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"Time Boxing": So wirst du bei deiner Hausarbeit produktiver

published: 14.05.2020

Mit "Time Boxing" kannst du deine Produktivität steigern (Foto: GaudiLab/Shutterstock.com) Mit "Time Boxing" kannst du deine Produktivität steigern (Foto: GaudiLab/Shutterstock.com)

Kennst du das? Erst kannst du dich lange nicht zum Schreiben an deiner Hausarbeit motivieren, doch sobald der Zeitdruck steigt, wirst du zum produktivsten Menschen der Welt und schaffst alles in kürzester Zeit? Die Methode des "Time Boxings" bedient sich dieses Phänomens und hilft, die eigenen Aufgaben gezielter und zeiteffizienter zu bearbeiten. Was sich dahinter verbirgt und wie du sie für deine Hausarbeit optimal nutzt, verrät dir Pointer in diesem Artikel.
 

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Was ist "Time Boxing"?

Wie der Name vermuten lässt, beschreibt "Time Boxing" das Abstecken eines festen Zeitrahmens für Aufgaben, die du zu erledigen hast. Bedeutet: Du setzt dir für dein Projekt ein eindeutiges Ziel und gibst dir dafür einen klar definierten Zeitraum vor, von dem du in keinem Fall abweichst. Es geht darum, dass du dich in diesem Zeitblock vollständig auf diese eine Arbeit konzentrierst und alle anderen Sachen ausblendest, aber diese Arbeit ebenso mit Ablauf des Zeitblocks wieder aus deinem Kopf verbannst. Du widmest dich nur in dem vorgegebenen Zeitraum dieser Aufgabe. So lernst du, Projekte auch mal unfertig lassen zu können und nicht über mehrere Tage darüber nachzudenken, wie du es perfektionieren kannst.

Ziel des "Time Boxings" ist es, zeiteffizienter und produktiver zu arbeiten. Somit ist die optimale Wahl des Zeitintervalls enorm wichtig: Das Intervall sollte nicht zu kurz sein, weil du sonst zu großem Stress ausgesetzt bist. Gleichzeitig sollte es aber auch nicht zu lang sein, denn dann vergeudest unnötig Zeit, die du für andere Projekte nutzen könntest. Um deine Arbeitsgeschwindigkeit einschätzen zu können, kannst du das "Time Boxing" an alltäglichen Aufgaben ausprobieren, bei denen es nicht schlimm ist, wenn du dich beim Zeitpensum verschätzt. Beispielsweise bieten sich hier das Aufräumen der Wohnung oder das Lesen eines Buches als Übungsprojekte an.
 

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So wendest du "Time Boxing" bei deiner Hausarbeit an

Nun geht es darum, diese Zeitmanagement-Methode in der Praxis anzuwenden. Das Verfassen einer Hausarbeit eignet sich dafür wunderbar, da man hier erfahrungsgemäß viel Zeit liegen lässt: Zuerst findet man kein gutes Thema, dann verliert man beim Argumentieren den roten Faden und zuletzt hält man sich noch mit einzelnen Formulierungen auf. Mit "Time Boxing" bekommst du das in den Griff.

Bevor du dich jedoch überhaupt inhaltlich mit der Hausarbeit auseinandersetzt, solltest du dir erst einen Arbeitsplan erstellen. Das Schöne ist, dass du hier bereits das "Time Boxing" anwenden kannst, um dir einen auf "Time Boxing" abgestimmten Schreibplan zu erstellen. Gib dir eine Stunde Zeit, um Aufgaben wie Themensuche, Literaturrecherche und Schreibarbeiten mit fest abgesteckten Zeiträumen und entsprechenden Zielen zu verknüpfen. Wenn du deine gesetzten Arbeitszeiten strikt einhältst, kannst du eine viel genauere Angabe machen, wann deine Hausarbeit voraussichtlich fertig wird.
 

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This is how work is getting done! No ???? #servicedesign #designthinking #team #visual #postits #timeboxing #timetimer

— berlininnovators January 13, 2020

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Suchst du nun ein gutes Hausarbeitsthema, sind ein Zeitlimit von zwei Stunden und das Ziel, am Ende ein Thema und eine erste Kapitelstruktur niederschreiben zu können, gute Anfangswerte. Der Zeitdruck führt dazu, dass du dich vollkommen auf diese Aufgabe konzentrierst und alles andere ausblendest. Außerdem musst du wegen der Zeitknappheit vermutlich weitere Methoden für effektives Brainstorming nutzen. Das Üben dieser zusätzlichen Techniken hilft dir gegebenenfalls bei anderen Aufgaben.

Ebenso läuft es bei der Literaturrecherche: Gib dir ein festes Zeitlimit vor, in dem du dir einen ersten Literaturvorrat anlegst. Hier kannst du das "Time Boxing" in zwei Schritte unterteilen: Im ersten Zeitraum suchst du in der Bibliothek nach geeigneter Literatur und sammelst sie, während du die wissenschaftlichen Texte im zweiten Zeitraum genauer untersuchst und interessante oder wichtige Punkte für deine Hausarbeit herausschreibst. Halte dich dabei immer an dein gesetztes Zeitlimit. Ist die Zeit abgelaufen, arbeitest du mit dem weiter, was du bisher gefunden hast. Das Ziel sollte hier sein: Eine bestimmte Anzahl an Literaturquellen bzw. an Zitaten finden. Da du zu diesem Zeitpunkt bereits eine Kapitelstruktur haben solltest, kannst du diese Time Box mehrmals verwenden - für jedes einzelne deiner Hausarbeitskapitel.
 

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Sobald du anfängst, deine Hausarbeit zu schreiben, ist es gut, wenn du dir tägliche Schreibziele setzt. So könnte bspw. ein Richtwert sein, zwei Blöcke à zwei Stunden pro Tag zu haben, in denen du jeweils eine Seite verfasst. So schaffst du pro Tag zwei Seiten und verhinderst gleichzeitig, dass du ewig an einer Formulierung festhängst. Schreibe das Erstbeste auf, das dir einfällt und lass es erst einmal so stehen, sobald die Zeit abgelaufen ist. Du kannst dir später immer noch eine "Time Box" erstellen, in der du Formulierungen abänderst.
 

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Darauf solltest du achten

Damit das "Time Boxing" deine Produktivität wirklich steigert, solltest du die folgenden Dinge beachten:

Klarer Start- und Endpunkt
Definiere immer einen klaren Startpunkt und einen klaren Endpunkt deines Arbeitszeitraums. Wenn du dir nur eine Zeitspanne vorgibst, schiebst du den Zeitraum vor dir her, was dem eigentlichen Zweck der Zeitersparnis widerspricht. Nutze dazu deinen Kalender oder eine App, damit du deine Zeitboxen nicht aus den Augen verlierst.

Präsentiere das erreichte Ziel
Stell dir beim "Time Boxing" immer vor, dass du dein Arbeitsergebnis am Ende jemandem präsentieren musst. Das erhöht den Druck und die Wahrscheinlichkeit, dass du am Ende das erreichst, was du dir als Ziel gesetzt hast.

Sei auf Störungen vorbereitet
Egal wie gut eine Planung ist: Manchmal kommt eine unvorhergesehene Störung oder ungeplanter Mehraufwand auf. Bilde dir dafür am Ende des Tages einen Pufferblock, um Aufgaben, die außerplanmäßig liegen geblieben sind, endgültig zu bearbeiten.

Plane genügend Pausen ein
Wer viel arbeitet, muss auch mal eine Auszeit nehmen. Ohne Pausen würde die Stressbelastung zu groß werden, was auf Dauer ungesund ist. Erstelle also auch eine Time Box für eine Pause, in der du deine Hausarbeit vollkommen ausblendest.

Manchmal ist Qualität wichtiger als Zeitersparnis
Ausnahmen bestätigen die Regel: Manchmal kommt es wirklich auf Qualität an, sodass man dann eben nicht mit "Time Boxing" arbeiten sollte. Da hilft dein gesunder Menschenverstand weiter, mit dem du einschätzen kannst, wann die Methode sinnvoll ist und wann nicht.

Der Autor: Patrick Kern

Der Autor: Patrick Kern

Er ist ein echter Allrounder: Patrick ist neugierig und probiert alles aus – ob in der Freizeit oder bei Pointer. Mal läuft er kilometerlang durch Matsch und Meer, mal berichtet er in Vlogs von seinem Lehramtsstudium, mal schreibt er Artikel zu aktuellen Studi-Themen. Bei seinen Hobbys stehen Geschicklichkeits-Sportarten an erster Stelle, die ihn bereits ins Fernsehen gebracht haben. Schwach wird Patrick bei Netflix, bei Musik aus seiner Kindheit und bei italienischer Küche.

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