Pointer hat Studierende gefragt, wie es ihnen in der Corona-Pandemie geht (Fotos: privat / Montage: Public Address) Pointer hat Studierende gefragt, wie es ihnen in der Corona-Pandemie geht (Fotos: privat / Montage: Public Address)
Video-Umfrage

Wie geht es Studenten während Corona?

Mittlerweile sind es schon mehr als zwei Semester, in denen die Studierenden aufgrund der Corona-Pandemie kein normales Studium absolvieren können. Wir haben uns umgehört: Wie geht es ihnen in dieser Situation?

Gleich zu Beginn der Video-Umfrage wollte Pointer wissen: Was ist der größte Unterschied zum Normalbetrieb? "Die relativ lange Sitzzeit vor dem eigenen PC", antwortet der Hamburger Politologie-Student Christian. Die Kommunikation mit Kommilitonen und Professoren findet schließlich in den meisten Fällen digital statt, zum Beispiel durch Videokonferenzen. Das kann auf die Gesundheit gehen: Laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker strengt dies mehr als die Hälfte der Studierenden an (54 Prozent). Studentinnen sind mit 60 Prozent noch stärker betroffen als Studenten (49 Prozent).

Wie geht es den Studenten während Corona? - Pointer Umfrage

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"Der Arbeitsaufwand für die Studierenden ist hochgegangen", betont Christian gegenüber Pointer. In der Forsa-Umfrage gaben zudem rund die Hälfte der Befragten (47 Prozent) an, dass es ihnen schwer fällt, sich für das eigenständige Arbeiten zu motivieren. Für männlichen Studierende (51 Prozent) stellte dies eine größere Herausforderung dar als für Studentinnen (42 Prozent). "Ich habe festgestellt, dass es zwischen dem ersten und dem zweiten Onlinesemester einen Unterschied gab", sagt Lilly, Studentin der Geowissenschaften. "Im zweiten Online-Semester war es für mich einfacher, damit umzugehen." Laut Forsa finden 84 Prozent der Studenten, dass sie generell gut mit den Online-Angeboten umgehen können.


Gleichzeitig sagen laut der Erhebung acht von zehn Befragten, persönliche Gespräche mit anderen seien im Studium durch nichts zu ersetzen seien. "Es fehlt unglaublich, sich mit seinen Kommilitonen auf einer alltäglichen Basis auszutauschen", meint auch der Psychologie-Student Benedict. Und Christian bemängelt, dass es nicht immer leicht sei, Kontakt zu seinen Kommilitonen aufzunehmen, wenn man mal schnell eine Frage habe. "Das Soziale fehlt", konstatiert auch Lehramts-Student Sidney.




Lilly ist es wichtig zu betonen, dass die aktuelle Situation auch Chancen biete. Ihre Hochschule hat beispielsweise einen Kurs zusammen mit der LMU München durchgeführt. "So ein Kurs zwischen Berlin und München wäre nicht so einfach möglich gewesen, wenn man ihn als Präsenzveranstaltung durchgeführt hätte", merkt sie an. Benedikt sagt: "Positiv finde ich - auch wenn das eine Riesen-Herausforderung ist - dass man sich selber einteilen kann, wann man was anschaut und wann man welche Folgen nachgebereitet."

"Für mich persönlich habe ich gelernt, dass ich doch irgendwie diszipliniert bin", meint Sidney. Man müsse im Corona-Semester schließlich diszipliniert sein und selbständig lernen. Benedikt hebt zudem hervor, dass für ihn die Wertschätzung dafür, was man vorher alles hatte und dafür, wie schön das Unileben sein könne, gestiegen ist. Positiv sei jetzt, dass man sich darauf freue, dass es wieder so sein wird, wenn Corona vorbei ist.

[PA]

Dieser Artikel wird präsentiert von unserem Gesundheitspartner Die Techniker.

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