Werkstudenten

Geld verdienen im Studium

published: 30.01.2013

Als Werkstudent kannst du Geld verdienen und praktische Erfahrung sammeln (Foto: shutterstock.com/kuznetcov_konstantin) Als Werkstudent kannst du Geld verdienen und praktische Erfahrung sammeln (Foto: shutterstock.com/kuznetcov_konstantin)

Wer als Werkstudent beschäftigt ist, ist versicherungsfrei bei der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. Die TK informiert dich darüber, was du beachten musst, um als Werkstudent arbeiten zu können.

Erfahrungen sammeln – was beim Praktikum im Vordergrund steht, ist auch für Werkstudentinnen und -studenten wichtig: in einem Unternehmen die Praxis kennen lernen, als Ergänzung zur theoretischen Wissensvermittlung an der Uni. Anders als beim Praktikanten liegt bei einem Werkstudenten allerdings in jedem Fall ein echtes Arbeitsverhältnis zugrunde. Mit anderen Worten: Während viele Praktikanten lediglich mit der gesammelten Erfahrung entlohnt werden, verdienen Werkstudenten richtiges Geld - zur Finanzierung des Studiums oder um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Beiträge für Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung werden dabei nicht fällig.

Wann ist ein Student ein Werkstudent?
Um als Werkstudent arbeiten zu können, musst du als ordentlich Studierender an einer Hoch- oder Fachhochschule immatrikuliert sein. Die Bezeichnung „ordentlich Studierender“ schließt auch Studentinnen und Studenten ein, die ein Studium an einer staatlich anerkannten Fachschule oder anderen Bildungseinrichtungen (zum Beispiel Techniker- und Meisterschulen) absolvieren. Wer seinen Abschluss in der Tasche hat oder exmatrikuliert wird, kann natürlich nicht mehr als Werkstudent arbeiten.

Können auch Fernstudenten und Gasthörer Werkstudenten sein?
Generell gilt: Nur Studentinnen und Studenten, die ein Vollzeitstudium absolvieren, können Werkstudenten und somit von der Versicherungs- und Beitragspflicht befreit sein. Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Studienkollegs und Gasthörer gelten nicht als Vollzeitstudenten und sind deshalb beitragspflichtig. Etwas anders sieht es für Studentinnen und Studenten der Fernuniversität Hagen aus: Sie können als Werkstudenten arbeiten, wenn sie für ein Vollzeitstudium eingeschrieben sind und zusätzlich nachweisen können, dass sie ihr Fernstudium tatsächlich als Vollzeitstudium ausüben.

Welche Beschränkungen gibt es?
Eine wesentliche Voraussetzung für die Werkstudenten-Regelung ist, dass das Studium den Schwerpunkt der Arbeitsleistung des Studenten darstellen muss. Was bedeutet das konkret? Die Beschäftigung muss sowohl zeitlich als auch in Bezug auf die eingesetzte Arbeitskraft dem Studium untergeordnet sein.

Dieser Grundsatz ist erfüllt, wenn ein Student während des Semesters...

...nicht mehr als 20 Stunden pro Woche arbeitet.

...zwar mehr als 20 Stunden wöchentlich arbeitet, aber die Arbeitszeit überwiegend in den Abend- und Nachtstunden oder am Wochenende geleistet wird. In jedem Fall muss die Arbeit gegenüber dem Studium Nebensache bleiben!

...die wöchentliche Arbeitszeit von 20 Stunden überschreitet, die Beschäftigung aber auf zwei Monate befristet ist.

In den Semesterferien können Studentinnen und Studenten voll arbeiten. Bei mehreren Beschäftigungsverhältnissen werden die wöchentlichen Stundenzahlen zusammengerechnet, um zu beurteilen, ob eine Versicherungsfreiheit besteht.

Gilt die Beitragsbefreiung auch für die Rentenversicherung?
Nicht in jedem Fall. Von der Rentenversicherung ist nur befreit, wer einer so genannten geringfügigen Beschäftigung nachgeht. Voraussetzung dafür: Das Gehalt liegt nicht höher als 450 Euro monatlich (Minijob) oder die Arbeit ist von vornherein auf zwei Monate (oder 50 Arbeitstage) im Jahr befristet.

Vorsicht bei der Einkommensgrenze ist auch beim Thema Familienversicherung geboten. Die kann nämlich unter bestimmten Umständen entfallen, selbst wenn die Beschäftigung nicht zur Versicherungspflicht als Arbeitnehmer führt. Dann nämlich, wenn du für mehr als zwei Monate innerhalb eines Jahres über 385 Euro monatlich verdienst. Für geringfügig Beschäftigte beträgt die Grenze 450 Euro.

Du hast weitere Fragen zu diesem Thema. Die Hochschulberater der TK geben Dir gern Auskunft.

[Jens Findeisen]

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Hochschulberater der TK

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