Eine enge Zusammenarbeit mit deinem Betreuer erleichtert dir das Schreiben deiner Abschlussarbeit (Foto: Rawpixel.com) Eine enge Zusammenarbeit mit deinem Betreuer erleichtert dir das Schreiben deiner Abschlussarbeit (Foto: Rawpixel.com)
4 Tipps

Abschlussarbeit: So koordinierst du die Betreuung

Vielen Studierenden graut es vor der Abschlussarbeit am Ende ihres Studiums. Doch du wirst mit dieser großen Aufgabe nicht alleine gelassen. Alle Studierenden müssen sich eine Betreuerin oder einen Betreuer für ihre Bachelor- oder Masterarbeit suchen, mit der oder dem sie in engem Austausch stehen sollten. Pointer erklärt dir, was ein Betreuer macht und wie du den passenden findest. Hier findest du vier Tipps, mit denen die Zusammenarbeit mit deinem Betreuer gelingt.

Was sind die Aufgaben eines Betreuers?

Die Betreuerin oder der Betreuer deiner Abschlussarbeit sollte dich von Anfang an bei deinem Vorhaben unterstützen. Das bedeutet, dass ihr gemeinsam die Arbeit vorbereitet. Dazu gehören die Themenfindung, die Formulierung einer Forschungsfrage und die Strukturierung deiner geplanten Abschlussarbeit. Ein Betreuer kann dir im Optimalfall mit seiner Expertise weiterhelfen - sowohl aus fachlicher als auch aus formaler Perspektive.

Sie oder er achtet darauf, dass du keine wichtigen Aspekte vergisst und dass du die wissenschaftlichen Standards einhältst. Oft bekommst du auch Unterstützung bei der Eingrenzung deines Themas, damit du deine Frage überhaupt im Rahmen einer Abschlussarbeit beantworten kannst. Im Schreibprozess steht deine Betreuerin oder dein Betreuer für Fragen zu Verfügung. Im Anschluss ist sie oder er gemeinsam mit einem Zweitgutachter für die Benotung deiner Abschlussarbeit verantwortlich.
 


Wie finde ich den passenden Betreuer?

Um die richtige Betreuerin oder den richtigen Betreuer für deine Abschlussarbeit zu finden, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder du fragst Dozierende als Betreuer an, deren Kurse du zur Zeit besuchst und die dir sympathisch und kompetent erscheinen. Dann musst du dich bei der Themenwahl an den Forschungsschwerpunkten deiner Betreuerin oder deines Betreuers orientieren. Bei der anderen Möglichkeit hast du bereits ein konkretes Thema für deine Abschlussarbeit im Kopf und suchst dann gezielt nach einem Betreuer, der auf diesen Bereich spezialisiert ist.

Neben der fachlichen Ausrichtung ist es wichtig, dass du mit deinem Betreuer auf einer Ebene bist - ihr steht schließlich in engem Austausch. Außerdem könntest du während des Auswahlprozesses darauf achten, welche Kandidaten schnell erreichbar sind und nicht so lange zum Antworten brauchen. Das wird später nämlich immer wichtiger, je näher der Abgabetermine der Abschlussarbeit rückt. Die folgenden Tipps helfen dir bei der Zusammenarbeit mit deinem Betreuer.
 


1. Regelmäßiger Austausch

Damit du bei deiner Abschlussarbeit das bestmögliche Ergebnis erzielst, solltest du dich regelmäßig mit deinem Betreuer austauschen und ihn über deine Entscheidungen informieren. Nur so kannst du sichergehen, dass er zum Beispiel mit Änderungen deiner Vorgehensweise einverstanden ist. Der Austausch hilft dir besonders dann weiter, wenn du das Gefühl hast, nicht weiterzukommen. Besprich das Problem mit deiner Betreuerin oder deinem Betreuer. Bestimmt hat sie oder er eine Idee, wie du das Problem lösen kannst. So kannst du von der Erfahrung und dem inhaltlichen Wissen profitieren und das Beste aus deinem Thema herausholen.

2. Synchrone Treffen

In der Corona-Zeit sind persönliche Treffen vermutlich größtenteils nicht möglich, aber unter normalen Umständen findet Austausch oft nur per E-Mail statt. Für eine schnellere Kommunikation solltet ihr jedoch regelmäßig synchrone Treffen vereinbaren - ob nun in der Sprechstunde, als Videokonferenz oder übers Telefon. Dann kannst du Fragen schneller abklären, anstatt erst eine lange Mail mit vielen kleinen Unklarheiten zu formulieren. Bei synchronen Treffen lassen sich Missverständnisse einfacher vermeiden. Zudem kannst du deinen Plan etwas persönlicher mit deinem Betreuer besprechen.
 


3. Keine unüberlegten Nachfragen

Bevor du wegen jeder Kleinigkeit zu deiner Betreuerin oder deinem Betreuer läufst, solltest du selber gründlich über die Frage nachdenken. Dasselbe gilt für Änderungen an der Vorgehensweise, deiner Forschungsfrage oder den Hypothesen. Verschaff dir erst einen genauen Überblick über die Literaturlage, notiere dir wichtige Aspekte und arbeite eine Struktur aus. Erst wenn du dir sicher bist, dass deine Abschlussarbeit so funktionieren könnte, gibst du das Exposé an deine Betreuerin oder deinen Betreuer. Wenn du deine Pläne ständig änderst, verliert nämlich nicht nur dein Betreuer den Überblick - auch du selbst könntest den Fokus verlieren.

4. Eigenständiges Arbeiten

Neben unüberlegten Nachfragen solltest du auch vermeiden, zu viel von deiner Betreuerin oder deinem Betreuer zu erwarten. Es ist schließlich deine Abschlussarbeit, die von dir allein angefertigt werden soll. Dein Betreuer ist nur dafür da, dich dabei zu unterstützen und vor allem bei der Planung unter die Arme zu greifen. Als Impulsgeber kann dir dein Betreuer zum Beispiel eine zweite Sicht auf dein Thema aufzeigen und damit das Spektrum deiner Arbeit erweitern. Wenn das Thema, die Fragestellung und die Vorgehensweise erstmal feststehen, solltest du den Großteil der Arbeit selbst erledigen.
 

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Die Autorin: Hannah Reuter
Die Autorin: Hannah Reuter

Die Autorin: Hannah Reuter

Hobbyköchin, Schoko-Junkie, Ordnungsfreak: In Hannover geboren und aufgewachsen, unternahm Hannah nach dem Abi eine Interrailreise quer durch Europa. Anschließend zog sie der Traum vom Journalismus in die Medienstadt Hamburg, wo sie seit 2018 Politikwissenschaft studiert. Sie liebt es zu reisen, erkundet momentan aber vor allem ihre Wahlheimat. Für Pointer schreibt Hannah über Themen rund ums Studium und den Uni-Alltag.