Statt im Seminarraum kommen Studierende im Digitalsemester nur via Videokonferenz zusammen (Foto: Chris Montgomery auf Unsplash) Statt im Seminarraum kommen Studierende im Digitalsemester nur via Videokonferenz zusammen (Foto: Chris Montgomery auf Unsplash)
Studie zu digitaler Lehre

Studenten mögen Videokonferenzen am liebsten

Videokonferenzen und Videoaufzeichnungen sind die beliebtesten Lehrformen des digitalen Semesters. Das hat eine Erhebung an 23 Hochschulen ergben, die die AG Hochschulforschung der Universität Konstanz und das Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) im Rahmen der Studie "Studieren zu Zeiten der Corona-Pandemie" durchgeführt haben. Bereits zuvor veröffentlichte Ergebnisse der Studie zeigten, dass die Pandemie einen deutlichen negativen Einfluss auf die Studienbedingungen hatte. So klagten die Studierenden über den eingeschränkten Kontakt zu Lehrenden und Mitstudierenden sowie die schlechte Umsetzung digitaler Prüfungen.




Wenngleich die Umstellung auf digitale Lehre rasch gelang, bewerteten die Studenten die Umsetzung im Allgemeinen gemischt. Etwa ein Drittel zeigte sich unzufrieden. Hinsichtlich der digitalen Tools gaben die meisten Studierenden an, für mehr als die Hälfte der besuchten Lehrveranstaltungen sei eine Form von Videokonferenz angeboten worden. Gefolgt von Videoaufzeichnungen sind diese "Webinare" die erfolgreichste und beliebteste Lehrform. Eine Regressionsanalyse der Studienautoren zeigt, dass solche Lehrveranstaltungen im Vergleich zum Vorsemester im Sommersemester 2020 deutlich häufiger besucht werden. Ein Grund dafür könnte sein, dass dieses Format der Online-Lehre wie kein anderes die Kontakte zu anderen ermöglicht. Sozialkontakte fehlen während der Phasen von Lockdown oder "Social-Distancing" besonders.
 


Auch Videoaufzeichnungen von Lehrveranstaltungen scheinen die Situation der Studierenden zu verbessern. So helfe diese Lehrform vor allem bei der individuellen Gestaltung der Lernsituation und der Strukturierung des Tages, so die Ergebnisse. Neben besonders hoher Teilnahmezahlen bei diesen Veranstaltungsformen fällt die Zufriedenheit mit dem Wissen und Können, das in entsprechenden Kursen erworben wurde, besonders hoch aus. Aus Sicht der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist es daher für Lehrende sinnvoll, beide Formate häufiger einzusetzen und gegebenenfalls sogar zu kombinieren. "Hierbei könnten interaktive Videokonferenzen aufgezeichnet und im Nachhinein zur Verfügung gestellt werden, um eine individuelle Nachbearbeitung zu ermöglichen", so die Erstautorin Dr. Anna Marczuk, Projektkoordinatorin an der AG Hochschulforschung in einer Pressemitteilung der der Universität Konstanz.

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