Pointer hat sechs Tipps und Ideen für deinen Balkongarten (Foto: Markus Spiske/Unsplash.com) Pointer hat sechs Tipps und Ideen für deinen Balkongarten (Foto: Markus Spiske/Unsplash.com)
Frühling

Tipps und Ideen für deinen Balkongarten

Langsam wird es wärmer, die Tage sind länger und die ersten Vogelstimmen begleiten deinen morgendlichen Schritt auf den Balkon. Aber Moment mal: Das vertrockneten Gestrüpp in den Blumentöpfen sorgt ja nicht für gute Laune. Dabei brauchst du weder viel Platz noch einen grünen Daumen, um Frühlingsstimmung auf deinen Balkon zu bringen. Pointer hat sechs einfache Tipps und Ideen für dich, wie dein Balkon zum schönsten Ort der Wohnung wird.




Gemüsearten für den Blumentopf

Nicht alle Gemüsearten kannst du in dem begrenzten Platz deines Balkons anpflanzen, da sie sich nicht für Blumentöpfe eignen. Kartoffeln brauchen zum Beispiel viel Platz und müssen tief vergraben werden. Glücklicherweise gibt es aber viele andere Sorten, die nicht allzu groß werden und sich im Topf wohl fühlen. Tomaten sind dabei der Klassiker, da sie auch als Topfpflanzen eine reiche Ernte bescheren. Achte beim Kauf von Jungpflanzen oder Samen auf die Angaben zur Größe. Die beliebtesten Tomatensorten für den Balkon sind "Vilma", "Balkonstar" und "Primabell". In etwas größeren, flachen Schalen kannst du alle möglichen Salatsorten wie Rucola oder Feldsalat ziehen. Diese kannst du meist als kleine Setzlinge kaufen und bereits nach wenigen Wochen die ersten Blätter ernten. Ähnlich einfach ist es mit Radieschen, Spinat und Roter Beete. Gurken- und Zuchinipflanzen brauchen etwas mehr Platz, und die meisten Bohnensorten benötigen ein Geländer oder ein Gestell zum Ranken. Wer es fruchtig mag, kann außerdem Erdbeeren und kleine Sträucher von Blau- oder Himbeeren im Topf pflanzen.
 


Dein eigener Kräutergarten

Auch Kräuter eigenen sich gut für den Balkon. Sie sehen in Töpfen wie in Kästen schön aus, verbreiten einen aromatischen Duft und können zum Verfeinern von Gerichten benutzt werden. Die Pflanzen, die du im Gartencenter oder als Samen kaufen kannst, sind meistens robuster als die Kräuter aus dem Supermarkt, da diese darauf ausgelegt sind, bald verbraucht zu werden. Basilikum verträgt sich zufälligerweise nicht nur auf dem Teller gut mit Tomaten. Auch die Pflanzen können sich gut einen großen Topf teilen und wachsen so in der Regel sogar besser. Zitronenmellisse, Minze und Rosmarin sind winterhart. Von ihnen hast du also mit der richtigen Pflege viele Jahre etwas. Auch Salbei und Schnittlauch wachsen gut in Töpfen. Deine Kräuter brauchen viel Sonne und fühlen sich besonders an der Hauswand wohl, wo es etwas wärmer ist.
 


Rechtzeitig vorziehen

Wer Pflanzen aus Samen ziehen will, sollte rechtzeitig damit anfangen. Viele Gemüsesorten und auch Kräuter brauchen mehrere Monate, bis du sie ernten kannst. Aus diesem Grund sähe Sommersorten bereits ab März aus. Dafür eigenen sich kleine, biologisch abbaubare Töpfe, in denen die Samen keimen können. Wenn die Pflänzchen etwas größer sind, topfe sie in größere Behältnisse aus Ton, Plastik oder Metall um. Der Vorteil ist, dass die feinen Wurzeln geschont werden, weil du die Anzuchtstöpfchen einfach mit vergraben kannst. Während es draußen noch kühl ist, fangen deine Setzlinge auf der Fensterbank die ersten Sonnenstrahlen ein. Je nach Pflanzenart ziehen sie dann bei wärmeren Temperaturen auf den Balkon um.
 


Geld sparen durch Regrowing

Wenn du kein Geld für Pflanzen oder Samen aus dem Gartencenter ausgeben willst, musst du trotzdem nicht auf einen Balkongarten voller Grün verzichten. Durch Regrowing kannst du deinen Küchenabfällen neues Leben einhauchen. Dafür brauchst du nur ein Stück von dem Gemüse, das du zum Beispiel zum Kochen kaufst. In der Regel eignen sich hier Teile, die du sowieso weggeschmissen hättest, wie der Strunk vom Romanasalat oder das Ende der Frühlingszwiebel, an dem die Wurzeln sind. Diese stellst du dann einfach in einem Glas mit Wasser an einen hellen Ort und schaust zu, wie dein Gemüseabfall neu austreibt. Wenn sich genug junge Wurzeln gebildet haben, kannst du deine Pflanze in einen Topf mit Erde setzen und sie auf deinen Balkon stellen. Zum Regrowing eignen sich außerdem Knoblauch, Basilikum, Minze, Lauch und Wurzelgemüse.
 


Schön und insektenfreundlich: Blühpflanzen

Insekten sind wichtig für uns Menschen und die Umwelt. In deinem eigenen kleinen Garten kannst du ihnen etwas Gutes tun, schließlich ist kein Balkon ohne ein paar schöne Blumenkästen komplett. Bienen und Co. sind dabei gar nicht so anspruchsvoll. Die Pflanzen sollten offene Blüten haben, die einen süßen Duft verteilen, der die Insekten anlockt. Viele Kräuter, zum Beispiel Basilikum und Minze, fangen im Spätsommer an zu blühen. Mit ihnen tust du gleichzeitig deinen Kochkünsten und den Insekten einen Gefallen. Auch Lavendel lockt fliegende Tierchen an und kann von dir anderweitig benutzt werden, zum Beispiel zum Kochen von Tee. Weitere insektenfreundliche Pflanzen sind Veilchen, Löwenmäulchen, Sonnenblumen und Klatschmohn. Im Handel gibt es Samenmischungen für Wildblumen, die speziell auf Bienen, Schmetterlinge und anderer Insekten abgestimmt sind. Wenn du einen Topf oder Blumenkasten übrig hast, kannst du darin eine tolle Wiese im Miniformat zaubern, in der es im Handumdrehen summt und brummt. Übrigens: Achte beim Kauf von Pflanzenerde stets darauf, dass diese keinen Torf enthält. Damit unterstützt den den Erhalt von Mooren als Lebensraum für Tiere und Pflanzen.
 


Für kreative Köpfe: DIY-Gestaltungsideen

Dein Gemüse- oder Kräutergarten bekommt durch die Beschriftung der verschiedenen Töpfe den letzten Schliff. Kleine Schilder und Marker kannst du ganz einfach selber basteln und sie so dem Look deines Balkons anpassen. Simpel und schlicht sind Wäscheklammern, auf denen du mit einem wasserfesten Stift die Pflanzenart notierst. Das Praktische ist, dass du sie einfach an den Rand einer Topfes, an dein Balkongeländer oder auch an ein Pflanzgitter klemmen kannst. Wer etwas mehr Zeit und Mühe investieren will, kann Steine benutzen. Im besten Falle ähneln diese von ihrer Form her dem Gemüse. Dann kannst du sie wie eine Gurke, eine Zuchini oder eine Erdbeeren anmalen und auf die Erde legen. Auch kleine Holzspieße und -scheiben eignen sich. Oder du bastelst dir deine gewünschte Form aus Modeliermasse wie Fimo und beschriftest diese anschließend. Achte stets darauf, dass du wasserlösliche Farbe mit einem witterungsbeständigen Lack haltbar machst. Für anpassbare Schildchen empfiehlt sich Tafelfarbe, die auf alle möglichen Untergründe aufgetragen und dann mit Kreide immer wieder neu beschrieben werden kann.
 


 

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Die Autorin: Hanna Kunst
Die Autorin: Hanna Kunst

Die Autorin: Hanna Kunst

Sonnenliebhaberin, Lockenkopf, Enthusiastin – Hanna wuchs am Rand von Hamburg auf und schätzt das Landleben ebenso wie den Trubel der Hansestadt. Seit 2020 studiert sie Kulturwissenschaften in Lüneburg und findet dabei Medientechnik und Stadtplanung besonders spannend. In ihrer Freizeit hört sie gern Livemusik, probiert neue Rezepte aus, macht Yoga und fotografiert analog. Für Pointer schreibt Hanna über Lifestyle-Themen und führt als Reporterin Interviews.