Die "WOOP"-Methode hilft dir eventuell dabei, deine Ziele zu erreichen. Du kannst dein Konzept schriftlich festhalten. Pointer erklärt dir das Vorgehen (Foto: Cathryn Lavery/Unsplash.com) Die "WOOP"-Methode hilft dir eventuell dabei, deine Ziele zu erreichen. Du kannst dein Konzept schriftlich festhalten. Pointer erklärt dir das Vorgehen (Foto: Cathryn Lavery/Unsplash.com)
Konzept

Ziele erreichen mit der "WOOP"-Methode

Gesünder essen, den Traumjob finden, früher aufstehen: Sogar für Menschen, die ein konkretes Ziel vor Augen haben, ist aller Anfang schwer. Genau dort setzt die "WOOP"-Methode an. Die Abkürzung "WOOP" kommt aus dem Englischen und steht für Wish (Wunsch), Outcome (Ergebnis), Obstacle (Hindernis) und Plan.
 


Dieses Konzept hat die Psychologin Gabriele Oettingen entwickelt. Die Methode zeigte unter anderem in einer Studie Erfolg, in der Probanden damit aufhören wollten, ungesunde Snacks zu sich zu nehmen. Wie das funktioniert hat? Die "WOOP"-Methode basiert auf dem Konzept des "mentalen Kontrastierens". Das bedeutet, dass man sich die Frage stellt, welche Entscheidungen man treffe müsste, um sein Ziel zu erreichen. In der Studie haben sich die erfolgreichen Probanden darauf konzentriert, sich gesunde Snack-Alternativen vorzustellen. Anschließend gilt es zu identifizieren, aus welchen Gründen man sich doch für das ungesunde Snacken entscheidet, und Hindernisse zu erkennen. Die einzelnen Schritte von "WOOP" kann man laut Oettingen schriftlich bearbeiten oder im Kopf durchspielen:

Wish (Wunsch)

Überlege dir ein Ziel, welches du aktuell gerne erreichen würdest. Es darf groß oder klein sein, du solltest es aber in jedem Fall als realistisch empfinden. Nehmen wir an, du möchtest morgens früher aufstehen. Stelle dir deinen Wunsch bildlich vor.
 


Outcome (Ergebnis)

Denke im zweiten Schritt an die positiven Auswirkungen, die entstehen, wenn dein Wunsch wahr wird. Es kann hilfreich sein, wenn du dabei die Augen für einen Moment schließt und während dieses Augenblicks ganz bei dir selbst bleibst. Wenn du morgens früher aus dem Bett kommst, hättest du zum Beispiel genug Zeit, dich fertig zu machen und zu frühstücken.
 


Obstacle (Hindernis)

Frage dich nun, was das größte Hindernis für dich darstellt und dem Erreichen deines Ziels im Weg steht. Faktoren wie Zeit, Geld oder auch fehlender Mut können bei vielen Zielen eine Rolle spielen. Male dir deine persönliche Barriere aus. Gehst du eventuell zu spät ins Bett, sodass du morgens länger liegen bleiben möchtest?
 


Plan

Im letzten Schritt gestaltest du deinen eigenen "Wenn-Dann-Plan". Überlege dir eine Handlung oder einen Gedanken, der hilft, dein Hindernis zu überwinden und dein Ziel zu erreichen. Also: ""Wenn ich früher ins Bett gehe, bin ich morgens nicht mehr so müde und kann früher aufstehen. Wenn ich früher aufstehe, habe ich genug Zeit für meine Morgenroutine und starte gestärkt und entspannt in meinen anstrengenden Tag."
 

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Die Autorin: Rebecca Niebusch
Die Autorin: Rebecca Niebusch

Die Autorin: Rebecca Niebusch

In Ostfriesland geboren und in Norddeutschland aufgewachsen, verbrachte Rebecca während der Schulzeit ein Austauschjahr in Iowa in den USA. Nach dem Abi reiste sie nach Kanada und jobbte dort als Bäckerin und im Supermarkt. Nach fünf Jahren Studium in Köln geht es jetzt nach Hamburg, wo sie sich beruflich im Journalismus austobt. Rebecca liebt Podcasts, TKKG, Urlaub in Dänemark, Late-Night-Shows und Interior Design.