Mit Hilfe eines Haushaltsbuchs kannst du herausfinden, ob du dein Geld sinnvoll ausgibst (Foto: Northfolk/Unsplash.com) Mit Hilfe eines Haushaltsbuchs kannst du herausfinden, ob du dein Geld sinnvoll ausgibst (Foto: Northfolk/Unsplash.com)
Übersicht über deine Ausgaben

So führst du ein Haushaltsbuch

Der Coffee-to-go für zwei Euro, der schnelle Drogerie-Einkauf für zehn Euro und für vier Euro einen Film bei Amazon leihen – erst mit der Zeit merkt man, wie sich kleine Ausgaben in Summe auf den Kontostand auswirken. Wer sich am Ende des Monats immer wieder wundert, wo das Geld geblieben ist, sollte darüber nachdenken, ein Haushaltsbuch zu führen. Damit kannst du erkennen, in welchen Bereichen du viel ausgibst und wo du noch sparen kannst. Pointer erklärt, wie ein Haushaltsbuch aufgebaut ist, ob ein analoges Buch oder eine Excel-Tabelle für deine Ausgaben-Auflistung besser geeignet ist und welche häufigen Fehler du vermeiden solltest.

So sieht ein Haushaltsbuch aus

Ein Haushaltsbuch listet deine Einnahmen und deine Ausgaben in verschiedenen Bereichen auf. Beobachte, wann BAföG, Kindergeld und das Gehalt von deinem Nebenjob auf deinem Konto eingehen. Bei den Ausgaben listest du Fixkosten wie Miete, Wohnkosten wie W-Lan und Rundfunkbeitrag, Versicherungen, Handyvertrag und Abos auf. Im Laufe des Monats kommen dann variable Kosten wie Lebensmittel, Kosmetikartikel, Kleidung und Freizeit hinzu. Die verschiedenen Posten trägst du mit Titel, Höhe des Geldbetrages und Datum in Spalten ein, aufgeteilt in Bereiche wie "Wohnen" und "Freizeit".
 


Analog oder digital?

Dein Haushaltsbuch kannst du mit bereits vorgefertigter Spaltenaufteilung kaufen oder ein Notizbuch selbst umfunktionieren. Wer weniger technikaffin ist, dürfte mit der klassischen Variante am besten zurechtkommen. Hier kannst du auch Bons und Belege sammeln. Ein Nachteil dieser Methode ist, dass du die Ausgaben selbst addieren musst.
 


Alternativ erstellst du am Computer eine Excel-Tabelle, die du flexibel anpasst. Hier benötigst du allerdings Excel-Kenntnisse, um das Programm mit allen Funktionen zu nutzen. Wer das Programm durchschaut hat, kann Zeit beim Rechnen sparen und hat weniger Papier-Kram.
 


Mittlerweile gibt es auch Apps wie "Money Manager" für iOS und Android, in die du deine Ausgaben eintragen kannst. Praktisch ist, dass sich Einnahmen und Ausgaben hier schnell und quasi nebenbei eingeben lassen. Man muss allerdings erst die richtige App finden, mit der man gut zurechtkommt und diese mit seinen Daten einrichten. Bei kostenlosen Apps muss man Werbung in Kauf nehmen und bei möglichen In-App-Käufen aufpassen.
 


Vermeide diese Fehler

Viele Menschen achten nicht drauf, ihre Ausgaben richtig zu ordnen. Den neuen Drucker solltest du nicht mit deinen Lebensmittelkosten zusammenrechnen. Nur wenn du die verschiedenen Bereiche trennst, kannst du feststellen, wo Spar-Potenzial liegt.

Verliere dich nicht in dem Glauben, ein Monat würde für einen aussagekräftigen Überblick reichen. Jeder Monat ist ein wenig anders. Vielleicht hast du ausgerechnet in diesen vier Wochen eine größere Rückzahlung erhalten oder hattest höhere Ausgaben, weil der Semesterbeitrag bezahlt werden musste. Das verzerrt das Ergebnis. Es lohnt sich also, ein paar Monate länger dabei zu bleiben.

Wenn du das Haushaltsbuch angelegt hast, um mehr Geld auf das Sparbuch zu schieben, solltest du es nicht bis zum Äußersten ausreizen. Eine kaputte Waschmaschine oder ein anderer Notfall können dir schnell einen Strich durch die Rechnung machen. Lege am besten einen Teil des Ersparten so zur Seite, dass du sofort an das Geld kommst.

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Die Autorin: Rebecca Niebusch
Die Autorin: Rebecca Niebusch

Die Autorin: Rebecca Niebusch

In Ostfriesland geboren und in Norddeutschland aufgewachsen, verbrachte Rebecca während der Schulzeit ein Austauschjahr in Iowa in den USA. Nach dem Abi reiste sie nach Kanada und jobbte dort als Bäckerin und im Supermarkt. Nach fünf Jahren Studium in Köln geht es jetzt nach Hamburg, wo sie sich beruflich im Journalismus austobt. Rebecca liebt Podcasts, TKKG, Urlaub in Dänemark, Late-Night-Shows und Interior Design.