Porto, Plastiktüten und Pfand: Pointer erklärt, was sich im Jahr 2022 ändert (Foto: Moritz Knoringer/Unsplash.com) Porto, Plastiktüten und Pfand: Pointer erklärt, was sich im Jahr 2022 ändert (Foto: Moritz Knoringer/Unsplash.com)
Porto, Plastiktüten, Pfand

Das ändert sich 2022

2022 bringt viel Neues – und damit sind nicht die Neujahrsvorsätze gemeint, die viele Menschen für die nächsten zwölf Monate gefasst haben. Im neuen Jahr treten neue Regelungen in Kraft - etwa das Verbot von Plastiktüten und eine erweiterte Pfandpflicht. Pointer erklärt, was du dazu wissen solltest.

Verbot von Plastiktüten

Ab dem 1. Januar 2022 dürfen Händler an den deutschen Ladenkassen keine Einkaufstüten aus Plastik mehr anbieten. Dabei handelt es sich um die leichten Kunststofftragetaschen mit einer Wandstärke zwischen 15 und 50 Mikrometer, also die Standard-Einkaufstüte der Supermarkt-Kasse. Von der Regelung ausgenommen sind stabile Mehrweg-Tüten sowie die dünnen Plastikbeutel, die man in der Obst- und Gemüseabteilung findet.
 


Porto

Bei der Deutschen Post steigen 2022 wieder die Preise: Das Unternehmen plant angesichts steigender Löhne und Kosten zum 1. Januar höhere Portogebühren. So werden für einen Standardbrief 85 statt wie bisher 80 Cent und für eine Postkarte 70 statt 60 Cent fällig.
 


E-Rezept

Ebenfalls zum 1. Januar wird das elektronische Rezept für Arztpraxen zur Pflicht. Gesetzlich Versicherte erhalten dann einen QR-Code auf das Smartphone oder ausgedruckt. Die Pflicht besteht zunächst allerdings nur für die Praxen, die technisch dazu in der Lage sind. Es kann also länger dauern, bis das Angebot überall verfügbar ist.

Fahrkarten im Zug

Bisher konnten Spontanreisende im Zug direkt ein Ticket beim Schaffner kaufen. Ab dem 1. Januar bietet die Deutsche Bahn das nicht mehr an. Die Alternative ist ein digitales Ticket, das bis zehn Minuten nach Abfahrt auf bahn.de oder über die Bahn-App gebucht werden kann.
 


Kükentöten

In der Landwirtschaft gibt es 2022 eine große Änderung. Das Kükentöten in der Legehennenhaltung wird im neuen Jahr ein Ende haben. Bisher wurden in deutschen Brütereien jährlich fast 45 Millionen männliche Küken getötet, weil sie weder für die Eierproduktion noch als Masthühner nutzbar sind.
 


Mindestlohn

Aktuell liegt der gesetzliche Mindestlohn noch bei 9,60 Euro pro Stunde. Im neuen Jahr steigt er gleich zweimal: Zum 1. Januar 2022 soll er auf 9,82 und zum 1. Juli 2022 auf 10,45 Euro angehoben werden. SPD, Grüne und FDP wollen den Mindestlohn auf 12 Euro pro Stunde erhöhen. Nach der einmaligen Anpassung soll die unabhängige Mindestlohnkommission über etwaige weitere Erhöhungsschritte entscheiden, heißt es im Koalitionsvertrag.

Kündigungsbutton

Wer einen Vertrag im Internet schließt, kann ihn bald einfacher kündigen. Zum 1. Juli gilt für sogenannte Dauerschuldverhältnisse die Pflicht zu einem Kündigungsbutton. Mit diesem kannst du deine Verträge ohne großes Suchen auf der Website und ohne Briefeschreiben wieder loswerden.

Elektrogeräte

Je nach Ladengröße und Sortiment müssen Discounter und Supermärkte künftig alte Elektrogeräte wie elektrische Zahnbürsten oder Handys annehmen. Die Geschäfte sind auch verpflichtet, kleine Geräte wie Taschenrechner oder einen alten Rasierer anzunehmen, wenn diese in einem anderen Laden gekauft wurden. Größere Geräte wie alte Fernseher können jedoch nur abgegeben werden, wenn ein neues Gerät gekauft wird. Auch Online-Händler müssen den Elektroschrott kostenlos und unkompliziert zurücknehmen und recyceln.
 


Pfandpflicht

Zum 1. Januar wird die Pfandpflicht für Getränke in Plastikflaschen ausgeweitet. Bisher waren zum Beispiel Frucht- und Gemüsesäfte vom Einweg-Pfand von 25 Cent ausgenommen. Jetzt soll dieses auch für sie gelten. Auch Getränkedosen werden ohne Ausnahme pfandpflichtig.
 

neue Regeln 2022neue Gesetze 2020Änderungen und neue Gesetze 2022Änderungen 2022was ändert sich 2022Gesetzesänderungen 2022gesetzliche Änderungen 2022

Die Autorin: Rebecca Niebusch
Die Autorin: Rebecca Niebusch

Die Autorin: Rebecca Niebusch

In Ostfriesland geboren und in Norddeutschland aufgewachsen, verbrachte Rebecca während der Schulzeit ein Austauschjahr in Iowa in den USA. Nach dem Abi reiste sie nach Kanada und jobbte dort als Bäckerin und im Supermarkt. Nach fünf Jahren Studium in Köln geht es jetzt nach Hamburg, wo sie sich beruflich im Journalismus austobt. Rebecca liebt Podcasts, TKKG, Urlaub in Dänemark, Late-Night-Shows und Interior Design.