Ist im Studium wirklich alles anders als in der Schule? Pointer erklärt dir die Unterschiede bei der Literaturrecherche (Foto: Debby Hudson/Unsplash.com) Ist im Studium wirklich alles anders als in der Schule? Pointer erklärt dir die Unterschiede bei der Literaturrecherche (Foto: Debby Hudson/Unsplash.com)
Wissenschaftliches Arbeiten

Literatur­recherche: Schule vs. Studium

Du bist endlich raus aus der Schule und drin im Studentenleben: Das erste Semester läuft. Neben spannenden Vorlesungen, der ersten eigenen Wohnung und Studentenpartys gehören das wissenschaftliche Arbeiten und Recherchieren zu deinem Alltag an der Uni. Aber was bedeutet das eigentlich? Und ist es wirklich so anders als in der Schule? Pointer erklärt dir, was die Literaturrecherche in der Schule von der an der Uni unterscheidet.

1. Du nutzt andere Suchmaschinen

Jetzt heißt es: Tschüss, Wikipedia! Auch wenn dir der Abschied schwerfällt: Referate, in denen du dich vorrangig auf Wikipedia und ähnliche Seiten beziehst, gehören mit Beginn deines Studiums der Vergangenheit an. Zwar versuchen auch die Lehrer in der Schule immer wieder, auf die Relevanz von anderen Quellen hinzuweisen, schauen am Ende aber meistens nicht so genau hin. Und es ist ja auch wirklich entspannt und zeitsparend, sein Referat auf Google-Wissen aufzubauen. Im Studium funktioniert das leider nicht mehr. Bei Dozenten und Kommilitonen kannst du nur punkten, indem du fundiertes Wissen präsentierst. Das bedeutet, dass du immer mehrere Quellen in deine Recherche einbeziehst und an jeder Stelle deutlich machst, woher deine Infos kommen.

Wenn du für die Schule etwas erarbeiten musstest, waren die gängigen Suchmaschinen und dein Laptop die wichtigsten Tools. Mit Beginn des Studiums tauchst du in eine Welt voller neuer Recherchemöglichkeiten ein. Die gängigste Methode, um sich auf ein Referat, eine Klausur oder Hausarbeit vorzubereiten, ist der Besuch der Universitätsbibliothek. Nahezu alle Unis und Fachhochschulen legen großen Wert darauf, ihren Studierenden den Zugang zu einem breiten Angebot an Fachliteratur zu gewährleisten. Und wenn das Buch, das du unbedingt brauchst, mal nicht da ist, kannst du durch die Fernleihe auf den Fundus anderer Unis zugreifen.
 


2. Du brauchst eine Suchstrategie

Anstatt im Zettelkatalog nach dem Standort des richtigen Buches zu wühlen, sind die meisten Bestände digital erfasst, sodass du mithilfe des Titels oder auch nur eines Stichwortes die Bücher, die für deine Arbeit interessant sein könnten, ausfindig machen kannst. Neben der klassischen Bibliotheksrecherche lohnt es sich oft, wissenschaftliche Zeitschriftenbeiträge zu durchforsten oder aktuelle Befragungen, Experimente und Versuche einzubinden. Obwohl dieses Prozedere am Anfang überwältigend wirkt: Je routinierter du in deiner wissenschaftlichen Recherchearbeit wirst, desto mehr Quellen kannst du einbeziehen. Außerdem wird es dir schon zu Beginn der Recherchephase leichter fallen, spannenden Themen für deine Hausarbeiten zu finden.
 


3. Du musst die Bibliothek kennenlernen

Auch abseits der Ausleihe wird die Bibliothek in deinem Studium zu einem wichtigen Ort. Die Unis bieten daher immer wieder Führungen und Einweisungen an, damit die Studierenden sich dort zurechtfinden. Auch wenn du kein Erstsemester mehr bist, lohnt sich die Anmeldung zu solch einem Workshop. Zudem kannst du in der Bibliothek Literatur sichten, scannen und kopieren, die nicht ausleihbar ist. Daneben bietet die Bib dir einen Ort zum Lernen und Schreiben von Hausarbeiten, während du während deiner Schulzeit vom eigenen Schreibtisch aus gearbeitet hast.
 


4. Du kannst dir Hilfe bei der Dozentin holen

Während du bei der Recherche für das Referat nicht unbedingt den Lehrer um Hilfe bitten solltest, ist es durchaus üblich, bei der Dozentin an der Uni nach Literatur-Empfehlungen für die Hausarbeit oder die Präsentation zu fragen – schließlich ist sie Expertin in diesem Bereich und kann dich in die richtige Richtung lenken. Erwarte aber keinesfalls, dass dir die ganze Arbeit abgenommen wird. Bei der Masse an vorhandener Literatur hast du so aber immerhin einen Anfanspunkt und kannst die Suche eingrenzen.
 

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Die Autorin: Rebecca Niebusch
Die Autorin: Rebecca Niebusch

Die Autorin: Rebecca Niebusch

In Ostfriesland geboren und in Norddeutschland aufgewachsen, verbrachte Rebecca während der Schulzeit ein Austauschjahr in Iowa in den USA. Nach dem Abi reiste sie nach Kanada und jobbte dort als Bäckerin und im Supermarkt. Nach fünf Jahren Studium in Köln geht es jetzt nach Hamburg, wo sie sich beruflich im Journalismus austobt. Rebecca liebt Podcasts, TKKG, Urlaub in Dänemark, Late-Night-Shows und Interior Design.