Auf den letzten Drücker für die Prüfung lernen? Pointer verrät, welche Fehler du jetzt vermeiden solltest (Foto: Kyle Gregory Devaras/Unsplash.com) Auf den letzten Drücker für die Prüfung lernen? Pointer verrät, welche Fehler du jetzt vermeiden solltest (Foto: Kyle Gregory Devaras/Unsplash.com)
Falsche Prüfungsvorbereitung

Die größten Fehler beim Last-Minute-Lernen

Wenn du in der Woche vor der Prüfung noch den gesamten Seminarinhalt wiederholen musst, ist vermutlich etwas schiefgelaufen: Entweder hast du den Lernstoff unterschätzt und nicht genug Zeit zum Lernen einkalkuliert – oder du hast schlicht und einfach getrödelt. Was genau passiert ist, ist jetzt fast egal. Du kannst es schließlich nicht mehr ändern. Ärgere dich also nicht stundenlang über die momentanen Umstände und verzeihe deinem Vergangenheits-Ich. Denn falls du das nicht tust, verschwendest du in dieser stressigen Situation wertvolle Energie, die du besser für das Lernen einsetzen könntest. Nun sollte es sofort konzentriert an die Arbeit gehen. Pointer erklärt, welche fünf Fehler es jetzt zu vermeiden gilt.

1. Du lernst mit ungeordneten Unterlagen

Was tun die meisten Studenten, die während der Prüfungsvorbereitung zu wenig Zeit haben? Sie lernen einfach drauf los. Sie fassen den Stoff so schnell wie möglich zusammen und wiederholen ihn so lange, bis sie Theorien und Fakten gerade so reproduzieren können.

Statt in blinden Aktionismus zu verfallen, solltest du konzentriert vorgehen: Trage alle Mitschriften und Skripte für die Klausur zusammen. Auf lange Texte, deren Inhalte du in der kurzen Zeit ohnehin nicht mehr verinnerlichen kannst, solltest du weitgehend verzichten. Sichte danach alle Materialien und teile den Stoff in einzelne Themengebiete auf. Idealerweise sollten die Lernblöcke ungefähr denselben Umfang haben. Anschließend markierst du die prüfungsrelevanten Infos mit Textmarker oder notierst sie verkürzt auf Karteikarten.
 


2. Du teilst das Lernpensum falsch ein

Vielleicht denkst du, dass es sich für die Woche, die dir noch zum Lernen bleibt, gar nicht lohnt, einen Lernplan zu erstellen. Du bist der Meinung, dass du mit den gerade zusammengestellten Materialien am besten gleich drauflos lernen solltest. Das ist ein häufiger Fehler.

Du brauchst einen Plan, denn der gibt dir Struktur und Orientierung. Teile die Themengebiete auf die verbliebenen Tage bis zur Prüfung auf. Priorisiere bei der Reihenfolge die vom Dozenten als besonders wichtig eingestuften Komplexe. Möglicherweise musst du bei manchen angesichts der Zeit Mut zur Lücke walten lassen. Denke bei der Erstellung deines Lernplans auch an genügend Pausen und halte dir den letzten Tag vor der Prüfung für die Wiederholung des Stoffes frei.
 


3. Du holst dir keine Hilfe

Alleine in deinem Zimmer über den Lernunterlagen zu verzweifeln, ist nie eine gute Idee. Und besonders jetzt kannst du Hilfe gut gebrauchen. Frage zum Beispiel bei deinen Kommilitonen nach, ob sie dir mit einer guten Zusammenfassung des Lernstoffs aushelfen können. Vielleicht hat der eine oder andere auch schon Übungsklausuren bearbeitet und kann dir die Lösungen zur Verfügung stellen, mit denen du dich schnell selbst kontrollieren kannst. Eventuell gibt es auch Kommilitonen, die in der gleichen Situation waren wie du und dir gute Tipps geben können.

Bekommst du ein Thema partout nicht in den Kopf, solltest du es zunächst erst einmal überspringen und mit einem anderen Gebiet fortfahren. Für schwierige Sachverhalte ist es lohnenswert, sich noch einmal für ein bis zwei Stunden mit deinen Kommilitonen zusammenzusetzen und die Problemfälle noch einmal in der Lerngruppe gemeinsam durchzugehen.
 


4. Du hast keinen Ausgleich zum Lernen

Obwohl die Zeit bis zur Klausur knapp wird: Du kannst nicht 24 Stunden nonstop konzentriert durchlernen. Du brauchst einen Ausgleich. Bewegung zum Beispiel hilft dir sogar beim Lernen. Es empfiehlt sich, zwischendurch eine Runde joggen zu gehen, Inliner zu fahren oder einen kleinen Spaziergang zu machen. Du wirst sehen, dass dein Gehirn anschließend wieder viel aufnahmefähiger ist.

Es gibt noch etwas, das du trotz stressiger Prüfungsvorbereitung nicht vergessen solltest: Deinen Schlaf. Es ist in Ordnung während der Last-Minute-Lernphase nicht zehn Stunden zu verschlafen. Es wäre allerdings ein Fehler, dich tagtäglich völlig übermüdet an den Schreibtisch zu setzen oder im schlimmsten Fall auch noch im Halbschlaf zur Klausur zu gehen.
 


5. Deine Workload direkt vor der Klausur ist zu hoch

Besonders am letzten Tag vor der Prüfung solltest du zeitig zu Bett gehen, damit du für die Klausur auch ausgeruht bist. Mach dir bewusst, dass du in den letzten Tagen dein Möglichstes getan hast. Was jetzt noch nicht sitzt, wirst du in einer Nachtschicht bis zur Klausur auch nicht mehr lernen. Viel Erfolg!
 

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Die Autorin: Rebecca Niebusch
Die Autorin: Rebecca Niebusch

Die Autorin: Rebecca Niebusch

In Ostfriesland geboren und in Norddeutschland aufgewachsen, verbrachte Rebecca während der Schulzeit ein Austauschjahr in Iowa in den USA. Nach dem Abi reiste sie nach Kanada und jobbte dort als Bäckerin und im Supermarkt. Nach fünf Jahren Studium in Köln geht es jetzt nach Hamburg, wo sie sich beruflich im Journalismus austobt. Rebecca liebt Podcasts, TKKG, Urlaub in Dänemark, Late-Night-Shows und Interior Design.