Am Ende des Monats ist dein Konto leer und du weißt nicht, für was du dein Geld ausgegeben hast? Pointer erklärt, wie du dir einen Überblick über deine Finanzen verschaffst (Foto: Kelly Sikkema/Unsplash.com) Am Ende des Monats ist dein Konto leer und du weißt nicht, für was du dein Geld ausgegeben hast? Pointer erklärt, wie du dir einen Überblick über deine Finanzen verschaffst (Foto: Kelly Sikkema/Unsplash.com)
5 Tipps

So behältst du deine Finanzen im Blick

Viele Studenten kennen das Gefühl: Am Ende des Monats bereitet der Blick auf das Konto Schweißausbrüche. Das muss nicht sein: Wer einen guten Überblick über sein Geld hat, muss sich nicht auf böse Überraschungen gefasst machen. Außerdem bist du dann besser in der Lage, auch mal etwas zurückzulegen und darüber nachzudenken, ob deine Ausgaben wirklich sinnvoll sind. Du hast keine Lust mehr, das Gefühl zu haben, dass dein Geld direkt verschwindet? Pointer hat fünf praktische Tipps, wie du ohne viel Zeitaufwand deine Finanzen im Blick behältst.
 


1. Nutze die richtigen Hilfsmittel

Oft liegt die Ursache für finanzielle Probleme nicht in der Tatsache, dass zu wenig Geld zur Verfügung steht. Vielmehr bezahlen wir regelmäßig viel Geld für Dinge, die nicht lebenswichtig sind: die neue Jeans, das Smartphone, Kino und auswärts essen – um nur einige Ausgaben aufzuzählen. Um herauszufinden, wofür du dein Geld ausgibst, solltest du zumindest für einen Monat eine Liste führen. Notiere fixe Kosten wie Miete, Gebühren, Strom-, Internet- und Versicherungsbeiträge. Besonders wichtig sind die variablen Kosten, also das Geld, das du beim Bäcker, in der Mensa und beim Spontaneinkauf im Supermarkt ausgibst. Im nächsten Schritt kannst du dann feststellen, welche der Dinge auf deiner Liste deine persönlichen "Geldlöcher" sind.

Beim klassischen Kassenzettel-Sammeln fällt für dich auf Dauer zu viel Papierkram an? Umso praktischer, dass die meisten von uns ohnehin viel Zeit mit dem Smartphone in der Hand verbringen. Nutze Pausen wie die Heimfahrt im Bus dafür, deine Einkäufe und Ausgaben in eine App einzugeben. Mittlerweile gibt es viele Anbieter für solche virtuellen Haushaltsbücher, zum Beispiel "Money Manager", erhältlich im App Store und im Google Play Store.
 


2. Setze dir Ziele

Wenn du nun ungefähr weißt, wofür du jeden Monat Geld ausgibst, hast du im zweiten Schritt die Möglichkeit, darauf zu reagieren. Jetzt kannst du sehen, wo du Geld sparen kannst. Wenn du eine größere Anschaffung tätigen willst, kannst du nun genau ausrechnen, wie lange es dauert, bis dir die benötigte Summe zur Verfügung steht. Wenn du ein Tablet für 400 Euro anschaffen willst und jeden Monat 50 Euro zurücklegst, bist du in acht Monaten soweit. Du kannst jeden Monat selber überprüfen, ob du die gesetzten Sparziele eingehalten hast oder ob du noch besser mit deinem Geld haushalten musst. Die Ziele sind vor allem eine Motivation für dich, dein Konto im Blick zu behalten, deine Gewohnheiten zu ändern und am Ende dafür belohnt zu werden.
 


3. Mache eine "Gelddiät", um die Kauflust zu überlisten

Dir ein Sparziel zu setzen, klappt nicht? Dann bist du vielleicht der Typ für eine Challenge! Bei einer "Gelddiät" begrenzst du deine Ausgaben für 30 Tage auf ein Minimum. In dieser Zeit gibst du nur Geld für notwendige Dinge wie Toilettenpapier, Lebensmittel und Getränke. aus. Alle anderen Ausgaben sind tabu. Wenn der Kontostand in deinem Alltag präsent ist, kannst du Kaufentscheidungen besser evaluieren und weißt am Ende des Monats genau, wie viel du wofür ausgegeben hast.

Wenn du Freunde mit ins Boot holst, macht der Wettbewerb mehr Spaß. Die Gelddiät kann nicht nur den finanziellen Stress reduzieren, sondern auch deine kreative Ader wecken. Als Alternative zum Geldausgeben leih beispielsweise deine Bücher in der Bibliothek aus und veranstalte mit Freunden einen gemeinsamen Kochabend, anstatt Essen zu gehen.
 


4. Nimm deine Schulden in den Blick

Viele Studierende müssen für ihr Studium Schulden aufnehmen. Da ist es klar, dass du deinen Studienkredit und dein BAföG nicht zeitnah abbezahlen kannst. Allerdings gibt es noch ein paar andere Situationen im Studentenalltag, bei denen sich schnell ein Schuldenberg anhäufen kann. Schulden entstehen schon, wenn du einen Laptop oder ein Smartphone auf Ratenzahlung kaufst oder deine Kreditkarte zu oft zückst. Die monatlichen Raten und der Ausgleich der Kreditkarte werden früher oder später fällig. Daher solltest du dir vorher überlegen, wie hoch deine Ratenzahlungen monatlich ausfallen dürfen, damit du dich nicht übernimmst. Erstelle dafür einen Finanzplan, indem du jeweils ein Budget für fixe und variable Kosten und Ratenzahlungen festlegst. Das Abzahlen deiner Schulden sorgt dafür, dass du dein finanzielles Polster ausbauen kannst und weniger Druck auf dir lastet.
 


5. Aus den Augen, aus dem Sinn: Ab aufs Sparkonto

Es gibt verschiedene an Möglichkeiten, Geld so festzusetzen, dass du nicht so leicht versucht bist, es auszugeben. Du kannst beispielsweise ein Spar- oder ein Tagesgeldkonto eröffnen. Mit deinem festgelegten Sparplan überweist du am Monatsanfang per Dauerauftrag Geld dorthin - nach dem Motto: "Aus den Augen, aus dem Sinn". Dann hast du deinen Sparbetrag bereits gesichert und siehst in Zukunft beim Blick auf das Girokonto direkt, wie viel dir für deine Alltagsausgaben noch zur Verfügung steht.
 


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Die Autorin: Rebecca Niebusch
Die Autorin: Rebecca Niebusch

Die Autorin: Rebecca Niebusch

In Ostfriesland geboren und in Norddeutschland aufgewachsen, verbrachte Rebecca während der Schulzeit ein Austauschjahr in Iowa in den USA. Nach dem Abi reiste sie nach Kanada und jobbte dort als Bäckerin und im Supermarkt. Nach fünf Jahren Studium in Köln geht es jetzt nach Hamburg, wo sie sich beruflich im Journalismus austobt. Rebecca liebt Podcasts, TKKG, Urlaub in Dänemark, Late-Night-Shows und Interior Design.