Am 16. Dezember treten neue Corona-Maßnahmen in Kraft. Pointer erklärt, was der Shutdown für Studenten bedeutet und welche Hilfsangebote und Möglichkeiten es gibt (Foto: Ake/ Rawpixel.com) Am 16. Dezember treten neue Corona-Maßnahmen in Kraft. Pointer erklärt, was der Shutdown für Studenten bedeutet und welche Hilfsangebote und Möglichkeiten es gibt (Foto: Ake/ Rawpixel.com)
Neue Corona-Maßnahmen

Was bedeutet der Shutdown für Studenten?

Ab dem 16. Dezember treten die neuen Corona-Maßnahmen in Kraft. Der Einzelhandel schließt - und damit verlieren weitere Studierende ihre Nebenjobs. Die strengeren Regeln gelten zunächst bis zum 10. Januar. Der Staat plant Hilfen für die betroffenen Händler. Wie diese aussehen, ist allerdings noch nicht geklärt. Das zweite digitale Semester an den Universitäten geht unterdessen weiter, und Weihnachten und Silvester rücken näher. Pointer hat für dich zusammengefasst, was die Maßnahmen für Studentinnen und Studenten bedeuten, und welche Hilfsangebote und Möglichkeiten es momentan gibt.
 


Fehlende Nebenjobs: Antrag auf Überbrückungshilfe wieder möglich

Während im Frühjahr noch eine Aushilfstätigkeit als Erntehelfer Abhilfe schaffen konnte, sind solche Job-Angebote in der kalten Jahreszeit nicht verfügbar. Wer Corona-bedingt seinen Nebenjob verloren hat und sich dadurch in einer finanziellen Notlage befindet, kann seit Ende November wieder die Überbrückungshilfe des Bundes beantragen. Bis Ende März 2021 sind die Hilfen von bis zu 500 Euro monatlich verfügbar. Das Geld muss man nicht zurückzahlen. Zur Antragstellung gelangst du hier. Beachte besonders, welche Unterlagen du einreichen musst. Bei Fragen kannst du dich an das Studierendenwerk deiner Hochschule wenden. Dort erfährst du auch, ob deine Uni selbst weitere Hilfsangebote bereitstellt.

Du bist dringend auf einen Nebenjob angewiesen oder willst helfen? Im Supermarkt, bei der Getränke-Lieferung oder als Online-Nachhilfelehrer gibt es häufig noch offene Stellen. Medizinstudenten können bei der Abstrichentnahme in den Corona-Testzentren eine Anstellung finden. Wenn du demnächst ein Pflichtpraktikum absolvieren musst, bieten Unternehmen inzwischen die Möglichkeit, aus dem Homeoffice zu arbeiten. Bei der Jobsuche über das Online-Portal Indeed gibt es bereits einen Homeoffice-Filter, der dir nur die relevanten Stellenangebote anzeigt.
 


Online-Lehre an der Universität geht weiter

Die Aussicht auf ein Hybrid-Semester aus Online-Lehre und Präsenzveranstaltungen hatte im Sommer besonders angehende Erstsemester gefreut. Nun finden die Seminare und Vorlesungen wieder virtuell statt. In der Regel informiert dich deine Universität mit einem E-Mail-Verteiler oder auf der Website über die aktuelle Lage. Dort kannst du zum Beispiel sehen, ob die Bibliothek geöffnet ist. Deine Dozenten erreichst du über die Anmeldung zur virtuellen oder telefonischen Sprechstunde oder per Mail, genauso wie den AStA oder die Fachschaft deines Studienganges. Nimm diese Angebote besonders dann wahr, wenn du vor den Feiertagen noch Fragen oder Sorgen hast.

Weihnachtsfest frühzeitig planen

Jetzt noch in die Innenstadt zu fahren, um vor der Schließung des Einzelhandels schnell ein paar Geschenke zu besorgen, ist wenig sinnvoll. Du kannst auf eine Online-Bestellung umsteigen oder direkt einen Gutschein zum Ausdrucken besorgen. Bei genialokal wählst du eine Buchhandlung in deiner Nähe und holst die bestellten Waren entweder dort ab oder lässt sie zu dir nach Hause schicken. Auch selbstgemachte Weihnachtsgeschenke sorgen für mehr Freude als der schnelle Not-Kauf. Die Materialien gibt es im Supermarkt oder in der Drogerie.

Wegen der Corona-Pandemie sind viele Studenten in ihrer Heimatstadt geblieben oder dorthin zurückgefahren, um bei ihrer Familie zu sein oder die Miete zu sparen. Wenn du derzeit in deiner WG in der Studentenstadt bist, musst du deine Reise in die Heimat gut planen. Kann dich jemand abholen oder kannst du in einem möglichst leeren Zug fahren? Die Auslastung im Fernverkehr ist in der App DB Navigator oder auf der Website der Deutschen Bahn einsehbar. Wenn du jemandem in deinem Freundeskreis hast, der ohnehin nicht Weihnachten feiert und in der Stadt bleibt, kannst du dich mit dieser Person verabreden. Beachte dabei immer die Kontaktbeschränkungen deines Bundeslandes. Familienmitglieder oder Freunde, die nicht bei der Feier dabei sein können, schalten sich einfach virtuell dazu.
 


Self-care ist jetzt besonders wichtig

Nun ist klar: Bis Mitte Januar sind strenge Kontaktbeschränkungen weiterhin Teil unseres Alltags. Neben Online-Vorlesungen und Homeoffice darfst du also nicht vergessen, etwas für dich selbst zu tun. Versuche deine Mittagspause an der frischen Luft zu verbringen, bevor es dunkel wird. Ein Spaziergang am Morgen simuliert den Arbeitsweg. Mit einer fest eingeplanten Sporteinheit, wie einer Joggingrunde am Dienstag und Donnerstag oder dem gemeinsamen Yoga über Zoom ,verlierst du deine sportlichen Ziele nicht aus den Augen. Ein Tagesplan hilft dir, deine Routine beizubehalten und Wohlfühl-Aktivitäten einzubauen. Mach dir bewusst, dass der Shutdown nicht für immer anhält und du die Einschränkungen im Frühjahr auch überstanden hast. Was hat dir damals geholfen? Melde dich regelmäßig bei Freunden und Kommilitonen. Ihnen geht es sicher ähnlich. Vielleicht haben sie auch ein paar Tipps für dich, wie sie diese Zeit durchstehen.
 


Keine Lockerungen an Silvester

Bund und Länder haben die ursprünglich geplanten Lockerungen für Silvester zurückgenommen. Zudem gibt es ein Versammlungsverbot. Am besten ist es also, den Silvesterabend direkt zu Hause zu verbringen. Bleibe wenn möglich nach Weihnachten am selben Ort und verzichte auf Reisen. Zeit mit deinen Freunden kannst du anders verbringen: Über Anbieter wie Teleparty schaut ihr gemeinsam Filme bei Netflix. Bei Disney+ ist diese Funktion sogar mittlerweile integriert. Das Feuerwerk muss dieses Jahr ebenfalls ausfallen. Das schont immerhin die Umwelt, und Haustiere geraten nicht in Panik.
 

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Die Autorin: Rebecca Niebusch
Die Autorin: Rebecca Niebusch

Die Autorin: Rebecca Niebusch

In Ostfriesland geboren und in Norddeutschland aufgewachsen, verbrachte Rebecca während der Schulzeit ein Austauschjahr in Iowa in den USA. Nach dem Abi reiste sie nach Kanada und jobbte dort als Bäckerin und im Supermarkt. Nach fünf Jahren Studium in Köln geht es jetzt nach Hamburg, wo sie sich beruflich im Journalismus austobt. Rebecca liebt Podcasts, TKKG, Urlaub in Dänemark, Late-Night-Shows und Interior Design.