Wenn man die erste eigene Wohnung bezieht, hat man an vieles zu denken. Pointer gibt Tipps, wie alles klappt (Foto: Kinga Cichewicz/Unsplash.com) Wenn man die erste eigene Wohnung bezieht, hat man an vieles zu denken. Pointer gibt Tipps, wie alles klappt (Foto: Kinga Cichewicz/Unsplash.com)
Raus aus der WG

Zum ersten Mal alleine wohnen: 5 Tipps

Die erste eigene Wohnung ist ganz schön aufregend! Beim Auszug von zu Hause oder der WG ist nicht nur der Wohnungsmarkt eine Herausforderung. Das Suchen nach der neuen Bleibe gestaltet sich fast überall in Deutschland schwierig - gerade in den beliebten Hochschulstädten. Dazu kommt: Vor allem wenn du kürzlich bei deinen Eltern ausgezogen bist, musst du dich erst einmal daran gewöhnen, dass du die Planung und Hausarbeit von nun an alleine erledigen musst. Wenn sich deine muffige Wäsche im Zimmer und die dreckigen Teller im Spülbecken stapeln oder die Handy-Rechnung dein Konto am Ende des Monats ins Minus reißt, ist es höchste Zeit, dich besser zu organisieren. Pointer hat fünf Tipps, die dir helfen, wenn du das erste Mal alleine wohnst.
 


1. Erstelle ein Budget

Alleine zu wohnen, bedeutet, alle anfallenden Kosten alleine zu tragen. Du solltest mit der Budgetplanung früh anfangen - bevor dein Konto leer ist. Zur Miete kommen monatliche Abgaben wie Strom- und Internetkosten hinzu. Auch dein Handyvertrag, Fitnessstudio oder deine Versicherungen schlagen sich auf dein Budget nieder. Da du nun alleine wohnst, bist du verpflichtet, den Rundfunkbeitrag zu zahlen, wenn du nicht im Zuge des BAföG davon befreit bist.

Erstelle dir am besten eine Liste mit all deinen Ausgaben, um einen Überblick über deine monatlichen Fixkosten zu bekommen. Dies kannst du zum Beispiel in Form eines Haushaltsbuches tun. So weißt du genau, wie viel Geld du im Monat für Essen und andere Aktivitäten zur Verfügung hast. Ein Terminplan hilft, damit du an regelmäßig anfallende Aufgaben und Überweisungen denkst. Platziere diesen beispielsweise auf einer Pinnwand in der Küche, die du täglich im Blick hast.
 


2. Stelle deine Ausrüstung zusammen

Deine neue Wohnung musst du noch ausstatten. Um hier Geld zu sparen, kannst du in deinem Familien- und Bekanntenkreis nachfragen, ob du von ihnen vielleicht coole oder praktische ausgemistete Möbel, Elektrogeräte und Koch-Utensilien bekommen kannst. Lass dir aber nichts aufschwatzen, das du nicht brauchst. Sonst stellst du deine Wohnung nur mit unnötigem Krempel voll. Falls dir etwas fehlt, wirst du wahrscheinlich auch bei Ebay Kleinanzeigen oder auf dem Flohmarkt fündig.

Vielleicht hast du schon auf eine neue Einrichtung gespart, während du in WGs gewohnt hast. Um das Portemonnaie und die Nerven zu schonen, solltest du am besten Stück für Stück vorgehen. Setz dich nicht unter Druck, im ersten Monat nach Einzug deine Bude perfekt eingerichtet haben zu wollen. Außerdem lohnt es sich, bei der Ausstattung an ein paar Essentials zu denken, die du zu Hause haben solltest. Dazu gehören ein Erste-Hilfe-Set, eine Werkzeugkiste, Batterien und eine Taschenlampe.
 


3. Ummelden nicht vergessen

Wenn du alleine wohnen willst, wirst du dich zu Beginn mit viel Papierkram auseinandersetzen. Du musst dich in den ersten zwei Wochen nach deinem Umzug bei der Meldebehörde deines neuen Wohnorts anmelden. Dazu brauchst du eine sogenannte Wohnungsgeberbescheinigung von deinem Vermieter. Vergiss nicht, beim Einzug danach zu fragen. Nachdem du die Ummeldung erledigt hast, bist du verpflichtet, verschiedene Ämter, Behörden und Institutionen über deine neuen Adresse zu informieren. Dies gilt besonders für deine Versicherungen, deine Bank und deine Krankenkasse.

4. Stell dich deinen Nachbarn vor!

Du wohnst zwar alleine, aber vielleicht hast du manchmal Lust auf Gesellschaft aus der Nachbarschaft. Ein gutes Verhältnis unter den Nachbarn ist toll und bringt dir viele Vorteile. Vielleicht ergibt es sich, dass ihr bald gegenseitig eure Blumen gießt, wenn jemand im Urlaub ist. Oder deine nette Nachbarin kümmert sich darum, den Handwerker in deine Wohnung zu lassen, wenn die Rauchmelder gewartet werden müssen und du in einem wichtigen Seminar an der Uni sitzt. Stelle dich deshalb nach dem Einzug deinen Nachbarn vor – vielleicht ergibt sich daraus sogar eine Freundschaft. Du kannst dich auch auf einem Online-Portal wie "nebenan.de" anmelden, um in deinem neuen Viertel Kontakte zu knüpfen.
 


5. Checke deine Versicherungen

Eine eigene Wohnung zieht Verantwortung nach sich. Bist du einmal aus der alten Gemeinschaft ausgezogen, musst du dich von nun an selber mit dem Thema Versicherungen auseinandersetzen. Welche Versicherungen brauchst du? Auch der Kostenfaktor spielt eine wichtige Rolle, denn als Studi hat man in der Regel keinen großen finanziellen Spielraum. Dein Alter ist ebenfalls entscheidend, denn bis zum 25. Geburtstag bist du in der Regel bei deinen Eltern mitversichert – das gilt für deine Kranken- ebenso wie für die Unfallversicherung.

Ein Muss für jeden, der zum ersten Mal alleine wohnt, ist die private Haftpflichtversicherung. Diese deckt Schäden ab, sollten Dritte geschädigt werden. Sie beinhaltet Sach-, Vermögens-, und Personenschäden. Eine gute Haftpflichtversicherung ist in den meisten Fällen nicht teuer und daher für Schüler und Studierende bezahlbar. Du solltest ebenfalls darauf achten, dass deine Versicherung Gefälligkeitsschäden beinhaltet. Hilfst du zum Beispiel deinem Freund beim Umzug, und etwas geht zu Bruch, dann könnte eine Versicherung in diesem Fall greifen.
 


Außerdem wichtig: eine Hausratversicherung. Diese Versicherung übernimmt nicht nur Diebstahlschäden, sondern kann auch bei Einbrüchen und Vandalismus sowie bei Schäden, die durch Feuer, Wasser, Hagel oder Sturm entstanden sind, greifen. Die Größe und der Inhalt deiner Wohnung bestimmen, wie teuer deine Hausratersicherung ist. Da Studierende in den meisten Fällen in kleinere Wohnungen einziehen und keine teuren Einrichtungsgegenstände und Sammlungen ihr eigen nennen, ist der monatliche Beitrag dementsprechend gering. Im Jahr kommst du etwa auf einen Betrag zwischen 50 und 150 Euro.

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Die Autorin: Rebecca Niebusch
Die Autorin: Rebecca Niebusch

Die Autorin: Rebecca Niebusch

In Ostfriesland geboren und in Norddeutschland aufgewachsen, verbrachte Rebecca während der Schulzeit ein Austauschjahr in Iowa in den USA. Nach dem Abi reiste sie nach Kanada und jobbte dort als Bäckerin und im Supermarkt. Nach fünf Jahren Studium in Köln geht es jetzt nach Hamburg, wo sie sich beruflich im Journalismus austobt. Rebecca liebt Podcasts, TKKG, Urlaub in Dänemark, Late-Night-Shows und Interior Design.