In der außergewöhnlichen Situation beim Studium in Corona-Zeiten sind neue Skills gefragt (Foto: kwanloy/Rawpixel.com) In der außergewöhnlichen Situation beim Studium in Corona-Zeiten sind neue Skills gefragt (Foto: kwanloy/Rawpixel.com)
"Digitales Semester"

5 Skills, die du für ein Studium in Corona-Zeiten brauchst

Die meisten Studierenden verbringen bereits das zweite Semester im Home-Office und müssen sich an die veränderte Situation in Corona-Zeiten anpassen. Die außergewöhnliche Lage fordert ganz neue Fähigkeiten von den Studierenden. Pointer zeigt dir, welche fünf Skills du brauchst, um dein Studium im Home-Office in Zeiten von Corona zu meistern.

1. Disziplin

Sich montags um acht Uhr morgens für eine Online-Vorlesung aus dem Bett zu quälen, bei der keine Anwesenheitskontrolle stattfindet, erfordert Disziplin. Genau die brauchst du, um beim Studieren in Corona-Zeiten erfolgreich zu sein. Im Home-Office kontrolliert schließlich niemand, ob du bei der Online-Veranstaltung tatsächlich vor dem Laptop sitzt oder dir brav die Aufzeichnungen der Vorlesung anschaust. Auch sonst setzt die Uni stark auf die Eigenverantwortung der Studierenden, doch in dieser Situation sind Kontrollen noch schwieriger.
Das bedeutet für dich, dass du eine noch größere Überwindung aufbringen musst, um alle wichtigen Uniaufgaben auch wirklich zu erledigen. Versuche, dir genau diese entscheidende Selbstdisziplin anzueignen, indem du keine Ausrede mehr gelten lässt und dich nach getaner Arbeit vielleicht mit einer Kleinigkeit belohnst. Wenn in deinem Kopf erst gar keine Alternative zum disziplinierten Verhalten herumschwirrt, fällt es dir viel leichter, im Alltag gewissenhaft deine Aufgaben zu erledigen.
 


2. Konzentrationsvermögen

Sich hinziehende Online-Vorlesungen und stundenlange Arbeit am eigenen Schreibtisch fordern von dir ein starkes Konzentrationsvermögen. Viele Studierende fahren zum Lernen sonst gerne in die Bib, weil sie dort ungestört sind und sich nicht so leicht ablenken lassen. Im Home-Office musst du es irgendwie schaffen, die vielen Ablenkungen in deiner Wohnung auszublenden oder loszuwerden. Richte dir auf jeden Fall eine Arbeitsecke ein, in der wirklich nur Unisachen Platz finden. Jede mögliche Ablenkung musst du verbannen, bevor du dich an den Schreibtisch setzt. Sag auch deinen Mitbewohnern klipp und klar, dass du dich konzentrieren musst und nicht abgelenkt werden willst. Das wird dir zu Beginn wahrscheinlich ziemlich schwer fallen, doch mit der Zeit verbessert sich dein Konzentrationsvermögen. Wenn du merkst, dass du einen schlechten Tag hast, mach mal eine Pause und versuche erst anschließend wieder, dich aktiv zu fokussieren. Ob und wie gut du dich konzentrieren kannst, hängt maßgeblich von deiner Einstellung ab. Denk an das produktive Arbeiten und setz dir konkrete Ziele, anstatt in Gedanken schon im Feierabend zu sein.
 


3. Technikverständnis

Um beim Studium in Corona-Zeiten überhaupt an den Veranstaltungen teilnehmen zu können, brauchst du ein grundlegendes Technikverständnis. Zoom-Meetings, Livestreams und Online-Vorlesungen sind kein Hexenwerk, setzen aber trotzdem einige Fähigkeiten und technische Standards voraus. Beispielsweise musst du dafür sorgen, dass deine Internetverbindung stabil genug ist, um an einem digitalen Meeting teilnehmen zu können. Darüber hinaus musst du dich mit den vielen verschiedenen Plattformen vertraut machen, um überall auch die angebotenen Funktionen nutzen zu können. Das beginnt beim Handheben im Zoom-Meeting und endet beim Hochladen von Dokumenten auf internen Uni-Portalen.

Darüber hinaus brauchst du die passenden Geräte, zum Beispiel einen Laptop oder einen Computer, der leistungsstark genug ist, die digitalen Angebote abzurufen. Zum Glück musst du kein Technik-Nerd sein, um mit dem Studium in Corona-Zeiten zurecht zu kommen. Wenn du weißt, dass du mit Technik so deine Probleme hast, beschäftige dich einfach schon vor Beginn der Veranstaltung damit oder frag deine Kommilitoninnen und Dozenten um Hilfe.
 


4. Organisationstalent

Bei einem Studium an einer Universität ist immer Organisationstalent gefragt. Du stellst dir selber deinen Stundenplan zusammen, musst darauf achten, dass du alle Leistungen erbringst, und darfst keine Prüfung verpassen. In Zeiten von Corona und Home-Office ist diese Fähigkeit noch wichtiger geworden. Jetzt musst du zusätzlich die vielen verschiedenen Plattformen im Blick behalten und dir merken, welche Veranstaltung in welchem Format stattfindet. Dadurch, dass du deinen heimischen Schreibtisch kaum noch verlässt, muss auch dort alles gut organisiert sein, um Chaos möglichst zu vermeiden.

Hinzu kommt, dass du deine Kommilitonen nicht einfach in der Mensa triffst, sondern dich mit ihnen über die Portale der Uni in Verbindung setzen musst. All diese Kleinigkeiten benötigen Organisation - und das zusätzlich zum üblichen Prüfungsstress und den wöchentlichen Seminaraufgaben. Dabei kann es helfen, dir kurze Listen anzufertigen, auf denen du dir zum Beispiel einen Überblick über deine Kurse und Plattformen notierst und direkt Links zu den digitalen Meetings einfügst.
 


5. Kreativität

Nicht nur die Professorinnen und Dozenten müssen bei der Lehre in Corona-Zeiten kreative Lösungen finden. Auch Studierende brauchen Kreativität, um mit der außergewöhnlichen Situation umzugehen. Das zeigt sich nicht nur bei der Arbeit zuhause, sondern auch in der Kommunikation mit deinen Kommilitonen zum Beispiel bei Gruppenarbeiten. Für dein Home-Office musst du dir kreative Lösungen einfallen lassen, wie du dich für die Online-Uni motivierst und wie dir die Organisation deiner Aufgaben leichter fällt. Für anstehende Referate schaffe einen Rahmen für virtuelle Gruppentreffen und überlege dir zum Beispiel interaktive Aufgaben für deinen Kurs, die online umzusetzen sind. Auch wenn du vielleicht der Meinung bist, das Studium im Home-Office sei langweilig, kannst du dir kreative Lösungen für dieses Problem überlegen. Wie wäre es mit einer lustigen, digitalen Challenge mit deinen Kommilitonen oder mit einer spontanen virtuellen Hausparty während der Online-Vorlesung? Ein wenig Kreativität erleichtert dir das Studium in Corona-Zeiten und hebt deine Laune im Home-Office.
 

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Die Autorin: Hannah Reuter
Die Autorin: Hannah Reuter

Die Autorin: Hannah Reuter

Hobbyköchin, Schoko-Junkie, Ordnungsfreak: In Hannover geboren und aufgewachsen, unternahm Hannah nach dem Abi eine Interrailreise quer durch Europa. Anschließend zog sie der Traum vom Journalismus in die Medienstadt Hamburg, wo sie seit 2018 Politikwissenschaft studiert. Sie liebt es zu reisen, erkundet momentan aber vor allem ihre Wahlheimat. Für Pointer schreibt Hannah über Themen rund ums Studium und den Uni-Alltag.