Pointer verrät dir, was dir niemand über das erste Semester an der Uni sagt (Foto: Dom Fou/unsplash.com) Pointer verrät dir, was dir niemand über das erste Semester an der Uni sagt (Foto: Dom Fou/unsplash.com)
Studienstart

5 Dinge, die dir niemand über das erste Semester sagt

Es gibt Dinge, die dir niemand über das erste Semester an der Uni sagt. Pointer hat eine Liste mit fünf Punkten für dich, die du bei der Vorbereitung auf den Studienstart kennen solltest. Du bist Studienanfänger? So meisterst du die ersten Monate.

1. Du musst mit der Anonymität klarkommen

Anders als in der Schule, in der vielleicht 30 Leute in deiner Klasse sind, kann es je nach Größe deiner Uni oder Hochschule sein, dass mehrere Hundert Erstis mit dir zusammen anfangen. Da ist es logisch, dass die Lehrenden nicht jeden Studenten und jede Studentin kennen können. Diese Anonymität ist anfangs ungewohnt und fühlt sich vielleicht komisch an. Deshalb ist es besser, vorher zu wissen, dass du in manche Kontexten nur eine von vielen Matrikelnummern bist. Mit großer Wahrscheinlichkeit fühlt sich niemand für dich speziell verantwortlich oder zeigt Interesse, dir zu helfen. Umso wichtiger ist es, dass du dir aktiv Hilfe holst, wenn du sie brauchst. Kontakte zu älteren Studierenden, die E-Mailadresse des IT-Services und die Rufnummer des AStA können Gold wert sein.
 


2. Selbstorganisation ist das A und O

Um ein Studium erfolgreich abzuschließen, musst du Voraussetzungen erfüllen. Dazu gehören Module, Prüfungen, eventuelle Pflichtpraktika und möglicherweise noch andere Nachweise. Dabei liegt es von Anfang an in deiner Hand, dich über die Vorgaben in deinem speziellen Fach zu informieren und dafür zu sorgen, dass du sie erfüllst. Meistens findest du die nötigen Informationen auf der Website deiner Uni. Wenn du nicht weiterkommst, gibt es in der Regel Beratungstermine an der Uni, wo du mit Hilfe einer Fachkraft einen Plan erstellen und deine Fragen beantworten kannst. Den Überblick über den Verlauf deines Studiums zu behalten, ist enorm hilfreich und sorgt dafür, dass du die Perspektive nicht verlierst.




3. Überforderung ist normal

Nicht nur das ganze organisatorische Drumherum im Studium kann überwältigend sein. Auch die Inhalte können dir über den Kopf wachsen. Das ist okay. Gerade im ersten Semester bist du nicht nur thematisch mit extrem vielen neue Informationen konfrontiert. Auch die Formen der Lehre, die Arbeistweise und Anforderungen sind neu. Gib dir Zeit, dich auf Vorlesungen, Seminare und Tutorien einzustellen. Führe dir immer wieder vor Augen, dass die Lehrenden Expertinnen und Experten sind, die die gleiche Vorlesung eventuell schon zum zigsten Mal halten. Es ist ihnen nicht zu verübeln, dass sie das Gefühl dafür verlieren, auf welchem Stand Erstsemester sind. Besonders während der digitalen Lehre ist ein Austausch über Basiswissen schwierig. Dazu kommt, dass unterschiedliche Menschen mit Überforderung unterschiedlich umgehen. Sei dir aber sicher, dass du nicht die oder der Einzige bist, die/der in der Vorlesung nicht mitkommt. Auch wenn es niemand zugibt. Falls das passiert, habe keine Scheu, Fragen zu stellen oder um Wiederholung zu bitten.




4. Kritischsein ist erlaubt

Lehrende kennen sich zwar in ihrem Feld gut aus, sind aber wie jeder andere Mensch nicht ohne Fehler. Du musst dir problematische Äußerungen, unfaire Behandlung und fragwürdige Lehrweisen nicht einfach gefallen lassen. Als Studentin oder Student hast du das Recht, Probleme zu melden und dich zu beschweren. Erste Anlaufstellen sind der AStA oder spezielle Vereine im Universitätsrahmen.

5. Du bist selber für deinen Stundenplan verantwortlich

In einigen Studiengängen bist du dafür verantwortlich, deinen eigenen Stundenplan zusammenzustellen. Das ist gar nicht so einfach. Einerseits musst du darauf achten, alle Pflichtverantstaltungen zu belegen, die du in diesem Semester machen willst. Manche davon werden nur im Winter-, manche nur im Sommersemester angeboten. Du musst also während deines ganzen Studiums einen Überblick darüber behalten, welche Module noch ausstehen. Andererseits sollte dein Stundenplan auch zu deinem restlichen Leben passen. Wenn du zum Beispiel an festen Tagen in der Woche arbeitest, ist es besser, dir hier keine Kurse hinzulegen. Wenn du eher ein Morgenmensch bist, kannst du versuchen, Veranstaltungen am Abend zu vermeiden. Und wenn du übers Wochenende gerne zu deiner Familie fährst, ist es vielleicht gut, den Freitag frei zu lassen. All diese Anforderung mit den angebotenen Kurszeiten unter einen Hut zu bringen, ist in der Regel schwer bis unmöglich. Du solltest dir genug Zeit zum Erstellen deines ersten Stundenplans nehmen. Oft passiert es außerdem, dass die Teilnehmenden ausgelost werden und es verschiedene Fristen gibt. Behalte diese im Auge.
 

Dieser Artikel wird präsentiert von unserem Gesundheitspartner Die Techniker.

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Die Autorin: Hanna Kunst
Die Autorin: Hanna Kunst

Die Autorin: Hanna Kunst

Sonnenliebhaberin, Lockenkopf, Enthusiastin – Hanna wuchs am Rand von Hamburg auf und schätzt das Landleben ebenso wie den Trubel der Hansestadt. Seit 2020 studiert sie Kulturwissenschaften in Lüneburg und findet dabei Medientechnik und Stadtplanung besonders spannend. In ihrer Freizeit hört sie gern Livemusik, probiert neue Rezepte aus, macht Yoga und fotografiert analog. Für Pointer schreibt Hanna über Lifestyle-Themen und führt als Reporterin Interviews.