Pointer hat Motivationstipps für das digitale Sommersemester (Foto: Roungroat/rawpixel.com) Pointer hat Motivationstipps für das digitale Sommersemester (Foto: Roungroat/rawpixel.com)
So hältst du durch

Motivationstipps fürs digitale Sommersemester

Als vor gut einem Jahr die ersten Universitäten auf Onlinelehre umgestiegen sind, rechnete kaum jemand damit, dass die meisten Studis jetzt, zwei Semester später, noch immer vor ihren Laptops in Zoom-Vorlesungen sitzen würden. Kein Wunder, dass die Motivation der Studierenden so langsam nachlässt und es immer schwerer wird, mit Elan am digitalen Studium teilzunehmen. Pointer hat sieben Motivationstipps für dich, die das Aufraffen im digitalen Sommersemester erleichtern.

1. Ziele setzen

Mit einem festen Ziel vor Augen steigt die Motivation, um Aufgaben erfolgreich zu erledigen. Das kannst du dir vorstellen wie bei einem 100-Meter-Lauf. Mit dem erfüllenden Gefühl nach Erreichen des Ziels im Hinterkopf wird es gleich viel leichter, dafür zu arbeiten. Überlege dir zu Beginn des Semesters also, was du in den nächsten Monaten schaffen willst. Das kann ein bestimmter Notendurchschnitt sein, muss es aber nicht. Vielleicht möchtest du dich in Seminaren mehr beteiligen, deine Mitschriften übersichtlicher gestalten oder die Vorlesungsinhalte immer direkt im Anschluss nachbereiten. Überlege dir ein Ziel, das erreichbar und realistisch ist, um zu vermeiden, dass du am Ende enttäuscht bist und dich selber runtermachst. Deine Vorsätze müssen auch nicht unbedingt etwas mit der Lehre an sich zu tun haben. Du kannst dir ebenfalls vornehmen, jeden Tag an die frische Luft zu gehen, zehn Minuten Sport zu machen oder dir Zeit zum Aufräumen zu nehmen. Wenn dir so eine tägliche Challenge hilft, kannst du dir einen Kalender malen, auf dem jeder Tag abgekreuzt und deine Produktivität somit visualisiert wird.
 


2. Freiwillige Kurse belegen

Jedes Studium ist anders, aber es kann durchaus vorkommen, dass vor dir ein Semester liegt, das sich vor allem mit einem Themenbereich beschäftigt, der dich nicht so sehr interessiert. Oder du belegst die Vorlesung, die du schon seit vielen Semestern aufschiebst, weil sie so schwer sein soll. Dazu kommt, dass alle Veranstaltungen online stattfinden, du den Kontakt zu deinen Kommilitoninnen und Kommilitonen sowie die Zeit auf dem Campus vermisst. Um deinen Uni-Alltag abwechslungsreicher zu gestalten und dir ein Highlight in die Woche zu legen, auf das du dich freust, bietet es sich an, freiwillige Kurse zu belegen. An vielen Universitäten können die Studis freiwillig eine Fremdsprache lernen. Diese Lehrveranstaltungen sind oft überaus interaktiv und es wird viel miteinander gesprochen. Dabei kannst du neue Leute kennenlernen, denen du sonst nicht begegnet wärst. Vielleicht gibt es auch ein digitales Angebot vom Hochschulport, bei dem du teilnehmen kannst, oder du engagierst dich in einer ehrenamtlichen Initiative. Das Angebot außerhalb der Lehre ermöglicht es, dich auch digital mal über andere Themen als die zu lesenden Texte und Aufgaben zu unterhalten.
 


3. Etwas Neues ausprobieren

Inzwischen hat sich ein Alltagstrott eingestellt. Du stehst morgens auf, verbringst dann eigentlich den ganzen Tag am Schreibtisch und guckst abends meist noch irgendwas auf Netflix. Kein Wunder, dass die Motivation, morgens energiegeladen aus den Bett zu springen, zu wünschen übrig lässt. Das Einzige was da hilft, ist den ewig gleichen Ablauf zu durchbrechen. Probiere, immer wieder etwas Neues in deinen Alltag einzubauen. Das kann so simpel sein wie morgens statt abends Sport zu machen, jeden Mittag eine Runde spazieren zu gehen oder einmal die Woche eine kleine Radtour zu veranstalten. Genauso kannst du aber auch ein neues Hobby ausprobieren, ein Instrument lernen, Kopfstand üben oder dein eigenes Gemüse auf dem Balkon pflanzen. Versuche, auch während der Kontaktbeschränkungen und der anderen Corona-Regeln Dinge in deinen Tag zu integrieren, auf die du dich freust und die Abwechslung bringen.




4. Dir selbst etwas Gutes tun

Schluss mit "Ich muss mich nicht schön fühlen, wenn mich eh keiner sieht." Es ist höchste Zeit, dich mal selber dafür zu belohnen, dass du schon so lange Onlinelehre durchhältst, dir noch immer Mühe gibst und nach den Hygienemaßnahmen handelst. Nimm dir einen Abend, um ausgiebig zu duschen oder zu baden und mache es dir dabei richtig schön. Zünde Kerzen an, lege Musik auf und lasse es dir richtig gutgehen. Die Gesichtsmaske liegt schon viel zu lange unbenutzt im Badezimmerschrank, und deine Nägel könnten auch mal wieder gepflegt werden. Dann kochst oder bestellst du dir dein Lieblingsessen und guckst deinen liebsten Film. Nach so einem Self-Care-Abend fühlst du dich erfrischt und hast neue Motivation für den Rest der Woche.
 


5. Zimmer umgestalten

Deine Umgebung beeinflusst dein Inneres. Wenn du positive, motivierende Dinge um dich hast, wirkt sich das also auf deine Stimmung aus. Deshalb ist der Start des Sommersemesters, wenn es gar nicht genug positive Energie geben kann, der richtige Zeitpunkt, um dein Zimmer umzugestalten. Wenn du die Möglichkeit hast, die Anordnung der Möbel zu ändern, ist das ein guter erster Schritt. So kannst du in dem gleichen Raum ein ganz neues Gefühl entstehen lassen. Im besten Fall motiviert dich der Anblick jeden Morgen, in deinem schönen neuen Umfeld produktiv zu sein, und du genießt die Zeit in deinem Zimmer wieder. Im schlechtesten Fall gibt dir die Umbauaktion die Gelegenheit, mal wieder hinterm Schrank Staub zu saugen. DIY- oder Secondhand-Deko bringt neuen, frühlingshaften Pepp. Gerade in Städten, in denen viele Studierende wohnen, findet man immer wieder wahre Schätze, die von anderen aussortiert wurden, vor den Haustüren. Oder du schneidest ein paar hübsche Zweige im Garten deiner Eltern und wirst damit kreativ, um dein ideales Lernumfeld zu gestalten.




6. Homeoffice aufrüsten

Apropos Lernumfeld. Wenn du schon seit Beginn der Onlinelehre auf einem unbequemen Schreibtischstuhl sitzt, Kopfhörer benutzt, bei denen nur eine Seite funktioniert oder du ständig Kopfschmerzen von der schlechten Position deines Laptop hast, ist das hier das Zeichen, deinem Homeoffice ein Upgrade zu verpassen. Gerade bei technischen Geräten gibt es in vielen Läden Rabatte für Studierende. Oder du greifst auf gebrauchte, überholte Technik zurück. Möbel und andere Dinge bekommst du günstiger bei Ebay Kleinanzeigen oder du fragst mal in der Gruppe deiner Uni nach, ob jemand etwas zu verkaufen hat. Mit großer Wahrscheinlichkeit wirst du noch das ganze Sommersemester von zuhause studieren. Da lohnt es sich wirklich, dir das Ganze so bequem und angenehm zu gestalten wie möglich. Auch sinkt die Hemmschwelle, produktiv zu sein, wenn du einen guten Arbeitsplatz hast, an dem du dich gerne aufhältst.




7. Richtigen Blick entwickeln

Perspektive zu behalten, ist wahrscheinlich das Wirksamste, was du gegen die Corona-Müdigkeit tun kannst. So gut wie alle Studierenden sind momentan in der gleichen Situation wie du, vermissen den Campus und haben keine Lust mehr, alleine vom Laptop aus zu lernen. Dieser Fakt mindert deine Probleme zwar nicht, aber es ist doch irgendwo beruhigend zu wissen, dass du nicht alleine bist. Sprich also mit deinen Kommilitoninnen und Kommilitonen über deine Gefühle. Du kannst dir sicher sein, dass sie dich verstehen. Vielleicht könnt ihr euch einfach mal digital treffen, um über Dinge zu quatschen, die euch beschäftigen. Auch wenn ihr euch noch nicht so gut kennt, ist das sehr wohltuend. Vergiss nicht, dass die Pandemie irgendwann wieder vorbei sein wird, auch wenn es sich im Moment eher nicht so anfühlt. Versuche, die positiven Seiten zu sehen. Schließlich hättest du unter normalen Bedingungen nicht so viel Zeit, um neben dem Studium andere Dinge zu tun, deinen Hobbys nachzugehen, Neues zu lernen und Zeit mit dir selbst zu verbringen. Du schaffst das!
 

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Die Autorin: Hanna Kunst
Die Autorin: Hanna Kunst

Die Autorin: Hanna Kunst

Sonnenliebhaberin, Lockenkopf, Enthusiastin – Hanna wuchs am Rand von Hamburg auf und schätzt das Landleben ebenso wie den Trubel der Hansestadt. Seit 2020 studiert sie Kulturwissenschaften in Lüneburg und findet dabei Medientechnik und Stadtplanung besonders spannend. In ihrer Freizeit hört sie gern Livemusik, probiert neue Rezepte aus, macht Yoga und fotografiert analog. Für Pointer schreibt Hanna über Lifestyle-Themen und führt als Reporterin Interviews.