, die im Uni-Alltag nur mit einem iPad unterwegs sind. Bei den modernen Geräten kannst du Notizen mit einem entsprechenden Stift auch handschriftlich verfassen. Das Lesen von PDF-Dokumenten ist deutlich angenehmer als auf dem Laptopbildschirm. Ohne zusätzlich einen Computer zu haben, ist es aber fraglich, ob ausschließlich ein Tablet für dein Studium ausreicht. Längere Texte lassen sich trotz externer Tatstaturen doch besser auf Laptops und klassischen Computern schreiben. Zudem lassen die geschlossenen Systeme weniger Freiheiten als ein Computer.

Fazit

Zusammengefasst lässt sich also sagen, dass du zum einen deine Vorliebe hinsichtlich der Arbeitsoberfläche wählen solltest, also entscheiden musst, mit welchem Betriebssystem du arbeiten möchtest. Wenn es an die Wahl des Computers geht, solltest du unter Berücksichtigung der spezifischen Anforderungen deines Studiengangs in der Regel vor allem die Faktoren Gewicht, Akkulaufzeit, Leistung und Preis anschauen - in dieser Reihenfolge. Gerade bei qualitativ hochwertigen Geräten kann der Gebrauchtmarkt echte Schnäppchen bereithalten, und auch die Studierendenangebote der Fachmärkte, Onlinehändler und Hersteller können sich lohnen.

Der Autor: Hauke Koop

Der Autor: Hauke Koop

In Lüneburg geboren und aufgewachsen, zog es Hauke für die Ausbildung nach Hamburg. Im Anschluss begann er in der Hansestadt ein Studium der Politikwissenschaft. Der Cineast und Serienjunkie fährt gerne lange Strecken mit dem Fahrrad und findet Radrennen auch im Fernsehen spannend. Für Pointer schreibt er unter anderem über Filme, Musik und aktuelle (Uni-) Themen.

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