Eine Hausarbeit in Teamwork zu schreiben, birgt Konfliktpotenzial (Foto: Rawpixel.com) Eine Hausarbeit in Teamwork zu schreiben, birgt Konfliktpotenzial (Foto: Rawpixel.com)
Gruppenarbeit

So gelingt die Hausarbeit im Team

Eine Hausarbeit ist oft mit sehr viel Aufwand verbunden: Du musst dir ein Thema überlegen, recherchieren, Infos herausarbeiten und natürlich alles noch perfekt in einem Text formulieren. Da kommt vielen Studierenden das Angebot, die Hausarbeit in einer Gruppe zu schreiben, sehr gelegen. Doch oft unterschätzen sie den zusätzlichen Aufwand und die Schwierigkeiten, die mit Teamwork verbunden sind. Pointer hat acht Tipps für dich, wie deine Hausarbeit im Team gelingt.

1. Möglichst kleine Gruppe

Schon bei der Bildung deiner Gruppe gibt es einiges zu beachten. Wenn du dir deine Gruppe selber zusammenstellen darfst und dich dabei nicht an Vorgaben der Dozierenden halten musst, erleichtert dies das Projekt erheblich. Zum einen kannst du dich mit Kommilitonen zusammentun, die du schon kennst und mit denen du gut arbeiten kannst. Zum anderen hast du die Möglichkeit, die Größe der Gruppe selbst zu bestimmen. Im Falle von gemeinsamen Hausarbeiten ist es nämlich sinnvoll, die Gruppe so klein wie möglich zu halten. Jede weitere Person macht die Koordination und Abstimmung ein wenig schwieriger. Natürlich solltest du dich bei dieser Entscheidung auch an dem geforderten Umfang der Hausarbeit orientieren. Je nachdem, ob ihr gemeinsam 30 oder nur zehn Seiten aufs Papier bekommen sollt, musst du entsprechend eine größere oder kleinere Gruppe zusammenstellen.
 


2. Gerechte Aufgabenverteilung

Da Hausarbeiten in der Regel um einiges aufwändiger sind als normale Gruppenarbeiten, ist es besonders wichtig, dass ihr die anstehenden Aufgaben gemeinsam gerecht verteilt. Gerade wenn ihr nur eine Gruppennote auf die Hausarbeit bekommt, darf sich niemand ausgenutzt fühlen. Orientiert euch nicht nur am Seitenumfang, sondern auch am Arbeitsaufwand für die jeweiligen Themenaspekte. Solltet ihr ohnehin getrennte Noten bekommen, da die einzelnen Abschnitte in der Hausarbeit als Arbeit einzelner Studierender gekennzeichnet werden, fällt euch dieser Schritt vermutlich leichter.

3. Regelmäßiger Austausch

Unerlässlich bei jeder guter Gruppenarbeit und bei Hausarbeiten im Besonderen ist der regelmäßige Austausch mit allen Gruppenmitgliedern. Im Vergleich zu einfachen Referaten gibt es bei einer Hausarbeit viele wichtige Dinge abzustimmen und zu entscheiden. Damit sich niemand übergangen fühlt, solltet ihr möglichst eng zusammenarbeiten und euch schon vor Beginn der Arbeitsphase gut absprechen. Der regelmäßige Austausch kann verhindern, dass ein Gruppenmitglied etwas falsch versteht und in der Folge Teile der Hausarbeit am Ende unbrauchbar sind. Nur Kommunikation kann diese Probleme verhindern.
 


4. Auf den Inhalt konzentrieren

Du bist mit deinen Freunden in einer Gruppe, und statt an der Hausarbeit zu arbeiten, drehen sich eure Gespräche um private Themen? Damit ihr rechtzeitig zum Abgabetermin fertig werdet, sollte diese Situation nur die Ausnahmfällen eintreten. Legt zum Beispiel Zeiten fest, in denen ihr produktiv seid, und gebt euch vielleicht im Anschluss an das Gruppentreffen noch ein paar Minuten, um euch privat auszutauschen. So konzentriert ihr euch, wenn es darauf ankommt, auf den Inhalt und lasst euch nicht so schnell ablenken.

5. Offen für Kritik sein

Bei einer so großen Aufgabe wie einer Hausarbeit werdet ihr garantiert nicht immer einer Meinung sein - egal ob bei der Vorgehensweise, bei Interpretationen oder einzelnen Formulierungen. Stelle dich deswegen schon vor der Gruppenarbeit darauf ein, dass du auch mit Kritik umgehen musst. Statt in diesem Fall direkt in die Verteidigungshaltung zu gehen, nimm konstruktive Kritik lieber an. Der Austausch kann eine echte Bereicherung sein - auch für deine zukünftigen Hausarbeiten. Wenn alle Gruppenmitglieder offen für Kritik der anderen sind, verläuft die Gruppenarbeit auf jeden Fall viel harmonischer.
 


6. Frei deine Meinung sagen

Du bist nicht gezwungen, jede Kritik dankend anzunehmen oder dich bei den anderen Gruppenmitgliedern wegen der Harmonie zurückzuhalten. Eine gute Gruppenarbeit, besonders bei Hausarbeiten, lebt davon, dass alle frei ihre Meinung sagen und die Chance haben, diese auch zu begründen. Wenn du also die Kritik von jemandem nicht nachvollziehen kannst, argumentiere dagegen. Dasselbe gilt, wenn du Kritik an der Arbeit der anderen übst. Sprich diese Stellen am besten offen an, damit du nicht im Nachhinein unzufrieden mit der Hausarbeit bist. Achte jedoch darauf, dass du dabei immer freundlich bleibst und deine Kritik konstruktiv äußerst.

7. Deadlines einhalten

Wenn du alleine an einer Hausarbeit arbeitest, schöpfst du die Deadlines der Dozierenden wahrscheinlich immer bis zur letzten Minute aus. Bei einer Hausarbeit im Team musst du den Zeitplan genauer im Blick haben und früher fertig werden. Bevor ihr die Hausarbeit gemeinsam abgeben könnt, müssen schließlich alle nochmal einen Blick darauf werfen. Legt am besten eine eigene Deadline fest, an die sich alle aus der Gruppe halten müssen. So habt ihr bis zur offiziellen Abgabe noch Zeit, um kleine Änderungen vorzunehmen, bis alle wirklich zufrieden sind.
 


8. Miteinander statt gegeneinander

In einigen Studiengängen ist das Konkurrenzdenken besonders stark ausgeprägt. Diese Einstellung musst du bei der Gruppenarbeit ablegen. Deine Kommilitonen sind nicht dein Konkurrenten um eine gute Note, sondern deine Mitstreiter. Arbeitet miteinander statt gegeneinander, denn ihr könnt nur so ein gutes Ergebnis erzielen. Besonders wenn ihr eine gemeinsame Note bekommt, ist diese Einstellung entscheidend. Doch auch sonst sollte aus der Gruppenarbeit kein Wettstreit um die beste Note werden. Betrachte deine Gruppenmitglieder als Mitspieler und Kollegen, die dir vielleicht zu einer besseren Note verhelfen können und dir viel Arbeit abnehmen.
 

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Die Autorin: Hannah Reuter
Die Autorin: Hannah Reuter

Die Autorin: Hannah Reuter

Hobbyköchin, Schoko-Junkie, Ordnungsfreak: In Hannover geboren und aufgewachsen, unternahm Hannah nach dem Abi eine Interrailreise quer durch Europa. Anschließend zog sie der Traum vom Journalismus in die Medienstadt Hamburg, wo sie seit 2018 Politikwissenschaft studiert. Sie liebt es zu reisen, erkundet momentan aber vor allem ihre Wahlheimat. Für Pointer schreibt Hannah über Themen rund ums Studium und den Uni-Alltag.