In der Corona-Zeit kannst du nur online nach passender Literatur für deine Hausarbeiten suchen (Foto: Ake/Rawpixel.com) In der Corona-Zeit kannst du nur online nach passender Literatur für deine Hausarbeiten suchen (Foto: Ake/Rawpixel.com)
Hausarbeiten und Co.

So findest du online die passende Literatur

In der Corona-Pandemie sind die Bibliotheken größtenteils geschlossen. Daher musst du auf andere Art und Weise die Literatur für deine Hausarbeiten und Essays beschaffen. Online findest du diverse Datenbanken und Möglichkeiten zum Download von Fachliteratur. Pointer hat sechs Tipps für dich, wie du im Internet die passende Literatur für deine Seminar- oder Abschlussarbeit findest.

1. Bibliotheksdatenbank deiner Uni

Der erste Weg, online nach Fachliteratur zu suchen, führt über die Bibliotheksdatenbank deiner Hochschule. Begib dich so wie immer auf die Suche nach Quellen für deine Hausarbeit, doch statt die Bücher vor Ort abzuholen oder in der Bib zu lesen, greifst du eben auf online verfügbare Literatur zurück. Schon seit Beginn der Corona-Pandemie bemühen sich viele Bibs, mehr Bücher und Artikel zu digitalisieren, damit du diese Quellen auch von zuhause aus abrufen kannst. Filtere deswegen am besten bei deiner Suche nur die Fachliteratur heraus, die online verfügbar und damit in dieser Zeit für dich zugänglich ist. Wenn du dennoch unbedingt ein bestimmtes Buch brauchst, das bislang nicht digitalisiert wurde, frag bei deiner Uni nach, ob die Bib vielleicht einen Abholservice für bestellte Bücher anbietet.
 


2. Google Scholar

Wirst du beim Katalog deiner Uni nicht so richtig fündig, hilft dir die wissenschaftliche Suchmaschine Google Scholar bestimmt weiter. Dort findest du eine Vielzahl an wissenschaftlichen Artikeln und anderer Fachliteratur. Neben frei verfügbaren PDF-Dateien und E-Books werden dir bei den Ergebnissen jedoch auch Quellen angezeigt, für die du einen Zugang benötigst. Daher eignet sich Google Scholar vor allem für eine erste Recherche zu deinem Thema. Wenn du fündig wirst, gibst du die Bücher einfach nochmal in dem Online-Katalog deiner Hochschule ein, um zu schauen, ob sie für dich zugänglich sind. Am besten kombinierst du beide Suchmaschinen miteinander, da du jeweils unterschiedliche Ergebnisse angezeigt bekommst, die sich bei deiner Literaturrecherche wunderbar ergänzen.
 


3. Fachspezifische Datenbanken nutzen

Um deine Suche auszuweiten, könntest du neben dem Online-Katalog deiner Uni und Google Scholar fachspezifische Datenbanken nutzen. Von der Internetseite deiner Uni oder der jeweiligen Bibliothek bekommst du Zugriff auf das Datenbanken-Informationssystem (DBIS). In diesem System sind alle Fachbereiche und die dazugehörigen Datenbanken aufgelistet, sodass du nur noch dein Gebiet auswählen musst. Dann erhältst du eine Übersicht über die Datenbanken, die dir zur Verfügung stehen, und über die Zugangsbestimmungen. Meist kannst du auf die Daten ganz einfach über deinen Uni- oder Bibliotheks-Account zugreifen. So findest du noch einmal andere Literatur und präzisierst deine Suche, indem du sie auf ein Thema deines konkreten Fachbereichs einschränkst.
 


4. Nach wissenschaftlichen Artikeln suchen

Oft konzentrieren sich Studierende bei der Suche nach passender Literatur auf Fachbücher, die möglichst viel von einem Thema abdecken. Um jedoch einzelne Aspekte eines Themas besser zu verstehen oder auch kontroverse Ansichten besser einbeziehen zu können, solltest du ebenfalls gezielt nach wissenschaftlichen Artikeln suchen. Artikel sind nicht nur häufiger in digitaler Version verfügbar als ganze Bücher, sondern sie lassen sich meist auch schneller durcharbeiten. Publikationen in wissenschaftlichen Zeitschriften sind nämlich meist nicht übermäßig lang und bringen daher das Thema auf den Punkt. Ein weiterer Vorteil von wissenschaftlichen Artikeln: In diesem Genre findest du oft Publikationen zu sehr aktuellen Themen, da das Verfassen und die Veröffentlichung nicht so lange dauert wie bei einem ganzen Buch.
 


5. Unterschiedliche Stichworte eingeben

Wenn du das Gefühl hast, du befindest dich bei der Online-Literatursuche in einer Sackgasse, solltest du deine Stichwörter variieren. Je nachdem, welche Schlüsselbegriffe du in welcher Kombination eingibst, werden dir meist völlig unterschiedliche Ergebnisse angezeigt. Überleg dir deswegen genau, welche Stichwörter dein Thema besonders gut beschreiben und wechsele diese immer mal wieder aus. Wirf für die Erweiterung deiner Suche auch schon einen Blick in die Literatur, die du bereits gefunden hast. Dort siehst du, mit welchen Aspekten dein Thema oft verknüpft wird und welche Bereiche ebenfalls für die Bearbeitung der Hausarbeit wichtig sind. So bekommst du neue Impulse für die weitere Literaturrecherche und lässt dir keinen wichtigen Artikel durch die Lappen gehen.
 


6. Auf Deutsch und Englisch suchen

Endlich hast du ein spannendes Thema gefunden und begibst dich auf die erste Literatursuche. Doch auch nachdem du mehrere Suchbegriffe ausprobiert hast, spucken die Online-Kataloge nicht wirklich hilfreiche Literaturhinweise aus? Statt dein Thema zu verwerfen, solltest du deine Schlüsselbegriffe unbedingt auch auf Englisch eingeben. Das Angebot englischsprachiger Fachliteratur ist wesentlich größer - und damit sind auch die Chancen besser, dass du Quellen für deine geplanten Hausarbeit findest.
 

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Die Autorin: Hannah Reuter
Die Autorin: Hannah Reuter

Die Autorin: Hannah Reuter

Hobbyköchin, Schoko-Junkie, Ordnungsfreak: In Hannover geboren und aufgewachsen, unternahm Hannah nach dem Abi eine Interrailreise quer durch Europa. Anschließend zog sie der Traum vom Journalismus in die Medienstadt Hamburg, wo sie seit 2018 Politikwissenschaft studiert. Sie liebt es zu reisen, erkundet momentan aber vor allem ihre Wahlheimat. Für Pointer schreibt Hannah über Themen rund ums Studium und den Uni-Alltag.