Pointer erklärt, wie du die Kontrolle über deine Ausgaben zurückgewinnst und Impulskäufen widerstehst (Foto: Pickawood/Unsplash.com) Pointer erklärt, wie du die Kontrolle über deine Ausgaben zurückgewinnst und Impulskäufen widerstehst (Foto: Pickawood/Unsplash.com)
Finanzen in den Griff bekommen

Ausgaben-Check: 5 Tipps

Den Überblick über die eigenen Ausgaben behalten: Das ist das Ziel vieler, die es noch nicht schaffen, regelmäßig Geld zurückzulegen. Das muss nicht bedeuten, dass du zu wenig verdienst. Auch viele Menschen, denen jeden Monat ein gutes Gehalt überwiesen wird, sehen sich am Ende des Monats mit roten Zahlen oder einer Null konfrontiert. Das ist ein Zeichen dafür, dass es dringend Zeit ist, seine Ausgabegewohnheiten zu analysieren.

Viele kontrollieren ihre Ausgaben nämlich erst, wenn sie zum Monatsende aufs Konto schauen. Wenn dort gerade noch genug für den letzten Einkauf liegt, verkneifen sie sich halt einen Restaurantbesuch oder die neue Hose. Kein Wunder also, dass mit der Zeit der Eindruck entsteht, dass man mit seinem Geld gerade so auskommt. Pointer erklärt dir, wie du deine Ausgaben regelmäßig checkst und die Kontrolle über deine Finanzen zurückgewinnst.
 


1. Verschaffe dir einen Überblick

Gerade waren noch 50 Euro im Portemonnaie – und plötzlich nur noch ein paar Zehn-Cent-Münzen. Wo geht das ganze Geld hin? Um diese Frage zu klären, solltest du zunächst deine Fixkosten auflisten und addieren. Das geht am besten in tabellarischer Form auf Papier oder am Computer bei Excel. Es ist allerdings umständlich, in eine Tabelle die täglichen Kosten einzutragen, etwa für Lebensmittel oder Freizeitaktivitäten. Vor allem unterwegs bekommt man Probleme, denn die Handy-Version von Excel ist unübersichtlich. Einfacher zu bedienen sind Haushalts-Apps wie "SayMoney" (bei Google Play und im App Store erhältlich). Dein Smartphone hast du ohnehin immer dabei und kannst jeden Kauf schnell eintragen. Ordne jeden Eintrag einer Kategorie wie "Einkauf" oder "Essen gehen" zu.
 


Mit der Übersicht in der Hand kannst du nun entscheiden: Ist mir diese Ausgabe wichtig genug, um auch in Zukunft die Summe X hierfür auszugeben? Wenn du unsicher bist, tendiere für die Zukunftsplanung zu "Nein". Besonders bei Online-Abos und Prime-Mitgliedschaften für Streaming- und andere Dienste solltest du genau hinschauen. Bist du unentschlossen, melde dich probehalber erst einmal ab. Wenn du den Streamingdienst nach zwei Monaten doch vermisst, kannst du dich einfach wieder anmelden.
 


2. Vergleiche deine Haushaltskosten

Bei den Haushaltskosten gibt es ebenfalls Sparpotenzial, auch wenn du nicht darum herumkommst, hier ordentlich in die Tasche zu greifen. Ausgaben für Strom sind nötig und können nicht gekündigt werden. Also heißt es, Anbieter zu vergleichen, oder zu überlegen, wie man den Energieverbrauch senken kann. Und das Wasser kannst du weder abbestellen noch von einem günstigeren Anbieter beziehen. Hier hast du nur die Chance, den Verbrauch zu reduzieren, indem du zum Beispiel nur kurz duschst anstatt ständig zu baden. Überdenke auch dein Heizverhalten: Natürlich sollst du nicht frieren, aber beispielsweise zu lüften, während die Heizung bollert, verschwendet Geld und Energie.
 


3. Überprüfe deine Freizeit-Ausgaben

Bei deinen Freizeit-Ausgaben gilt es regemäßig, den Bedarf zu prüfen und Anbieter zu vergleichen. Checke doch als erstes, ob dein Handyvertrag noch auf dem neusten Stand ist ist. Eventuell zahlst du für Frei-Minuten und -SMS, die du gar nicht nutzt, da du ohnehin meistens über das W-Lan oder mobile Daten telefonierst und simst.

Bist du schon seit drei Jahren Mitglied im Fitnessstudio und gehst nur alle zwei Monate hin? Wie sehr nutzt du den Sportverein oder die Bahncard? Wie bei allen anderen Positionen gilt auch hier: den Beitrag aufschreiben, die Kosten hochrechnen, die Frage nach der Notwendigkeit stellen und preiswerte Alternativen identifizieren. Selbstverständlich sollte man seine Freizeit genießen und man darf sich auch etwas gönnen. Um dennoch die Ausgaben im Griff zu behalten, ist es ratsam, sich in den verschiedenen Bereichen wie "Sport" oder "Auswärts essen" feste Budgets zu setzen.
 


4. Mache "Sharing is caring" zu deinem Motto

Einige deiner Abos nutzt du unter Umständen so wenig, dass sich der Preis dafür nicht lohnt. Versuche, dich wenn möglich mit Freunden zusammenzutun, wenn es um Netflix und Co. geht. Selbst wenn du jeden Monat nur ein paar Euro sparst: Am Ende hast du mehr auf dem Konto. Auch Bücher oder Spiele kannst du ver- und ausleihen oder mit deinen ausgemisteten Klamotten einen Kleidertausch veranstalten. So entdeckst du unter Umständen neue Genres und Stile und "shoppst", ohne Geld auszugeben. Damit bist du gleichzeitig nachhaltiger unterwegs!
 


5. Vermeide Kostenfallen

Mit diesem neuen Wissen über deine Finanzen hast du Kontrolle zurückgewonnen. Jetzt gilt es, das Gelernte anzuwenden und Impulskäufen zu widerstehen. Hier schafft zum Beispiel der gute, alte Einkaufszettel Abhilfe und verhindert, dass alles Mögliche auf dem Kassenband landet. Auch bei Angeboten aus E-Mail-Newslettern oder beim Promoter in der Innenstadt ist es wichtig, dass du dir nichts "aufschwatzen" lässt, das du gar nicht brauchst. Da hilft ein kleiner Trick: Sich unter sanften Druck setzen und zum Ersten des Monats einen Dauerauftrag auf ein Tagesgeldkonto einrichten – für den Betrag, den du regelmäßig sparen willst. Vielleicht gelingt es dir so, Geld zurückzulegen, ohne dass du dich einschränken musst.
 

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Die Autorin: Rebecca Niebusch
Die Autorin: Rebecca Niebusch

Die Autorin: Rebecca Niebusch

In Ostfriesland geboren und in Norddeutschland aufgewachsen, verbrachte Rebecca während der Schulzeit ein Austauschjahr in Iowa in den USA. Nach dem Abi reiste sie nach Kanada und jobbte dort als Bäckerin und im Supermarkt. Nach fünf Jahren Studium in Köln geht es jetzt nach Hamburg, wo sie sich beruflich im Journalismus austobt. Rebecca liebt Podcasts, TKKG, Urlaub in Dänemark, Late-Night-Shows und Interior Design.