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Viele Studierende setzen sich vor ihrer ersten Klausurenphase stark unter Druck (Foto: Rawpixel.com) Viele Studierende setzen sich vor ihrer ersten Klausurenphase stark unter Druck (Foto: Rawpixel.com)
Erstsemester

8 Tipps für deine allererste Klausurenphase

Das allererste Semester deines Studiums nähert sich dem Ende und die Klausurenphase rückt in Sichtweite? Für viele Erstis sind die anstehenden Prüfungen eine Horrorvorstellung. Im Freundeskreis, in den sozialen Medien und sogar in der Familie spuken Gruselgeschichten über nervenaufreibende Wochen des Lernens umher und verunsichern Studienanfänger. Pointer hat deswegen acht Tipps für dich, mit denen du deine Klausurenphase angstfrei meistern wirst.

1. Keine Panik!

Prüfungsphasen haben keinen guten Ruf. Von allen Seiten bekommst du zu hören, wie schrecklich die Wochen vor den Klausuren und wie schwer die Prüfungen am Ende sind. Da ist es verständlich, wenn langsam Panik ausbricht. Versuche in deiner ersten Klausurenphase, alle negativen Stimmen auszublenden und dir ein eigenes Bild zu machen. Prüfungsphasen sind in jedem Fach unterschiedlich stressig, und Studierende gehen ganz unterschiedlich mit diesem Stress um. Vielleicht fällt dir das Lernen nicht so schwer wie deinen Freunden. Mach dir also gar nicht erst so viel Druck, sondern lass die Aufgaben auf dich zukommen. Dann kannst du dir einen Plan machen, wie du in der Klausurenphase vorgehen willst. So sparst du dir eine Menge Krisen und Nervenzusammenbrüche.
 


2. Plane viel Zeit ein

In deiner allerersten Klausurenphase kannst du noch nicht einschätzen, wie viel Zeit du für die Vorbereitung auf die Prüfungen brauchst. Plane deswegen großzügiger, als es vielleicht nötig erscheint. Je früher du mit dem Lernen anfängst, desto weniger Stress musst du dir machen. Du brauchst schließlich auch ein wenig Zeit, um in die neue Situation reinzufinden. Mit der Zeit bekommst du ein besseres Gefühl dafür, wieviel Tage oder Wochen du für welche Themen brauchst und wann du spätestens mit der Vorbereitung anfangen musst. Mach dir bewusst, dass ein Studium kaum mit der Schule vergleichbar ist und du nun wesentlich mehr Zeit zum Lernen brauchst, als bei weniger aufwändigen Schularbeiten.

3. Finde deine Lernmethode

Bei deiner Zeitplanung solltest du außerdem beachten, dass du noch gar nicht weißt, wie du am besten lernst. Auch hier ist die Schule kein besonders guter Vergleich. Probiere deswegen in deiner ersten Klausurenphase mehrere Lernmethoden aus, damit du möglichst schnell die richtige Taktik für dich findest. Vielleicht bist du eher ein visueller Lerntyp, der am liebsten mit Texten und Grafiken lernt, oder du kannst besser auditiv lernen, also mit aufgezeichneten Vorlesungen und Erklärvideos. Teste verschiedene Methoden von Mindmaps über Karteikarten bis hin zu Rollenspielen aus. So weißt du für die Zukunft genau, was dir liegt und du kannst in den kommenden Klausurenphasen punkten.
 


4. Bereite dich ausführlich vor

Die erste Klausurenphase ist immer mit Unsicherheit verbunden. Das ist völlig normal. Du weißt schließlich überhaupt nicht, was in den Klausuren von dir erwartet wird und wie schwer die Prüfungen letztendlich sind. Um dir mehr Selbstvertrauen zu verschaffen, solltest du dich in deiner ersten Klausurenphase bestmöglich vorbereiten. Wenn du mit Lernerfolgen in die Klausur gehst, bist du sicherer und hast weniger Angst vor der neuen Situation. Wenn du die Professoren in den nächsten Semestern besser kennenlernst und die Prüfungen besser einschätzen kannst, ist es eventuell immer noch möglich, in einigen Fällen auf Lücke zu lernen.

5. Tausch dich mit Kommilitonen aus

Wenn du Glück hast, kannst du in der Klausurenphase von den Erfahrungen deiner Kommilitonen profitieren. Vielleicht haben einige der anderen Studierenden bereits zuvor ein anderes Fach studiert und können dir persönliche Tipps zur Klausurenphase weitergeben. Noch praktischer ist es, wenn du zum Beispiel in einem Tutorium Studenten aus höheren Semestern kennengelernt hast. Vielleicht kennen sie ja deine Professoren und haben selbst schon Klausuren in diesen Fächern geschrieben. Sie können dir bestimmt von ihren Erfahrungen erzählen, sodass du eine ungefähre Vorstellung davon erhältst, was am Prüfungstag auf dich zukommt. Tausche dich auf jeden Fall mit deinen Kommilitonen aus - so könnt ihr euch gegenseitig die Angst nehmen.
 


6. Finde deine produktiven Phasen

So wie du in deiner ersten Klausurenphase die richtige Lernmethode für dich finden musst, solltest du auch überlegen, zu welchen Zeiten du besonders produktiv bist. Fällt es dir früh am Morgen und vormittags leicht, dich zu konzentrieren? Bist du nachmittags besonders motiviert? Oder fängst du erst an zu lernen, wenn andere schon schlafen? Wenn du herausfindest, wann deine produktiven Phasen sind, kannst du deine Lerneinheiten dementsprechend planen. Dadurch schaffst du in diesen Phasen viel mehr, als wenn du dich zum Lernen zwingen musst, obwohl deine Gedanken eigentlich ganz woanders sind.

7. Vermeide Prokrastination

Zimmer aufräumen, Sport machen oder stundenlang auf social Media rumhängen - überall lauern fiese Ablenkungen, die dich vom Lernen abhalten. Entgegen der verbreiteten Meinung gehört Aufschieberitis oder Prokrastination nicht zu jeder Klausurenphase dazu. In deiner ersten Prüfungsphase solltest du nicht gleich die schlechten Gewohnheiten der anderen übernehmen. Dieses Verhalten würde sich wahrscheinlich schnell etablieren und dich von nun an in den kommenden Semestern begleiten. Vermeide deswegen das Aufschieben von Anfang an und versuche, Ablenkungen so gut es geht zu widerstehen. Für ein paar Wochen stehen jetzt deine Klausuren im Vordergrund. All die anderen Dinge kannst du auch noch nach den Prüfungen erledigen.
 


8. Erlaube dir Pausen

Während du ungewollte Ablenkung vermeiden solltest, sind geplante Pausen sogar sehr wichtig für deinen Lernprozess. Du darfst nicht glauben, dass du die Tage vor den Klausuren durchlernen musst. Erlaube dir Pausen, in denen du zum Beispiel Sport machst oder auch einfach nur eine Serie schaust - Hauptsache, du bekommst den Kopf frei. Neben Pausen ist auch ausreichend Schlaf entscheidend. Nur wenn du ausgeschlafen bist, kannst du dich auf das Lernen konzentrieren und dir die Themen gut einprägen.
 

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Die Autorin: Hannah Reuter
Die Autorin: Hannah Reuter

Die Autorin: Hannah Reuter

Hobbyköchin, Schoko-Junkie, Ordnungsfreak: In Hannover geboren und aufgewachsen, unternahm Hannah nach dem Abi eine Interrailreise quer durch Europa. Anschließend zog sie der Traum vom Journalismus in die Medienstadt Hamburg, wo sie seit 2018 Politikwissenschaft studiert. Sie liebt es zu reisen, erkundet momentan aber vor allem ihre Wahlheimat. Für Pointer schreibt Hannah über Themen rund ums Studium und den Uni-Alltag.