Sowohl in der Schule und im Studium als auch im Job ist es wichtig, in der Gruppe arbeiten zu können (Foto: Rawpixel.com) Sowohl in der Schule und im Studium als auch im Job ist es wichtig, in der Gruppe arbeiten zu können (Foto: Rawpixel.com)
Gruppenarbeit

So wirst du zum Teamplayer

Genau wie in der Schule musst du auch im Studium viele Aufgaben in der Gruppe erledigen - von Referaten und Präsentationen bis hin zu benoteten Hausarbeiten. Teamfähigkeit ist auch in den allermeisten Jobs eine wichtige Kernkompetenz. Leider ist für viele Studierende die Gruppenarbeit negativ behaftet, da einige Kommilitonen die gerechte Aufgabenverteilung nicht so ernst nehmen, ganz nach dem Motto: "TEAM - Toll, ein anderer machts". Pointer hat deswegen sechs Tipps für dich, wie du vom Einzelkämpfer zum Teamplayer wirst.

1. Kommunikation verbessern

Oft fühlt sich bei Gruppenarbeiten niemand so richtig angesprochen, sodass am Ende auch niemand die Aufgabe bearbeitet. Sprich deswegen von Beginn an offen mit deinen Teammitgliedern. Gemeinsam teilt ihr die anstehenden Aufgaben gerecht unter euch auf. Alle müssen wissen, was sie zu tun haben, damit ihr Missverständnisse vermeiden könnt. Sprich am besten auch offen an, wenn du mit einer Regelung unzufrieden bist. Es bringt nichts, im Geheimen frustriert zu sein und die Gruppenarbeit zu verteufeln. Du wirst sehen, dass ihr in der Gruppe eine bessere Lösung findet als du alleine. Achte jedoch bei der Kommunikation darauf, dass du immer respektvoll mit den anderen umgehst und niemandem die alleinige Schuld für einen Fehler gibst.
 


2. Kritik annehmen

Bei der Arbeit im Team ist Kritikfähigkeit eine wichtige Kompetenz. Kritik zu akzeptieren und anzunehmen, ist oft gar nicht so einfach, wenn du von deiner Vorgehensweise oder deinem Standpunkt überzeugt bist. Gib den Äußerungen deiner Teammitglieder dennoch eine Chance. Beharrst du auf deiner Sichtweise, weil du Recht behalten willst oder bist du wirklich der Meinung, dass das die Gruppe weiterbringt? Zu einer Gruppenarbeit gehört dazu, auch mal von den anderen überstimmt zu werden. Nimm das nicht persönlich, sondern sieh es als Bereicherung für deine Arbeit. Du hast selbstverständlich ebenfalls das Recht, die anderen für ihre Arbeit zu kritisieren. Dabei ist wichtig, dass die Situation nicht emotional wird, sondern dass ihr euch alle auf die Inhalte konzentriert.
 


3. Dein Bestes geben

Wenn du alleine an einer Aufgabe arbeitest, betrifft die Bewertung deiner Dozentin oder deines Dozenten ebenfalls nur dich allein. In einer Gruppe bist du dagegen ein Stück weit davon abhängig, wie gewissenhaft deine Teammitglieder arbeiten. Besonders wenn ihr eine gemeinsame Note bekommt, gibt das oft Anlass zur Frustration. Dir bleibt daher nichts anderes übrig, als dein Bestes zu geben und zu hoffen, dass deine Gruppenmitglieder ebenfalls eine gute Note erreichen wollen. Wenn du versuchst, das Beste aus der Aufgabe herauszuholen, geben die anderen vielleicht auch ihr Bestes. Auf keinen Fall solltest du dich auf die anderen Teammitglieder verlassen und dich entspannt zurücklehnen. Stell dir vor, wie du dich fühlen würdest, wenn deine Gruppe dir die gesamte Arbeit überlassen würde. Nur wenn alle mithelfen, kann die Gruppenarbeit ohne Streit gelingen.
 


4. Perfektionismus ablegen

In den meisten Fällen hast du bei einer Gruppenarbeit eine genaue Vorstellung davon, wie das Ergebnis aussehen soll. Und den anderen Teammitgliedern geht es genauso. Damit ihr am Ende alle mit der Arbeit zufrieden seid, musst du deinen Perfektionismus ablegen und akzeptieren, dass es Alternativen zu deiner Lösung gibt. In einer Hausarbeit muss zudem nicht jede Formulierung perfekt sein, damit ihr eine gute Note bekommt. Wenn ein Gruppenmitglied immer wieder Änderungen vornimmt, weil es meint, alles besser zu wissen als die anderen, ist das nicht gut für die Zusammenarbeit. Konzentriere dich deswegen hauptsächlich auf deinen Teil und grätsche den anderen nicht ständig in ihre Arbeit hinein.
 


5. Kompromisse schließen

In einem Team stehen sich häufig Mitglieder mit unterschiedlichen Meinungen gegenüber. In einer solchen Situation ist es wichtig, dass ihr gemeinsam eine Lösung für diese Meinungsverschiedenheit findet. Wenn sich niemand von der anderen Sichtweise überzeugen lässt, muss ein Kompromiss her. Als guter Teamplayer gibst du dich mit dieser Einigung zufrieden und beharrst nicht störrisch auf deinem Standpunkt. Auch wenn du weiterhin der Meinung bist, dass deine Vorgehensweise besser wäre, musst du dich mit den anderen arrangieren. Du möchtest schließlich bei Entscheidungen auch nicht einfach übergangen werden. Ein gleichberechtigter Kompromiss rettet die Arbeitsatmosphäre innerhalb der Gruppe.
 


6. Gruppenarbeit als Vorteil sehen

Viele Studierende bekommen schon einen Kloß im Hals, wenn Dozierende eine Teamarbeit auch nur ankündigen. Sie nehmen direkt eine Abwehrhaltung ein. Damit die Gruppenarbeit jedoch gelingen kann, solltest du versuchen, diese als Vorteil zu sehen. Du bist bei der Bearbeitung der Aufgaben oder des Themas nicht auf dich alleine gestellt, sondern kannst dich mit deinen Kommilitonen austauschen. In der Gruppe ist Brainstorming einfacher, weil ihr gemeinsam Ideen weiterentwickeln könnt. Fehler lassen sich einfacher vermeiden, da mehrere Leute über die Ergebnisse schauen und Unklarheiten erkennen. Darüber hinaus bist du nicht alleine verantwortlich, wenn etwas schiefläuft. All diese Vorteile bietet eine Gruppenarbeit, wenn du dich auf sie einlässt.
 

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Die Autorin: Hannah Reuter
Die Autorin: Hannah Reuter

Die Autorin: Hannah Reuter

Hobbyköchin, Schoko-Junkie, Ordnungsfreak: In Hannover geboren und aufgewachsen, unternahm Hannah nach dem Abi eine Interrailreise quer durch Europa. Anschließend zog sie der Traum vom Journalismus in die Medienstadt Hamburg, wo sie seit 2018 Politikwissenschaft studiert. Sie liebt es zu reisen, erkundet momentan aber vor allem ihre Wahlheimat. Für Pointer schreibt Hannah über Themen rund ums Studium und den Uni-Alltag.