Bei einem Zweitstudium kannst du von deiner Erfahrung profitieren (Foto: Teddy/Rawpixel.com) Bei einem Zweitstudium kannst du von deiner Erfahrung profitieren (Foto: Teddy/Rawpixel.com)
Weiterbildung

Vermeide diese 5 Fehler bei deinem Zweitstudium

Du hast bereits einen Abschluss in der Tasche und planst, anschließend ein weiteres, eigenständiges Studium zu beginnen? Die Entscheidung für ein Zweitstudium solltest du auf keinen Fall leichtfertig treffen. Denn sowohl bei der Zulassung als auch im Zweitstudium selbst gibt es einiges zu beachten. Pointer zeigt dir auf, welche Fehler du bei deinem Zweitstudium unbedingt vermeiden solltest.

1. Zweitstudium ohne Plan

Ein zweites, eigenständiges Studium ist keine Kleinigkeit. Nur das Interesse für den Studiengang reicht dabei für die Zulassung nicht aus. Entweder musst du bei der Bewerbung zwingende berufliche oder wissenschaftliche Gründe angeben oder anderweitig begründen, warum in deiner Situation ein Zweitstudium notwendig oder zumindest sinnvoll ist. Daher solltest du auf keinen Fall ein Zweitstudium ohne einen konkreten Plan für deine berufliche Zukunft beginnen. Abgesehen davon, dass du ohne triftigen Grund gar nicht erst zugelassen wirst, nimmt diese Art von Weiterbildung zudem einige Jahre in Anspruch. Wenn du erst im Nachhinein darüber nachdenkst, was du überhaupt mit dieser Qualifikation anfangen willst, hast du vielleicht wertvolle Zeit verschwendet. Überleg dir deswegen unbedingt vor der Bewerbung für ein zweites Studium, ob dieser Plan für deinen Berufswunsch wirklich hilfreich ist.
 


2. Zeitaufwand unterschätzen

In deine Entscheidung für oder gegen ein Zweitstudium solltest du unbedingt den Zeitaufwand einbeziehen. Du hast zwar bereits ein Studium absolviert, aber vielleicht hast du vergessen, wie aufwändig es ist, dich in ein ganz neues Thema einzuarbeiten. Um erneut ein gesamtes Studium zu meistern, bedarf es großer Motivation. Während du im ersten Studium zu Beginn noch Feuer und Flamme warst, hat diese Begeisterung vielleicht mittlerweile nachgelassen. Versetz dich in die Situation zurück, als du ganz am Anfang deines ersten Studiums warst. Kannst du dir vorstellen, nochmal bei Null anzufangen? Um den tatsächlichen Zeitaufwand in deinem neuen Studium besser einschätzen zu können, tausch dich, wenn möglich, mit Studierenden aus diesem Bereich aus. So weißt du genau, was wirklich auf dich zukommt.

3. Ungeklärte Finanzierung

Ein wichtiger Unterschied eines Zweitstudiums zu deinem ersten Studium ist die Finanzierung. In den meisten Fällen hast du jetzt keinen Anspruch mehr auf BAföG und musst dir daher eine gute Alternative überlegen. Hinzu kommt, dass einige Bundesländer zusätzliche Gebühren für ein Zweitstudium erheben. Ohne finanzielle Unterstützung und mit höheren Ausgaben brauchst du vermutlich einen Nebenjob, der dir wiederum wertvolle Zeit für dein Studium raubt. Beziehe diese Faktoren unbedingt in deine Entscheidung für oder gegen ein Zweitstudium ein, bevor du trotz Zulassung das Studium aus finanziellen Gründen abbrechen musst. Während du beim ersten Studium meist mehr Spielraum hast, solltest du auf keinen Fall ohne eine sichere Finanzierung ins Zweitstudium starten.
 


4. Leistungen nicht anrechnen lassen

Wenn du dich schließlich für ein Zweitstudium entschieden hast, solltest du direkt zu Beginn prüfen, welche Leistungen du dir anrechnen lassen kannst. Wenn dein Zweitstudium thematisch in eine ähnliche Richtung geht wie dein Erststudium, hast du bestimmt einige wichtige Kurse bereits absolviert und brauchst sie nun nicht zu wiederholen. Schau dafür einfach im zuständigen Studienbüro vorbei. Die Studienkoordinatorin oder der Studienkoordinator wird dir genau sagen, welche Leistungspunkte sich auf dein Zweitstudium übertragen lassen. Es wäre wirklich ärgerlich, wenn sich erst später herausstellt, dass du einige Module völlig umsonst nochmal bearbeitet hast. Solltest du dich vollkommen neu orientieren, ist die Chance, dir Kurse anrechnen zu lassen, natürlich geringer.

5. Erfahrungen nicht ausnutzen

Im Gegensatz zu vielen deiner Kommilitoninnen und Kommilitonen hast du den klaren Vorteil, dass du bereits ein erstes Studium absolviert hast und damit die Tipps und Tricks des Studierens schon kennst. Nutze daher unbedingt deine Erfahrung und mach nicht wieder dieselben Fehler wie im ersten Studium. Denk an dein erstes Semester zurück und überleg dir, was damals vielleicht falsch gelaufen ist. So kannst du zum Beispiel im Zweitstudium besser planen, früher mit dem Lernen anfangen oder Hausarbeiten nicht mehr ewig aufschieben. Auch Fähigkeiten unabhängig vom Studiengang wie etwa die Literaturrecherche, eigenständiges Arbeiten oder die Sprechstunde bei Dozierenden bereiten dir im Zweitstudium keine Probleme mehr.
 


Erreiche deine Ziele mit der WOOP-Methode

Du bist dir sicher, dass ein Zweitstudium das Richtige für dich ist, aber du zweifelst noch, ob du die zweite Runde an der Uni auch packst? Dann gehe strategisch mit der WOOP-Methode vor. Die Abkürzung "WOOP" kommt aus dem Englischen und steht für "Wish" (Wunsch), "Outcome" (Ergebnis), "Obstacle" (Hindernis) und "Plan". In den vier verschiedenen Schritten stellst du dein persönliches Konzept auf, indem du aufschreibst, was du dir wünscht, und dir überlegst, was dich am Erreichen deiner Ziele hindern könnte. Hier erfährst du mehr über die WOOP-Methode.

Dieser Artikel wird präsentiert von unserem Gesundheitspartner Die Techniker.

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Die Autorin: Hannah Reuter
Die Autorin: Hannah Reuter

Die Autorin: Hannah Reuter

Hobbyköchin, Schoko-Junkie, Ordnungsfreak: In Hannover geboren und aufgewachsen, unternahm Hannah nach dem Abi eine Interrailreise quer durch Europa. Anschließend zog sie der Traum vom Journalismus in die Medienstadt Hamburg, wo sie seit 2018 Politikwissenschaft studiert. Sie liebt es zu reisen, erkundet momentan aber vor allem ihre Wahlheimat. Für Pointer schreibt Hannah über Themen rund ums Studium und den Uni-Alltag.