Pointer verrät dir fünf weitere Dinge, die dir niemand über das erste Semester sagt (Foto: Christina @ wocintechchat.com/unsplash.com) Pointer verrät dir fünf weitere Dinge, die dir niemand über das erste Semester sagt (Foto: Christina @ wocintechchat.com/unsplash.com)
Studienstart

Noch 5 Dinge, die dir niemand über das erste Semester sagt

Es gibt eine Menge Dinge, die dir niemand über das erste Semester an der Uni sagt. Pointer hat eine Liste mit fünf weiteren Punkten für dich, die du bei der Vorbereitung auf den Studienstart kennen solltest. Hier gelangst du zu den ersten fünf. Du bist Studienanfänger? So meisterst du die ersten Monate.
 


1. Du musst neue Programme lernen

Egal ob du an einer großen oder kleinen Uni studierst, die Hochschulen haben so gut wie alle ihr eigenes Mail-Programm. Dazu kommen eine Plattform für den Stundenplan, eine Website für die Prüfungsergebnisse, ein Literaturrecherche-Tool, einen Online-Chat und ein VPN. Für dich bedeutet das, dass im ersten Semester viele neue Programme, Accounts und Passwörter auf dich zukommen. Den Überblick zu behalten und sich zurecht zu finden, kann da schnell umständlich werden. Aber keine Sorge, in der Regel gibt es immer jemanden, der dir bei Technikfragen helfen kann.




2. Du musst Prioritäten setzen

Lehrveranstaltungen im Studium sind nicht mit dem Besuch abgeschlossen. In vielen Fällen müssen sie vorbereitet und nachbereitet werden. Das kann in Form von Texten sein, die du als Grundlage lesen musst, oder von Übungsaufgaben, die besprochen werden, oder Folien, die du eigenständig nachholen sollst. Der Workload eines Vollzeitstudiums ist nicht zu unterschätzen. Abhängig von deinem restlichen Leben kann es passieren, dass du den Fokus auf die Veranstaltungen legen musst, die die meisten Creditpoints bringen. Mach dich nicht fertig, wenn du es zeitlich nicht schaffst, noch zu weiteren freiwilligen Veranstaltungen zu gehen, und denk immer daran, dass es okay ist, länger als die Regelstudienzeit für deinen Abschluss zu brauchen. Dinge wie Familie, mentale Gesundheit, Jobs und praktische Erfahrungen spielen schließlich auch eine Rolle im Leben.

3. Du hast nicht sechs Monate lang frei

Eine Annahme, die sich immer noch in vielen Köpfen hält, ist, dass Studierende viele Monate im Jahr Semesterferien haben, in denen sie sich erholen und Urlaub machen. Das stimmt so nicht. In der Regel gibt es im Studium zweimal im Jahr, also nach jedem Semester, vorlesungsfreie Zeit. Dann finden zwar keine Veranstaltungen statt, dafür werden aber Klausuren geschrieben und andere Prüfungsleistungen erbracht. Dabei kannst du dich oft entscheiden, ob du alle Prüfungsleistungen in der ersten Phase erbringen willst oder sie auf beide aufteilst. Die Termine liegen in der Regel ein paar Wochen hintereinander. Je nachdem, für wann du dich anmeldest und ob du nach den Klausuren noch Hausarbeiten oder Essays schreiben musst, hast du danach noch einige Wochen frei - normalerweise etwa sechs bis acht. Allerdings sind die terminlichen Regelungen an jeder Universität anders. Du findest sie auf den Webseiten. Besonders wichtig ist es, auf sie zu achten, wenn du für die Semesterferien ein Praktikum oder eine Reise planst.
 


4. Empfohlene Literatur ist keine Pflicht

Viele Lehrende empfehlen im Rahmen ihrer Veranstaltungen weiterführende oder vertiefende Literatur. Das liegt oft daran, dass sie selbst oder Leute, die sie kennen, an den Büchern mitgewirkt haben. Fühle dich nicht verpflichtet, all diese Werke zu kaufen. Häufig sind sie nicht nur teuer, sondern auch sehr detailliert und so kompliziert geschrieben, dass sie dich im ersten Semester eher verwirren oder verunsichern, als dir zu helfen. Mit kurzen Erklärbüchern oder Skripten bist du besser dran.

5. Bekämpfe das Impostor-Syndrom

Auch wenn du es in der Schulzeit gewohnt warst, stets gute Noten zu schreiben, und dir deines Könnens bewusst warst, kann es passieren, dass du an der Uni das sogenannte Impostor-Syndrom erlebst. Betroffene dieses psychologischen Phänomens, das auch als Hochstapler-Syndrom bekannt ist, leiden an massiven Selbstzweifeln. Sie haben Schwierigkeiten, die eigenen Fähigkeiten als solche anzuerkennen. Im ersten Semester kann das daraus resultieren, dass es für Neulinge so wirkt, als verstünden alle anderen den Stoff viel schneller, als lernten sie länger, konzentrierten sich besser und könnten sich besser ausdrücken. Eine einfache Erklärung für diesen Eindruck ist, dass du im Studium im Gegensatz zur Schule nur mit Menschen zusammen sitzt, die sich für das Thema interessieren, gut darin sind und gerne lernen.
 


Das Impostor-Syndrom kann zu Ängsten und selbstauferlegtem Leistungsdruck führen. Deshalb ist es ernst zu nehmen. Du solltest dich auf keinen Fall dafür schämen. Sprich am besten offen mit deinen Kommilitoninnen und Kommilitonen über die Gefühle, die dich begleiten, oder wende dich an eine psychologische Beratungsstelle. Der erste Schritt in die richtige Richtung ist, dich so wenig wie möglich mit anderen zu vergleichen und mit Stolz deinen eigenen Weg zu gehen. Dazu gehört selbstverständlich auch, dich rechtzeitig und mit ausreichend Zeit zum Lernen hinzusetzen. Anders als in der Schule musst du an der Uni nämlich dauerhaft selbst aktiv werden, um den Stoff zu meistern.

Dieser Artikel wird präsentiert von unserem Gesundheitspartner Die Techniker.

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Die Autorin: Hanna Kunst
Die Autorin: Hanna Kunst

Die Autorin: Hanna Kunst

Sonnenliebhaberin, Lockenkopf, Enthusiastin – Hanna wuchs am Rand von Hamburg auf und schätzt das Landleben ebenso wie den Trubel der Hansestadt. Seit 2020 studiert sie Kulturwissenschaften in Lüneburg und findet dabei Medientechnik und Stadtplanung besonders spannend. In ihrer Freizeit hört sie gern Livemusik, probiert neue Rezepte aus, macht Yoga und fotografiert analog. Für Pointer schreibt Hanna über Lifestyle-Themen und führt als Reporterin Interviews.