Januar 2021: Weitere 25 deutsche Hochschulen starten in das Begleitprogramm zur EU-Initiative "Europäische Hochschulen"  (Foto: Jubjang/ Rawpixel.com) Januar 2021: Weitere 25 deutsche Hochschulen starten in das Begleitprogramm zur EU-Initiative "Europäische Hochschulen" (Foto: Jubjang/ Rawpixel.com)
Universitäten

Hochschul­netzwerk stärkt Zusammenhalt in der EU

Weitere 25 deutsche Hochschulen sind im Januar in das nationale Begleitprogramm zur EU-Initiative "Europäische Hochschulen" aufgenommen worden. Das teilten das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) in einer Pressemitteilung am 18. Januar 2021 mit. Die Bundesregierung unterstützt mit dem Programm den Aufbau europaweiter Hochschulnetzwerke. Umgesetzt wird das Begleitprogramm über den Deutschen Akademischen Außendienst. Unter den 25 deutschen Hochschulen, die in das Begleitprogramm aufgenommen wurden, sind die Universität Hamburg, die Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) und die Technische Hochschule Berlin.

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek ist froh über die positive Entwicklung der Initiative "Europäische Hochschulen", wie sie in der Pressemitteilung mitteilt. Denn die europäischen Hochschulnetzwerke würden den Zusammenhalt in der Europäischen Union stärken: "Die Initiative der ‚Europäischen Hochschulen‘ zeigt eindrucksvoll, dass Europas Stärke in seiner Vielfalt liegt. An den Europäischen Hochschulen soll die kommende Generation von Europäerinnen und Europäern lernen, lehren, forschen und durch Freundschaften zusammenwachsen," so die CDU-Politikerin. Weiter sagt sie, der langfristige Erfolg zeigne sich durch nationalen sowie europäischen Einsatz aus. Mit dem nationalen Begleitprogramm leiste Deutschland seinen Beitrag.
 


Im Zentrum des nationalen Begleitprogramms "Europäische Hochschulnetzwerke (EUN) – nationale Initiative" geht es darum, die deutschen Hochschulen bei ihrem Einstieg in den Prozess der EU-Initiative "Europäischen Hochschulen" zu unterstützen. Dieser gehören bereits 20 deutsche Hochschulen an. Die Initiative soll die Kooperation von europäischen Hochschulen in Lehre, Forschung, Transfer und Innovation verbessern. Mit der Entwicklung gemeinsamer Studien- und Forschungsprogramme, campusübergreifenden Angeboten und einem intensiven Austausch von Lehrenden, Forschenden und Studierenden, soll das europäisches Hochschulnetzwerk gefördert werden.

Hierzu erarbeiten Hochschulallianzen Langzeitstrategien, die innovative und standortübergreifende Lehrformate beinhalten. Durch die Entwicklung von gemeinsamen, themenorientierten Studiengängen, abgestimmten Curricula und der automatischen Anerkennung von Studienleistungen sowie "joint degrees" soll eine standortübergreifende Infrastruktur geschaffen werden. Auch die Entwicklung gemeinsamer Forschungsagenden aus dem Programm Horizont Europa soll gefördert werden.
 


DAAD-Präsident Joybrato Mukherjee ist der Meinung, dass das nationale Begleitprogramm eine exzellente Ergänzung zur EU-Förderung ist. "Die Europäischen Hochschulen sollen Kraftwerke und Taktgeber für die Zukunft des Europäischen Hochschulraumes werden. Sie sollen ein geeintes und starkes Europa für Studierende und Forschende an ihren Institutionen erlebbar und gestaltbar machen", so sagt er in der Pressemitteilung vom 18. Januar 2021.

Das Begleitprogramm der Bundesregierung ermöglicht den Hochschulen die geplanten Maßnahmen umfassender umzusetzen. Zusätzlich einer stärkeren Vernetzung der Hochschulen untereinander soll es für einen Ausbau des Dialoges mit sowohl nationalen als auch internationalen Vertretern aus Politik und Gesellschaft sorgen. Außerdem soll es die Sichtbarkeit der deutschen Hochschulen in den europäischen Hochschulallianzen erhöhen. Deshalb startete der DAAD Anfang November die Podcast-Reihe "Campus Europa", in der die beteiligten deutschen Hochschulen vorgestellt werden.
 


Bereits im vergangenen Sommer wurden 20 deutsche Hochschulen von der EU-Kommission in der zweiten Runde der EU-Ausschreibung "Europäische Hochschulen" ausgewählt. Zunächst startete die Arbeit der Allianzen im Oktober bzw. Dezember 2020 mit den finanziellen Mitteln der EU: Die Hochschulnetzwerke werden über das Erasmus-Programm gefördert. Dabei stellt die Europäische Union fünf Millionen Euro für drei Jahre aus Erasmus+ und zwei Millionen Euro aus Horizont 2020 zur Verfügung. Dazu kommen jetzt bis 2023 rund 28 Millionen Euro vom BMBF.

Zusätzlich zu den 20 Hochschulen, die auf EU-Ebene gefördert werden, unterstützt er DAAD fünf weitere Netzwerke mit deutscher Beteiligung. Diese können dann im späteren Verlauf nach Fortführung ihrer Netzwerkaktivitäten in die EU-Förderung gelangen. Insgesamt sind damit 35 deutsche Hochschulen an 32 der 41 europaweiten Allianzen beteiligt.
 


Eine vollständige Liste der 25 Universitäten und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften, die seit Januar in der zweiten Runde des Begleitprogramms "Europäische Hochschulnetzwerke (EUN) - nationale Initiative" gefördert werden, findest du in der Pressemitteilung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

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