Die Initiative Plastic Free July will ein Bewusstsein für den Umgang mit Plastikmüll schaffen (Foto: Jasmin Sessler/unsplash.com) Die Initiative Plastic Free July will ein Bewusstsein für den Umgang mit Plastikmüll schaffen (Foto: Jasmin Sessler/unsplash.com)
Nachhaltigkeit

Less Waste: Plastic Free July

Nachhaltiger und bewusster leben. Das ist das Motto des alljährlichen Plastic Free July. Die globale Bewegung motiviert Menschen, eine Lösung für die Umweltverschmutzung durch Plastik zu finden, damit wir sauberere Straßen und Meere genießen können. Der plastikfreie Juli wurde 2011 von einer australischen Initiative ins Leben gerufen. Das Ziel: Das Bewusstsein für die Unmengen von Plastikmüll zu stärken und die Menschen dazu anzuregen, vor allem den Verbrauch von Einweg-Plastik zu verringern.
 


Warum ist Plastik so schlecht für die Umwelt?

Plastik wird aus Erdöl hergestellt, einem nicht nachhaltigem Rohstoff, der nur sehr schwer abbaubar ist. Produkte aus Plastik zerfallen nur in immer kleinere Teilchen, weshalb der Abbauprozess viele Jahrzehnte andauert. Bei einer Plastikflasche kann man davon ausgehen, dass diese mehrere Jahrhunderte benötigt, um vollständig abgebaut zu werden. Gerade Einwegplastik steht in der Kritik, da es oftmals nur wenige Minuten in Gebrauch ist, bevor es im Müll landet.
 


Plastik wird zwar inzwischen recycelt, jedoch wird es bei diesem Prozess entweder nur downgecycelt oder sogar verbrannt. Plastikmüll liegt zudem überall herum - ob es der Plastikbecher im Park oder der Strohhalm am Strand ist. Auf diese Weise findet der Müll seinen Weg in die Flüsse, Seen und Meere. Forscher vermuten, dass es bis 2050 mehr Plastikteile als Fische in unseren Weltmeeren gibt. Für die Meeresbewohner ist Plastik schädlich, denn sie nehmen kleine Plastikteile über die Nahrung auf. So landen die Plastikteilchen schließlich auch in unserer Nahrungskette.
 


Wie läuft der Plastic Free July ab?

Die Initiative Plastic Free July funktioniert so, dass die Teilnehmer wöchentlich E-Mails erhalten, in denen Tipps und Tricks stehen, wie man nachhaltiger und plastiksparender leben kann. So bleibt man während der Challenge motiviert, auch nach Ablauf des plastikfreien Juli am Ball zu bleiben. Ein weiterer Vorteil ist es, dass auch Menschen, die nicht an der Challenge teilnehmen, über den Fortschritt der Teilnehmer informiert werden können. So kann man sich auf der offiziellen Website zum kostenfreien Newsletter anmelden.

Plastic Free July - Take the Challenge

Plastic Free July Official | Datenschutzhinweis


Wo die Reise beginnt

Um Plastikverbrauch nachhaltig und konsequent zu reduzieren, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Damit anfangen kannst du zum Beispiel, wenn du versuchst, Lebensmittel, die in Plastikverpackungen abgepackt sind, weitestgehend zu meiden. Kaufe nach Möglichkeit mal im Unverpacktladen ein und reduziere so den Plastikabfall. Eine gute Möglichkeit, auswärts auf Plastikmüll zu verzichten, ist es, wenn du To-go-Produkte in deine eigenen Behälter füllen lässt. Beim nächsten Kaffeeholen kannst du deinen eigenen Thermobecher mitbringen oder deine eigene Brotdose für das Stück Kuchen vom Bäcker. Es gibt viele Kosmetika, in denen sogenanntes Mikroplastik - kleine Kunststoffteilchen - enthalten ist. Hierauf kannst du nach Möglichkeit ebenfalls verzichten und stattdessen auf Produkte umsteigen, die mirkoplastikfrei sind. Ferner kannst du PET-Flaschen stehen lassen und stattdessen Leitungswasser trinken oder Wasser in Glasflaschen kaufen.
 


Was kann ich tun?

Es ist nicht immer leicht, auf Plastik zu verzichten, gerade, wenn man in der Stadt lebt. Nicht alle konventionellen Läden bieten Hygieneartikel an, die frei von Mikroplastik sind, und nicht jeder hat einen Unverpacktladen um die Ecke. Dennoch ist es wichtig, sich über die Folgen von Plastikkonsum in unserer Gesellschaft zu informieren und sich zu sensibilisieren, um Stück für Stück - und sei es durch kleinste Veränderungen - nachhaltig die Umwelt zu schonen und zu schützen.

Nachhaltig leben im Alltag - Meine 9 Tipps!

Philipp | Datenschutzhinweis


Nimm die Herausforderung an und versuche mal, im Juli Einwegplastik so gut, wie du kannst, zu meiden. Hierbei geht es nicht um einen Wettbewerb, sondern um eine Herausforderung. Um einen Überblick über deinen täglichen Plastikkonsum zu erlangen, kannst du das Einwegplastik, welches bei dir anfällt, sammeln und deine Erfahrungen mit der Plastic-Free-July-Community teilen. Es ist nämlich nicht nur das Umdenken des Endverbrauchers, sondern auch das der Großkonzerne gefragt.
 


Beginne jetzt

35.000.000.000 Plastikflaschen landen pro Jahr in Ozeanen und auf Mülldeponien. Vielleicht ziehst du das nächste Mal doch ein Glas Leitungswasser der PET-Flasche vor? Inzwischen gibt es auch für kleines Geld nachhaltige Artikel wie Strohhalme aus Glas oder Silikon, die man immer wieder verwenden kann. Wenn du Lust bekommen hast, die Challenge des Plastic Free July anzunehmen, ist es schon ein Fortschritt, wenn aus dem angestrebten Zero vielleicht Less Waste wird.
 


[Tabea-Jane Mählitz]

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