Die Corona-Pandemie zwingt Studierende dazu, ihre Abschlussarbeit zu Hause zu schreiben (Foto: Andrew Neel auf Unsplash) Die Corona-Pandemie zwingt Studierende dazu, ihre Abschlussarbeit zu Hause zu schreiben (Foto: Andrew Neel auf Unsplash)
Lockdown

Bachelorarbeit schreiben in Corona-Zeiten

Das Schreiben der Bachelorarbeit stellt für die allermeisten Studierenden den Abschluss des ersten Studiums dar. Manchen fällt es dabei schwer, ein passendes Thema zu finden, anderen fällt es leichter. Gleiches gilt für die Wahl des Betreuers. Worunter aber definitiv alle Studenten leiden, sind die Steine, die die Corona-Pandemie den angehenden Bachelors of Arts, Science, Engineering und so weiter in den Weg gelegt hat. Vor allem im Bereich der Bibliotheken-Zugänge stellten und stellen die Lockdowns eine große Hürde dar. Aber auch der fehlende direkte Draht zu Dozenten und Kommilitonen hemmt das Schreiben. Pointer hat einige Probleme zusammengetragen und gibt dir Tipps, falls du derzeit deine Bachelorarbeit schreibst.

Literaturbeschaffung online

Eine der wichtigsten Säulen beim Schreiben einer Abschlussarbeit ist die zugrundeliegende Literatur. Wegen des Lockdowns sind vielerorts die Bibliotheken nur eingeschränkt oder gar nicht geöffnet. Geschlossene Bibliotheken erschweren die Beschaffung der passenden Bücher und Zeitschriftenartikel. Zumindest Teile der benötigten Texte liegen allerdings mittlerweile auch online vor. Viele Universitäten bieten entsprechende Suchmaschinen an. Zudem lassen sich auch bei den wissenschaftlichen Verlagen wie Springer entsprechende Medien finden. Auch bei Google Scholar sind viele Millionen Dokumente hinterlegt.
 


Hilfe durch die Bibliothek

Leider liegt nicht alles, was du gut für deine Arbeit gebrauchen kannst, als elektronisches Medium vor. Wenn in deinem Bundesland die Bibliotheken geschlossen sind, kann es dennoch sinnvoll sein, den Kontakt zur Bibliothek zu suchen und deine Situation zu erläutern. Entweder können dir die Mitarbeitenden dort entsprechende Kapitel oder Aufsätze einscannen oder dir sogar das eine oder andere Buch per Post zusenden.

Hilfe durch deine Betreuerin

Auch deine Dozentinnen und Dozenten wissen, wie schwierig es ist, in dieser Zeit eine Abschlussarbeit zu verfassen. Sie haben in der Regel viel Verständnis dafür, dass du der einen oder anderen Schwierigkeit begegnest. Hast du schon mit deiner Betreuung über Probleme, vor denen du stehst, gesprochen? Beispielsweise bei fehlender Literatur könnten auch sie dir helfen, wenn du bei der Bibliothek nicht weiter gekommen bist.
 


Forschung besprechen

Mit deiner Betreuerin oder deinem Betreuer solltest du außerdem frühzeitig die Methoden, die du anwenden willst, besprechen. Je nachdem, wie die Fragestellung deiner Arbeit lautet und in welchem Fachbereich du schreibst, sind manche Forschungsmethoden derzeit vielleicht nicht einfach durchzuführen. Findet das, was du teilnehmend beobachten willst, derzeit überhaupt statt? Steht dir das Labor derzeit offen? Es kann sein, dass du dich auf einen Kompromiss einlassen musst.

Konzentration im Home-Office

Viele Studierende gehen zum Lernen und Arbeiten gerne in die Bibliothek oder an einen anderen Ort, weil sie sich dort besser konzentrieren können als zu Hause. Corona und der damit einhergehende Lockdown zwingen auch diese Studis an den heimischen Schreibtisch. Es kann daher sehr hilfreich sein, sich eine klare Struktur zu schaffen. Guck dir doch mal diese sieben Tipps für produktives Studieren im Home-Office an.




Kontakt zu anderen Studis

Auch beim Schreiben deiner Abschlussarbeit ist es wichtig, den Austausch mit den Kommilitoninnen und Kommilitonen nicht zu verlieren. Viele von ihnen schreiben ebenfalls ihre Thesis und stehen häufig vor den gleichen Problemen wie du. Vielleicht haben sie eine Strategie oder Lösung gefunden, an die du noch nicht gedacht hast. Doch selbst wenn das nicht so ist, tut es gut zu wissen, dass man nicht allein ist, denn genau ein solches Gefühl kann schnell aufkommen, wenn man sich beinahe rund um die Uhr im eigenen Zimmer aufhält und dort Arbeit, Leben und schlafen stattfinden.

Gehe raus

Ob morgens zwischen Frühstück und dem Start am Schreibtisch, in deiner Mittagspause oder wenn du einfach gerade nicht weiter kommst: Gehe raus und tanke Tageslicht - auch oder gerade an den tristeren Tagen. Unter normalen Umständen kommst du für den Weg zur Uni, für den Gang zur Mensa und für deine Pausen in der Bib immer wieder an die frische Lust. Im Home-Office kann es während des Winters schnell passieren, dass du zu lange drinnen hockst. Das tut weder dir noch deiner Konzentration gut.
 

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Der Autor: Hauke Koop
Der Autor: Hauke Koop

Der Autor: Hauke Koop

In Lüneburg geboren und aufgewachsen, zog es Hauke für die Ausbildung nach Hamburg. Im Anschluss begann er in der Hansestadt ein Studium der Politikwissenschaft. Der Cineast und Serienjunkie fährt gerne lange Strecken mit dem Fahrrad und findet Radrennen auch im Fernsehen spannend. Für Pointer schreibt er unter anderem über Filme, Musik und aktuelle (Uni-) Themen.